US-Wahlen
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Former Vice President Joe Biden, left, and Sen. Bernie Sanders, I-Vt., right, greet each other before they participate in a Democratic presidential primary debate at CNN Studios in Washington, Sunday, March 15, 2020. (AP Photo/Evan Vucci)
Joe Biden,Bernie Sanders

Joe Biden und Bernie Sanders vor der letzten TV-Debatte mit Corona-kompatibler Begrüssung. Bild: AP

Wahlkampf in Zeiten von Corona: Joe Bidens Probleme mit Linken und Frauen

Die Coronakrise in den USA hat den Präsidentschaftswahlkampf auf Eis gelegt. Nun meldet sich der demokratische Kandidat Joe Biden zurück, mit Hilfe von zwei wichtigen Unterstützern. Gleichzeitig ist er mit Problemen konfrontiert.



Wo steckt eigentlich Joe Biden? Seit die Coronakrise Mitte März auch in den USA mit voller Wucht ausgebrochen ist und schlimmer wütet als in jedem anderen Land, war der frühere Vizepräsident weitgehend von der Bildfläche verschwunden. Denn das Virus brachte auch den Wahlkampf für die US-Präsidentschaft zum Erliegen. Viele anstehenden Vorwahlen wurden verschoben.

Vereinzelt fanden sie statt, wie letzte Woche in Wisconsin unter skandalträchtigen Umständen. Biden gewann klar. Weil er mit 77 Jahren zur Risikogruppe gehört, verschanzt er sich seit Beginn der Krise in seinem Haus in Wilmington in seinem Heimatstaat Delaware. Obwohl im Keller ein improvisiertes Fernsehstudio eingerichtet wurde, hatte er Mühe, sich bemerkbar zu machen.

In this image from video provided by the Biden for President campaign, Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks during a virtual press briefing Wednesday, March 25, 2020. (Biden for President via AP)

Joe Biden spricht aus dem heimischen Keller zum amerikanischen Volk. Bild: AP

Das hat sich in den letzten Tagen geändert. Am Montag stellte sich Bernie Sanders, der seinen Wahlkampf letzte Woche eingestellt hatte, in einer gemeinsamen Videobotschaft hinter Joe Biden. Tags darauf folgte Ex-Präsident Barack Obama. «Joe hat den Charakter und die Erfahrung, uns durch eine unserer dunkelsten Zeiten zu führen», sagte er in Anspielung auf die Coronakrise.

Sanders will kein zweites 2016

Im Fall von Sanders war die Unterstützung auch ein Eingeständnis seines eigenen Scheiterns. Er hatte im Wahlkampf stur an seiner Agenda festgehalten und es versäumt, um Stimmen aus der Mitte zu werben, obwohl die Vorwahlen gezeigt hatten, dass eine Mehrheit der demokratischen Basis keine linken Experimente will. Sie möchte Donald Trump aus dem Weissen Haus verjagen.

Gleichzeitig will der Senator aus Vermont wohl ein Drama wie vor vier Jahren vermeiden, als er und Hillary Clinton sich bis zuletzt bekriegt hatten. Sanders stellte sich am Ende nur halbherzig hinter seine Rivalin, worauf viele seiner Anhänger am Wahltag zu Hause blieben oder sogar für Trump stimmten. So etwas soll nach dem Willen von Sanders nicht noch einmal passieren.

Für Obama wiederum ging es auch um Wiedergutmachung. Er hatte 2016 wesentlich dazu beigetragen, dass sein Vize auf eine Kandidatur verzichtete, um die Wahl von Clinton zur ersten Präsidentin der USA zu ermöglichen. Das ging gründlich schief. Nun hatte sich der Ex-Präsident schon während den Vorwahlen als «Strippenzieher» um einen Schulterschluss hinter Biden bemüht.

