Nationalrat
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Laszlo Kover, Praesident des Ungarischen Parlaments, rechts, steht auf der Tribuene des Nationalrats, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 20. Maerz 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ungarns Parlamentspräsident László Kövér auf der Gästetribüne im Nationalratssaal. Bild: KEYSTONE

Eklat im Nationalrat – wegen dieses Gastes verlassen Grüne und SP den Saal

Während des Besuchs des ungarischen Parlamentspräsidenten im Bundeshaus ist es zum Eklat gekommen. SP und Grüne haben aus Protest den Saal verlassen.



Der ungarische Parlamentspräsident László Kövér weilt am Mittwoch in der Schweiz. Der diplomatischen Gepflogenheit folgend, hatte dessen Schweizer Amtskollegin Marina Carobbio (SP) Kövér zum Gegenbesuch eingeladen. Ihre Amtsvorgängerin Christa Markwalder (FDP) war 2016 nach Ungarn gereist.

Doch kaum hatte Parlamentspräsidentin Carobbio den hohen Gast auf der Zuschauertribüne des Nationalratssaales begrüsst, standen Vertreter von SP und Grünen auf und verliessen den Saal. Das Parlamentsvideo zeigt viele leere Sitze. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier protestierten damit gegen die Politik Ungarns. Kövér wurde im Saal insgesamt nur mit verhaltenem Klatschen begrüsst.

Verhaltenes Klatschen für den Gast aus Ungarn.

Das fanden nicht alle korrekt: Beleidigend fand dies SVP-Präsident Albert Rösti, wie er dem Blick sagte.

Doch Ungarn hat auch Freunde unter der Bundeshauskuppel: Schweizer Parlamentarier bauten in den letzten Wochen ihre Beziehungen zu ungarischen Politikern aus - ausgerechnet jetzt, wo die europäischen Konservativen mit ihren Kollegen aus Ungarn im Streit liegen. Das alles ist kein Zufall. Denn die Schweiz und Ungarn eint die Skepsis der EU gegenüber - auch wenn es Unterschiede in den Positionen gibt. Die parlamentarische Gruppe Schweiz-Ungarn hat Kövér am Mittwochmorgen getroffen.

Andreas Glarner, SVP-AG, links, begruesst Laszlo Kover, Praesident des Ungarischen Parlaments, rechts, zu einem Treffen mit der parlamentarischen Gruppe Schweiz-Ungarn im Bundeshaus, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 20. Maerz 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Federführend in der parlamentarischen Gruppe Ungarn – Schweiz: Nationalrat Andreas Glarner und Kövér. Bild: KEYSTONE

Ungarn wird aus Sicht der Schweiz und der EU zusehends als autokratischer Staat unter Präsident Viktor Orban wahrgenommen. Kövér ist ein Gefolgsmann von Orban, gemeinsam haben sie die regierende Partei Fidesz gegründet. Gleichzeitig jedoch sucht die Schweiz einen von der EU unabhängigen Weg.

SP-Fraktionspräsident Roger Nordmann blieb im Saal, wie er dem Blick schilderte: «Es war eine spontane Aktion aus Abneigung gegenüber Viktor Orbans Regime, welches immer mehr autoritäre Züge annimmt.» Und weiter: «Ich bin aber im Saal geblieben, aus Respekt gegenüber dem ungarischen Parlament als Institution.» Denn eine Parlament sei wichtig als Gegengewicht zu einer autoritären Regierung. Für Nordmann ist zudem klar: Man muss auch mit jenen reden, die eine andere Meinung vertreten.

Verurteilen will der Fraktionspräsident seine Kollegen aber nicht: «Ich verstehe meine Kollegen.»

Im Gegensatz zu Nordmann hat auch der Grüne Balthasar Glättli den Raum verlassen. «Als auf den Bildschirmen, wo üblicherweise die Abstimmungsresultate angezeigt werden, das Wappen Ungarns eingeblendet wurde, habe ich für mich entschieden, rauszugehen», sagt dieser. Er habe keine Lust gehabt, dem ungarischen Vertreter zu applaudieren. Ein stiller Protest mit einem leeren Platz sei ihm aber höflicher erschienen, als im Saal zu bleiben und demonstrativ nicht zu klatschen.

