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WASHINGTON, DC - MARCH 12:  U.S. Treasury Secretary Jack Lew testifies before the Senate Budget Committee March 12, 2014 in Washington, DC. Lew testified on the topic of

Druck von allen Seiten auf Russland: US-Finanzminister Jacob Lew. Bild: Getty Images North America

USA

Lew droht Moskau mit weiteren Sanktionen wegen Ukraine-Krise

11.04.14, 00:42 11.04.14, 04:37

US-Finanzminister Jacob Lew hat seinem russischen Kollegen Anton Siluanow bei einem Treffen in Washington mit einer Verschärfung der Sanktionen wegen der Ukraine-Krise gedroht. Lew warnte Siluanow vor einer weiteren Eskalation der Lage in der Ukraine.

Die Minister kamen am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank zusammen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Demnach liess Lew Siluanow persönlich wissen, dass die US-Regierung «zusätzliche bedeutende Sanktionen» verhängen könnte, sollte Moskau die Lage in der Ukraine «weiter eskalieren».

Washington hatte vergangenen Monat den Machtzirkel des russischen Staatschefs Wladimir Putin mit ersten Kontosperrungen und Einreiseverboten ins Visier genommen. US-Präsident Barack Obama drohte Russland zudem mit Wirtschaftssanktionen.

Sorgen wegen Geschäften mit Iran

Lew zeigte sich gegenüber Siluanow auch besorgt, dass die Regierung in Moskau ein Abkommen mit dem Iran treffen könnte, welches den Austausch von Waren gegen Öl vorsehe. Lew machte laut seinem Ministerium klar, dass ein solches Abkommen Sanktionen gegen jeden auslösen könnte, der an entsprechende Transaktionen beteiligt sei.

Die nach wie vor laufenden Gespräche zwischen dem Westen und dem Iran wegen über die iranische Atomnutzung werden von den Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine-Krise überschattet. Nach dem dritten Treffen in diesem Jahr war die Rede davon, dass es eine «tiefe Kluft» gebe.

Obamas Telefonat mit Merkel

Auch US-Präsident Barack Obama stimmt die westlichen Partner auf weitere Sanktionen im Zusammenhang mit der russischen Ukraine-Politik ein. Obama unterstrich nach Angaben des Weissen Hauses am Donnerstag in einem Telefongespräch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die USA, die Europäische Union und andere globale Partner müssten darauf vorbereitet sein, einer weiteren russischen Eskalation mit zusätzlichen Sanktionen zu begegnen.

U.S. President Barack Obama, Pakistan's Prime Minister Nawaz Sharif and Germany's Chancellor Angela Merkel (L-R) attend the opening session of the Nuclear Security Summit in The Hague March 24, 2014.    REUTERS/Yves Herman (NETHERLANDS  - Tags: POLITICS)

Besorgniserregende Lage in der Ostukraine: Merkel spricht mit Obama. Bild: X00380

Obama und Merkel sprachen vor allem über die besorgniserregende Lage in der Ostukraine. Sie forderten Moskau erneut auf, seine Truppen aus dem Grenzgebiet abzuziehen. Die Kanzlerin und der US-Präsident betonten die Wichtigkeit einer starken finanziellen Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die Ukraine.

Bei dem Telefonat sei es am Donnerstagabend insbesondere um die Themen des bevorstehenden Treffens der Aussenminister der USA, Russlands, der Ukraine sowie der EU-Aussenbeauftragten gegangen, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. Das Krisentreffen soll am kommenden Donnerstag, 17. April, in Genf stattfinden.(kad/sda/afp/reu)



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