epa08066970 Representative Pramila Jayapal, a Democrat from Washington, speaks during a House Judiciary Committee markup of Articles of Impeachment against US President Donald J. Trump at the Longworth House Office Building on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 12 December 2019. The House Judiciary Committee has written two articles of impeachment accusing US President Donald J. Trump of abuse of power and obstruction of Congress. The committee is expected to vote on the two articles, 12 December, setting up a vote on the House floor next week.  EPA/ALEX EDELMAN / POOL

Die linke Abgeordnete Pramila Jayapal tut sich schwer damit, Biden zu unterstützen. Bild: EPA

Dieser ist nun so gut wie vollzogen. Eigentlich fehlt nur noch die Unterstützung von Elizabeth Warren, und die soll laut CNN noch am Mittwoch erfolgen. Damit haben sich die Demokraten, bei denen man zu Jahresbeginn einen langen und zermürbenden Vorwahlkampf befürchtet hatte, unerwartet rasch auf einen Kandidaten geeinigt. Dennoch gibt es für Joe Biden noch einiges zu tun.

«Biden muss sich steigern»

Denn die linke Fangemeinde von Bernie Sanders bockt weiterhin. Sie tut sich schwer damit, ihrem Idol zu folgen und einen Kandidaten zu unterstützen, der zeitlebens moderate bis konservative Positionen vertreten hat. «Biden muss sich steigern», forderte die Kongressabgeordnete Pramila Jayapal aus dem Staat Washington, die zum linken Flügel gehört, in der «New York Times».

Auch ihre New Yorker Kollegin Alexandria Ocasio-Cortez, der neue Liebling der amerikanischen Linken, äusserte Vorbehalte. Biden fehle die Unterstützung der jungen Wählerschaft, und ohne diese werde es für ihn im November schwer werden, sagte sie der «New York Times». Der Kandidat kennt das Problem. Er hat sich zuletzt verstärkt um die Stimmen der Jungen bemüht.

Anzeige wegen sexueller Nötigung

So unterstützt Biden einen kostenlosen Zugang zu öffentlichen Hochschulen und einen teilweisen Erlass der Schulden, die viele während des Studiums angehäuft haben. Auch bei Themen wie Klimawandel und Krankenversicherung – in der Coronakrise ein wichtiger Faktor – hat er sich auf die Linke zubewegt. Doch noch fehlt bei dieser die Überzeugung, dass Biden es ernst meint.

Joe Biden streichelt Frau des neuen US-Verteidigungsministers

Zum Problem könnte auch eine Anzeige wegen sexueller Nötigung werden, die eine einstige Mitarbeiterin gegen ihn eingereicht hat. Die heute 56-jährige Tara Reade behauptet, der damalige US-Senator habe sie 1993 im Intimbereich begrapscht. Biden dementierte vehement, doch letztes Jahr hatte er eingeräumt, dass er einen sehr körperbetonten Umgang mit Menschen pflegt, auch mit Frauen.

Trump in Umfragen in Rücklage

In Zeiten von MeToo kann dies als übergriffig empfunden werden. Die Anzeige wirkt dennoch dubios, denn Tara Reade hatte sich im Internet als Sanders-Anhängerin und Putin-Verehrerin zu erkennen gegeben. Donald Trumps Wahlkampfteam nahm den Steilpass jedenfalls gerne auf, obwohl der Präsident in Sachen sexuelle Belästigung alles andere als ein Chorknabe ist.

Trump zeigt sich überzeugt, dass er Biden «vernichten» werde. Danach sieht es bislang nicht aus. Sein Popularitätsschub nach Ausbruch der Coronakrise ist bereits Geschichte. Umfragen zeigen, dass Joe Biden ihn in wichtigen Bundesstaaten besiegen würde. Die umstrittene Wahl von letzter Woche in Wisconsin ist ein Warnsignal. Die Republikaner hatten sie durchgedrückt, um einen konservativen Richter zu bestätigen. Er verlor klar gegen seine demokratische Rivalin.