Carobbio verhielt sich derweil standeskonform: Sie hiess Kövér «herzlich Willkommen» und wünschte ihm einen «angenehmen Aufenthalt in der Schweiz». Die beiden treffen sich am Mittwoch noch zu informellen Gesprächen. (jk/cma/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Joe Frangelico 21.03.2019 11:54
    Highlight Highlight Frage mich als Neutraler.
    Was ist mit unserer Regierung los ?
  • humpalumpa 21.03.2019 08:21
    Highlight Highlight Genau soviel versteht die SP von Demokratie. Solange es nach ihrem Gutdünken läuft, ist die Demokratie super. Wenn nicht, wird wie ein kleines Kind gestänkert.
  • rodolofo 21.03.2019 07:44
    Highlight Highlight Da schneidet ja Köppel im Vergleich zu dem gerade wieder gut ab!
    Bei dem musste nur EINE (Bundesrätin) ganz dringend aufs Klo, währenddem er eine seiner rechts-intellektuellen Reden hielt!
    "Rechts-Intellektuelle Rede" ist genau so ein innerer Widerspruch, wie "Internationale der Nationalisten".
    Aber genau um einen solchen Internationalen Nationalismus handelt es sich beim Besuch dieses Ungarischen Abgesandten im Bundeshaus.
    Da mussten dann plötzlich alle Grünen und alle SozialdemokratInnen ganz dringend aufs Klo,
    oder zum frische Luft schnappen nach draussen...
  • Spooky 21.03.2019 02:36
    Highlight Highlight Sie mussten auf die Toilette.
  • Angelo C. 20.03.2019 22:24
    Highlight Highlight Ein ebenso unanständiges wie unreifes Verhalten gegenüber einem Staatsgast im Schweizer Parlament.

    Wäre Nicolàs Maduro, Daniel Ortega oder sonst ein erlauchter Präsident der allseits bekannten sozialistischen Paradiese gekommen, hätten sie ihm wohl standing ovations beschert.
  • Ridcully 20.03.2019 21:50
    Highlight Highlight Ha ha, ich hab zuerst verstanden die Nationalräte haben wegen Andreas Glarner den Saal verlassen...
    • Papa Swappa 21.03.2019 00:00
      Highlight Highlight ist fast das gleiche...
  • Spooky 20.03.2019 21:47
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • swisskiss 20.03.2019 21:03
    Highlight Highlight Orbans Politik lehne ich komplett ab. Sie basiert auf dem respektlosen Umgang mit politisch Andersdenkenden, der Ausgrenzung und der provokativen Pflege von Feindbildern. Konfrontation statt Kooperation.

    Und was machen unsere Linken und Grünen? Erblöden sich, mit Mitteln der respektlosen Konfrontation, ihre Ablehnung dieser Politik zu demonstrieren.

    Manchmal ist die Ideologie dem Verstand im Weg.

    Vielleicht sollten gewisse Poltiker sich fragen, wie glaubwürdig man gegen aussen wirkt, wenn man dauernd Toleranz von Anderen einfordert und bei der ersten Gelegenheit intolerant handelt.
  • Domino 20.03.2019 20:56
    Highlight Highlight Warum verlassen SP und Grüne nicht den Saal, wenn jemand von der SVP drin ist? Verstehe ich nicht....
  • Ichiban 20.03.2019 20:42
    Highlight Highlight Ein politiker der gegenüber fremden gar nicht freundlich gesinnt ist, ist selber mal nicht willkommen und ein anderer politiker die normalerweise mit beleidigungen nicht spart findet das beleidigend. Schmeckt die eigne medizin?
  • Platon 20.03.2019 20:36
    Highlight Highlight An alle Vorzeigedemokraten hier: Denkt ihr nicht auch, dass Intoleranz gegenüber keine Toleranz entegegenkommen darf? Oder inwiefern können diese Begriffe in ihrer Auslebung noch Sinn machen, wenn man alles Toleriert? Nimmt mich wirklich wunder.
  • Toerpe Zwerg 20.03.2019 19:35
    Highlight Highlight Für eine solche Reaktion habe ich wenig Verständnis - insbesondere vor dem Hintergrund, dass nicht wenige dieser Linken ein affirmatives Verhalten zu linken Diktatoren pflegen.

    Unabhängig davon ist dieses Verhalten einfach unreif.
    • Dong 20.03.2019 19:54
      Highlight Highlight Meine Rede: Armselig, arrogant und selbstgerecht.

      Die älteren unter uns erinnern sich, dass Ungarn nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erstmal jahrelang der Musterknabe aus westlicher Sicht war. Jetzt ist halt eine EU-kritische Regierung an der Macht - vielleicht auch kein Zufall...
    • Randy Orton 20.03.2019 20:41
      Highlight Highlight Wer von den linken Nationalräten pflegt ein „affirmatives Verhältnis“ zu Diktatoren?
    • Chrigi-B 20.03.2019 20:57
      Highlight Highlight Erinnere mich an die SP und die Grünen, wie sie die Hamas Vertreter durchs Bundeshaus paradiert haben....
    Weitere Antworten anzeigen
  • 7immi 20.03.2019 19:25
    Highlight Highlight Es ist Wahljahr und man will mal wieder Medienpräsenz geniessen. Etwas erreichen tut man so nicht. Köver wird wohl seine Politik nicht überdenken, weil sie den Saal verlassen haben. Dafür müsste man miteinander sprechen und verhandeln. Aber eben, darüber würden die Medien ja nicht berichten - und darum geht es ja schlussendlich.
  • ChrisPronto 20.03.2019 19:14
    Highlight Highlight Es sieht fast so aus als wäre Roger Nordmann der einzige der SP welcher versteht wie Politik funktioniert.
  • Firefly 20.03.2019 19:12
    Highlight Highlight Ich hoffe doch mal, der Glarner hat den guten Mann daran erinnert, wieviele ungarische Flüchtlinge damals die Schweiz aufgenommen hat und man diese menschliche Tradition doch bitte teilen möchte.

    https://www.nzz.ch/schweiz/ungarnaufstand-1956-wie-die-schweizer-ungarnfluechtlinge-aufnahmen-ld.123404
  • Serepes 20.03.2019 18:44
    Highlight Highlight @SP,Grüne - Ou, da hat wohl jemand zu viel Moralin geschluckt heute...
  • In vino veritas 20.03.2019 18:40
    Highlight Highlight Unterdessen im Kindergarten :


    Marco:

    I wött dä Luca nie meh gseh, dä isch mega doof!


    Kindergärtnerin:

    Aber Marco, versuech es doch wenigstens, ihr müend jo kei Fründe werde. Es langet wenn du ihn so behandlisch, wie du selber behandelt werde wötsch.


    Marco:

    Isch guet, i probiers.
  • satyros 20.03.2019 18:39
    Highlight Highlight Ich halte es in dieser Frage grundsätzlich mit Nordmann. Die Politik der ungarischen Regierung und auch des ungarischen Parlaments ist scharf zu verurteilen. Das ungarische Parlament (und dessen Präsident als Repräsentant des Parlaments) ist aber als Institution zu respektieren, denn nur starke demokratische und rechtsstaatliche Institutionen können dem Abgleiten in den Autoritarismus entgegenwirken. Verstehe aber auch Glättli, der diesem Krypto-Faschisten nicht applaudieren will.
  • Flo1914 20.03.2019 18:32
    Highlight Highlight Oh User Unser, das tägliche SVP-Bashing gib uns heute.
  • banda69 20.03.2019 18:28
    Highlight Highlight Liebe SVP

    Kümmert euch lieber um das gemeine Schweizer Volk und regt euch weniger darüber auf, wenn man ggü. Rechtsnationalisten Rückgrad zeigt.
  • Bert der Geologe 20.03.2019 18:28
    Highlight Highlight Kann man nicht den Ungaren den Glarner schenken? So als Bhaltis.
  • Calvin Whatison 20.03.2019 18:24
    Highlight Highlight Shit!schon 50x kommentiert, und ich hab kein Popcorn 🍿!!! 🤣🤣🤣
  • HundBasil 20.03.2019 18:21
    Highlight Highlight Echt peinlich, was da SP und Grüne veranstaltet haben. Gleichzeitig setzen sich Vertreter dieser Parteien mit Hamas-Terroristen ins gleiche Boot. Was für Heuchler!
  • Cédric Wermutstropfen 20.03.2019 18:09
    Highlight Highlight Wie im Kindergarten. Schwach und peinlich ist dieses Verhalten. Und bevor jetzt jemand damit kommt: Den Saal zu verlassen hat nichts mit keine Toleranz gegenüber Intoleranz zu tun, sondern mit Trötzlitum. Wegrennen hat noch nie ein Problem gelöst. Also nicht, dass ich das als Problem sähe, aber SP und Grüne tun es, daher ist ihr Verhalten auch unlogisch.
  • Alnothur 20.03.2019 18:06
    Highlight Highlight "Für Nordmann ist zudem klar: Man muss auch mit jenen reden, die eine andere Meinung vertreten."

    Wenigstens ein Vernünftiger bei den Linken.
  • Pana 20.03.2019 18:00
    Highlight Highlight Ich las im Titel zuerst "Wegen dieses Gases verlassen..."

    War lustiger.
  • banda69 20.03.2019 17:59
    Highlight Highlight Es ist logisch, dass die Rechtspopulisten von der SVP und der rechtsnationale Orban best Friends sind.
    • Echo der Zeit 20.03.2019 22:55
      Highlight Highlight Dem Glarner kommen die Tränen wenn er Hört was Orban mit denn Medien macht.
  • zeitgeist 20.03.2019 17:56
    Highlight Highlight Dieser Kindergarten bekräftigt mich einmal mehr, bei den Wahlen SVP, SP und Grüne nicht zu berücksichtigen. Erwachsene Menschen reden miteinander und besprechen Meinungsverschiedenheiten auf sachlicher Ebene. Trötzelis goutiere ich nicht.
    • Fabio Haller 20.03.2019 19:12
      Highlight Highlight Welche Partei führt denn aus deiner Sicht konstruktive Kritik?

      Die FDP die im Wahljahr azf Grün tut?
    • Toerpe Zwerg 20.03.2019 19:36
      Highlight Highlight Genau.
    • Grabeskaelte 20.03.2019 21:19
      Highlight Highlight Ja klar die Ungarn setzen sich mit Regimekritikern und anderen unbeliebten Personen auch zusammen und klären die Meinungsverschiedenheiten auf sachlicher Ebene... Ja ne is klar...
    Weitere Antworten anzeigen
  • redeye70 20.03.2019 17:55
    Highlight Highlight Ich bin kein Freund der ungarischen Regierung aber das ist einfach schlechter Stil. In der Politik gilt es immer noch dem Gegenüber zuzuhören und zu respektieren. Zudem ist es auch sehr heuchlerisch. China wird mit Pomp und Getöse empfangen und kein Parlamentarier verlässt den Saal unter Protest. Selbst Fidel Castro wurde damals hochoffiziell von BR Dreyfuss empfangen. Obschon der Homosexuelle verfolgen liess und in die USA zwangsweise ausschaffen liess.
  • Mutbürgerin 20.03.2019 17:50
    Highlight Highlight Ähnliche Reflexe bei Rechts oder Links, wenn ungebetene Gäste auftauchen. Die Rechten bauen aber Mauern, die Linken laufen davon.
  • Lowend 20.03.2019 17:49
    Highlight Highlight Peiinlich, wie Glarner und Co. diesem Populisten in den Ehrenwertesten kriechen!
  • John Henry Eden 20.03.2019 17:42
    Highlight Highlight Politik war schon immer ein Kindergarten.

    Heutzutage immerhin ohne Blut und Gemetzel.
  • Spooky 20.03.2019 17:39
    Highlight Highlight Eine SP-Frau hat ihn eingeladen,
    und wenn er kommt,
    verlässt die SP den Saal 🙈
    • Echo der Zeit 20.03.2019 22:52
      Highlight Highlight Ja bei der SVP wäre das unmöglich oder würde zu einer Spaltung der Partei führen.
  • wasylon 20.03.2019 17:38
    Highlight Highlight Die gleichgeschalteten Linken hatten doch wieder kolektiven Harndrang. 😂

    https://www.watson.ch/schweiz/gesellschaft%20&%20politik/447167113-aha-sommaruga-musste-aufs-wc-ausgerechnet-als-koeppel-sprach
  • AdvocatusDiaboli 20.03.2019 17:38
    Highlight Highlight Roger Nordmann hat absolut korrekt gehandelt. Ich finde wer sich tolerant nennen will, muss auch Andersdenkenden gegenüber Respekt zeigen können. Balthasar Glättli darf sich nun nicht mehr "tolerant" nennen.
  • AlteSchachtel 20.03.2019 17:38
    Highlight Highlight Die Gründung dieses parlamentarischen Grüppchens (auf Kosten der Steuerzahler?) hat mich extrem geärgert.
    Dennoch fand ich aufgrund der Schlagzeile zuerst, dass Weglaufen etwas kindisch sei.
    Jetzt wo ich aber lese "Als auf den Bildschirmen, wo üblicherweise die Abstimmungsresultate angezeigt werden, das Wappen Ungarns eingeblendet wurde,...." verstehe ich die Flucht irgendwie. Ich wäre vermutlich auch geflohen bevor ich vor lauter rechtspopulistischer .....kriecherei einen (unhöflichen) Anfall bekommen hätte.
  • Echo der Zeit 20.03.2019 17:30
    Highlight Highlight Nur ein Weiterer Beweis, dass sich SVPler unter Rechtsradikalen Wohl fühlen und deren Politik unterstützen.
    • Roterriese 21.03.2019 07:18
      Highlight Highlight Der Typ wurde von einer linken eingeladen 😂😂
  • Burdleferin 20.03.2019 17:23
    Highlight Highlight Seht mal in den Kommentaren bei Blick! Da wünschen sich einige ziemlich wortwörtlich Zustände wie in Ungarn!
  • Trd 20.03.2019 17:14
    Highlight Highlight Wenn man was verändern will muss man reden und diskutieren. Wenn man davonlaufen kann man nicht reden und diskutieren. Darum schlechte Action!!
    • Charming 20.03.2019 23:25
      Highlight Highlight Worte sind wie Schall und Rauch
      Taten braucht es auch! So gesehen sind klare Statements wie das verlassen des Saals ein starkes Zeichen das es eben genug ist - der Scheinheiligkeit und des Arschkriechens gegenüber Regierungen welche eindeutig rechtsnationales Gedankengut ausüben!
  • Marv_8713 20.03.2019 17:14
    Highlight Highlight Diese Herren, egal ob Links oder Rechts, bekommem vom Schweizer Steuerzahler Geld um bei diesen Sitzungen teil zu nehmen. Es ist ihr Job! Als ob ich auch einfach aus dem Meeting rauslaufen würde, wenn mir der Gegenüber nicht passt! Ihr seit nicht mehr im Studium, wo man gehen kann, wenns einem nicht passt!
    • Charming 20.03.2019 23:30
      Highlight Highlight Da müssten Sie aber zuerst alle Schwänzer zur Rechenschaft ziehen, das finde ich viel schlimmer, ebenso die "Stimm-Enthaltsamen"! Nein, unseren Politiker/-innen geht es viel zu gut - sie können sich alles leisten - die Frage bleibt wie lange noch! Der Souverän könnte bei solidarischem Auftreten und HOHER Stimmbeteiligung allemal Korrekturen anbringen, etwas wofür uns die Welt beneidet und vielen ist dies leider gleichgültig! Herbst wir kommen!
    • Juliet Bravo 21.03.2019 05:39
      Highlight Highlight Ich habe sicher NICHT Leute ins Parlament gewählt, die dann einen Ungarischen Marionettenparlamentspräsidenten treffen und ihm huldigen. Gut, dass die raus gegangen sind!
      Es reicht, wenn Glarners Faschokollegen einen auf Freundschaft machen mit meinen Steuergeldern.
    • Marv_8713 21.03.2019 07:29
      Highlight Highlight Charmin, absolut richtig, wie geschrieben, egal ob Links oder Rechts!
      @Juliet, was für ne schwachsinnige Argumentation und unnötige Begründung. Ich dachte so könnten nur die Blick-Leser antworten, du bist kein Deut besser als das Stammtisch Rechts geschwafel! ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 20.03.2019 17:12
    Highlight Highlight will Herr Glarner jetzt nach Ungarn auswandern. Der strahlt ja wie ein radioaktives Glühwürmchen
  • Dede7 20.03.2019 17:03
    Highlight Highlight Solange noch Wahlen in Ungarn stattfinden, kann nur der Dialog ein Weg sein.
    • Juliet Bravo 21.03.2019 05:44
      Highlight Highlight Wie soll der aussehen? „Bitte Herr Orbàn, lassen sie doch wieder eine freie Presse zu?“
  • Chrigi-B 20.03.2019 17:00
    Highlight Highlight Also den bösen Ungaren zeigt man die kalte Schulter, Hamas Vertreter werden aber herumparadiert im Bundeshaus?
  • RescueHammer 20.03.2019 17:00
    Highlight Highlight In einem andern Post zum Thema CH - U hatte ich dem Andi G. aus O.-L. ein Einfaches Bahnbillet nach Budapest angeboten. Ich könnte mir das Geld nun sparen, wenn Andi mit dem Herrn Parlamentspräsident reisen würde, als Fahrgemeinschaft quasi.
  • Albert J. Katzenellenbogen 20.03.2019 16:55
    Highlight Highlight "Nei Mami, mit dem Bueb wetti nöd spiele..."

    Und der Glarner hat wieder einen Busenfreund getroffen.

    Willkommen in Bundesbern.
  • ströfzgi 20.03.2019 16:53
    Highlight Highlight Man hätte auch mit ihm reden können und die Meinung sagen.

    Tolles Demokratieverständnis...
  • Heinzbond 20.03.2019 16:52
    Highlight Highlight Europaskepsis schön und gut, aber rechtstaatlichkeit, menschenrechte, Demokratie, freie Meinungs und religionsfreiheit Werte die ich (noch) mit der Schweiz assoziere, aber schon lange nicht mehr mit Ungarn, Polen, Russland, Türkei und usa... Muss man sich an jeden ranwanzen nur weil er eine (berechtigte) Meinung teilt? Was als nächstes? Erdogan oder Putin?
    • Juliet Bravo 21.03.2019 05:35
      Highlight Highlight Putin ist leider schon lange in hier.
  • Freddy Blütteler 20.03.2019 16:50
    Highlight Highlight Glarner ist eben ein "rechter" Gastgeber...
    • Pisti 20.03.2019 23:17
      Highlight Highlight Den Artikel auch gelesen? Marina Carobbio von der SP hat Köver eingeladen.
    • Peter R. 21.03.2019 13:58
      Highlight Highlight Statt die Fakten zu kennen, die SP hat eingeladen, macht man jeden Tag ein SVP-Bashing. Man sollte nicht bei jedem Thema und bei jedem Artikel "die selbe Leier verzapfen"!
  • Pinkerton 20.03.2019 16:47
    Highlight Highlight Darunter waren lustigerweise auch einige Exponenten, die durch ihre Sympathiebekundungen für Maduro, Chávez und Konsorten aufgefallen sind.

    Was lernen wir daraus?
    • die Freiheit die ich meine 20.03.2019 16:55
      Highlight Highlight Doppelmoral bei Links ist angesagt ?
    • FrancoL 20.03.2019 17:13
      Highlight Highlight Ist mir nicht aufgefallen, dass Matura auch im Saal war oder geht es Ihnen nur darum von Ungarns Politik abzulenken? Gerade wir Schweizer sollten, nach dem wir 1956 grosszügig Ungarn aufgenommen haben, etwas genauer hinschauen wenn Ungarn sich vehement gegen die Flüchtlinge stemmt.
    • Pinkerton 20.03.2019 17:37
      Highlight Highlight Als ob es darum geht, ob Maduro und Co. im Saal waren oder nicht. Es geht darum, dass die Linke mit anderen Ellen misst, wenn es um andere Linke geht. Das hat mit Whataboutism nichts zu tun.

      Und nein, das heisst jetzt nicht, dass ich die ungarische Regierung super finde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stormrider 20.03.2019 16:44
    Highlight Highlight Auch in geschäftlichen Verhandlungen gibt es Zeitpunkte an denen man das Heft schliessen und den Tisch verlassen muss. Das jedoch vor Gesprächen zu machen garantiert eigentlich nur ein Resultat: null.
  • Juliet Bravo 20.03.2019 16:37
    Highlight Highlight Das ist konsequent. Befasst euch doch mal mit der Lage der Pressefreiheit, der Minderheiten oder der Meinungsfreiheit in Ungarn.
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 20.03.2019 17:46
    • Roterriese 20.03.2019 19:46
      Highlight Highlight Aber dann gleichzeitig Maduro hofieren? Das passt irgendwie nicht zusammen.
    • Stormrider 20.03.2019 21:10
      Highlight Highlight OK. Und konsequenterweise reden wir nicht mit ihnen und verlassen den Saal. Dann nehme ich mal an wir reden auch nicht mit etwa 90% der restlichen Welt: China, Iran, Nord-Korea, Venezueala, Kuba etc... Ach Du Elend, da sind ja zum Teil die Genossen an der Macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jaspar Stupan 20.03.2019 16:26
    Highlight Highlight "Denn die Schweiz und Ungarn eint die Skepsis der EU gegenüber" aber die EU Milliarden nehmen sie dann schon (also nicht die Schweiz)
  • Alphonse Graf Zwickmühle 20.03.2019 16:25
    Highlight Highlight Alles Schnauz, oder was?
    • miarkei 20.03.2019 16:48
      Highlight Highlight A fine moustache 😏
  • fidget 20.03.2019 16:24
    Highlight Highlight Man muss nicht alle Menschen auf dieser Welt mögen. Den Saal zu verlassen ist aber sehr respektlos, zumal es sich um einen demokratisch gewählten Politiker handelt. Was man von seiner Politik und dem Regime Orbans hält ist eine andere Sache. Sie hätten ihm auch einfach nicht applaudieren, aber zumindest im Saal bleiben können.
    • Basubonus 20.03.2019 16:34
      Highlight Highlight Demokratisch gewählt wurde auch Hitler
    • Pius C. Bünzli 20.03.2019 16:49
      Highlight Highlight Ich denke das in diesem Punkt wenigstens mal der Wille der Wähler von linksgrün durchgesetzt wird. Der soll nur merken dass er nicht wilkommen ist.
    • Alnothur 20.03.2019 18:03
      Highlight Highlight Nein, Basubonus, wurde er nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 20.03.2019 16:18
    Highlight Highlight Der Glarner und die Rechtsstaatsabschaffer. Da haben sich die richtigen gefunden.

    Und weil im Herbst Wahlen sind: SVP abwählen, Schweizer Demokratie stärken!
    • dorfne 20.03.2019 16:37
      Highlight Highlight SVP-Glarner hat dem ungarischen Demokratieabbauer sicher erklärt, warum die SVP in jedem dritten Satz die "direkte Demokratie" hochleben lässt.
    • inmi 20.03.2019 16:40
      Highlight Highlight Die SP will der EU beitreten. Ein Verein, wo Undemokratie Ungarn Mitglied ist. Wer ist jetzt demokratisch?
    • dorfne 20.03.2019 17:05
      Highlight Highlight Zu erwähnen wären noch die Undemokratien Tschechien, Polen, Slowenien. Die machen was sie wollen und kriegen Fördergelder von der EU plus Geld über die Schweizer Kohäsionsmilliarde. Und die Ungarn-Regierung steht schwer im Verdacht EU Fördergelder zu veruntreuen. Was kuschen wir Schweizer da noch in vorauseilendem Gehorsam vor dieser EU! Und jetzt sollten wir noch diese Korruptis hofieren in den heilgen Hallen eidgenössischer Demokratie. Igitt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 20.03.2019 16:16
    Highlight Highlight Kindergarten. Fragwürdiges niveau einfach davonzulaufen und obendrein respektlos. Dauernd toleranz fordern und selbst extrem intolerant sein. Wasser predigen und wein trinken.
    • Walter Sahli 20.03.2019 16:32
      Highlight Highlight Naja, die Diskussion, ob man gegenüber Intoleranten tolerant sein soll, ist nicht wirklich neu und auch nicht wirklich geklärt.
      Schlussendlich muss das jeder Mensch und jeder Staat für sich entscheiden.

    • Juliet Bravo 20.03.2019 16:32
      Highlight Highlight Wenigstens konsequent und nicht speichelleckend wenn der Faschist zu Gast bei Glarner ist.
    • Basubonus 20.03.2019 16:34
      Highlight Highlight Und Äpfel sind viel runder als Birnen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Dick 20.03.2019 16:15
    Highlight Highlight Man bedenke, Ungarn ist ein EU-Land, sprich wir haben äusserst enge Beziehungen zu ihnen - und sind auf sie wesentlich mehr angewiesen als sie auf uns. Wenn es nun Trend wird, dass jede Fraktion beim Besuch einer EU-Vertretung, die politisch auf einer nicht genehmen Linie ist, aus dem Saal läuft, dann wird es recht peinlich.
    • Juliet Bravo 20.03.2019 16:33
      Highlight Highlight Wo haben wir enge Bezoehungen zu Ungarn?
    • Max Dick 20.03.2019 16:44
      Highlight Highlight Ist das wirklich eine ernstgemeinte Frage? Wenn ja, Wikipedia hilft in jeder lebenslage gerne weiter.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Bilaterale_Vertr%C3%A4ge_zwischen_der_Schweiz_und_der_Europ%C3%A4ischen_Union

    • Bangarang 20.03.2019 16:45
      Highlight Highlight Beim Gulasch!
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  • N. Y. P. 20.03.2019 16:13
    Highlight Highlight Nationalrat Andreas Glarner trifft den ungarischen Parlamentsabgeordneten Kövér.

    Ein feuchter Traum ist für Glarner wahrgeworden. Die ungarische Regierung und Glarners Partei teilen ja auch das gleiche Gedankengut.
    • inmi 20.03.2019 16:40
      Highlight Highlight Die SP will der EU beitreten. Ein Verein, wo Undemokratie Ungarn Mitglied ist. Wer ist jetzt demokratisch?
    • Pisti 20.03.2019 17:22
      Highlight Highlight Die SP würde dann einfach keine Vertreter ins Europaparlament schicken, hat ja lauter Undemokraten dort. Italien, Ungarn, Polen.....
      Dem Maduro huldigen sie aber, ist eben ein Linker da brauchts keine Demokratie.
    • Juliet Bravo 21.03.2019 05:25
      Highlight Highlight Niemand in der SP huldigt Maduro. Oder kannst du bitte Namen nennern?
      Ähm kommt mir in den Sinn, Russland stützt doch Maduro. Oder?
  • die Freiheit die ich meine 20.03.2019 16:11
    Highlight Highlight Peinlich. Die linken Parlamentarier verhalten sich wie im Kindergarten.
    • Astrogator 20.03.2019 18:33
      Highlight Highlight Wieso? Weil sie Autokraten nicht applaudieren?

      Die SVP findet das natürlich gut, die kennen den Führerkult und Erbmonarchie bereits und als "echte Schweizer" wollen sie das auch für unser Land.
    • Juckus 20.03.2019 19:13
      Highlight Highlight Immerhin haben sie nicht begonnen, die Schweizer Nationalhymne zu singen wie es die SVP getan hat.
    • Fabio Haller 20.03.2019 19:16
      Highlight Highlight Nein. Sie wehren sich gegen Autokratie, Presseunterdrückung und Diskriminierung in einem Staat.

      Sich gegen Trump wehren ist dann aber wieder lobenswert?
  • sunshineZH 20.03.2019 16:08
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Neruda 20.03.2019 16:34
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    • Sauäschnörrli 20.03.2019 16:43
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    • djohhny 20.03.2019 16:45
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  • Willy Tanner 20.03.2019 16:04
    Highlight Highlight Eine echt tolle Demonstration der Toleranz! Und Anstand haben wohl auch nicht alle Parlamentarier genügend.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.03.2019 16:25
      Highlight Highlight Seit wann muss man Toleranz für Intoleranz aufbringen?
      Wieso opfern die rechten permanent herum, wenn man ihnen keine Toleranz für ihren Blödsinn zeigt, während sie permanent unter der Gürtellinie austeilen dürfen?
    • Juliet Bravo 20.03.2019 16:35
      Highlight Highlight Du hättest wohl auch Francos „Parlamentspräsident“ persönlich empfangen.
    • Dominik Treier (1) 20.03.2019 16:43
      Highlight Highlight Tolleranz fordern und Intoleranz praktizieren... Die Rechte und ihr ewiges Opfergetue...
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Die SVP will den ganzen Trump

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