Wahltermin ist festgeschrieben

Mit seinem erratischen, mit Unflätigkeiten und Lügen gespickten Krisenmanagement und seiner Suche nach einem Sündenbock – die Weltgesundheitsorganisation WHO muss dafür herhalten – überzeugt Trump die Amerikaner bislang nicht. Zum Knackpunkt für seine Wiederwahl aber wird die Wirtschaft. Sein vermeintlich grösster Trumpf verwandelt sich angesichts rasant steigender Arbeitslosenzahlen in ein Desaster.

Der Wahlkampf aber dürfte erst im Spätsommer wieder in Fahrt kommen. Eine Verschiebung der Präsidentschaftswahl am 3. November ist so gut wie unmöglich, denn der Wahltermin ist in der US-Verfassung festgeschrieben. Bereits stellt man sich deshalb auf einen rein virtuellen Wahlkampf ein, inklusive der grossen Nominationsparteitage im August.

Bis dann muss sich Joe Biden bemühen, weiter im Gespräch zu bleiben. Zum Beispiel mit der Ernennung seiner Mitstreiterin. Biden will eine Frau für das Vizepräsidium, mit Fokus auf die Minderheiten. Also eine Schwarze oder Latina. Die besten Karten scheint derzeit Senatorin Kamala Harris aus Kalifornien zu haben, die selber für die Präsidentschaft kandidiert hatte.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 16.04.2020 08:14
    Highlight Highlight Trump scheint zur Zeit wie ein "Dummer August" über seine eigenen Füsse zu stolpern, beginnt aber zunehmend und mit sicherem Macht-Instinkt damit, die Möglichkeiten der Notstands-Gesetzgebung zu entdecken.
    Bereits hat er damit begonnen, den Kongress zu entmündigen und auch die Gouverneure der Staaten zu degradieren.
    Ausserdem vernehmen wir in den Nachrichten, dass die Geschäfte mit Waffen explodieren, was darauf hindeutet. dass sehr viele BürgerInnen das Vertrauen in die staatlichen Institutionen völlig verloren haben und sich auf einen apokalyptischen Bürgerkrieg vorbereiten...
  • easy skanking 16.04.2020 07:33
    Highlight Highlight warum müssen in den staaten entweder senile greise oder senile idioten an die macht kommen?
    kein massenmörder hatte mehr charme, als der junge obama..
  • Klaus07 16.04.2020 03:14
    Highlight Highlight Für Trump wird die Luft immer dünner.
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  • Träumer 15.04.2020 23:26
    Highlight Highlight Weil es viele nicht verstehen wollen:

    Für Leute die auf M4A angewiesen sind, die dank hohen Krankenrechnungen um ihre Existenz kämpfen müssen oder sogar Ihr Insulin nicht mehr leisten können und es sich deshalb rationieren, gibt es bei dieser Wahl kein "kleineres Übel".

    Für diese Leute ist die Wahl eine reine Farce! In den USA sterben wegen den hohen Arzneikosten täglich Menschen.

    Keiner der beiden Kandidaten wird dies ändern.

    https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-arzneimittel-pharmaindustrie-donald-trump-1.4342356

    Schaut mal wer zu den Nicht-Wählern gehört:
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  • Huckleberry 15.04.2020 23:19
    Highlight Highlight Gemeinsamer Nenner von Trump und Biden, beide pflegen einen sehr körperbetonten Umgang mit Menschen, auch mit Frauen.
  • Pinkerton 15.04.2020 23:09
    Highlight Highlight Grandios, dass sich Biden schon festgelegt hat, dass er unbedingt eine Frau als VP will. Jetzt kann er nicht mehr Andrew Cuomo nominieren, der drauf und dran ist, sich als Gouverneur von New York zum Hoffnungsträger der Partei zu machen. Die Demokraten machen sich wirklich das Leben schwer, wo es nur geht.
    • Ich mein ja nur 16.04.2020 13:15
      Highlight Highlight Das eröffnet aber zumindest theoretisch wieder die Chance, dass sich Cuomo als Alternative zu Biden positionieren könnte. Mit Biden haben die Demokraten kaum Chancen, Trump zu schlagen...
  • Things will be different when I take over the worl 15.04.2020 22:06
    Highlight Highlight Es ist immer wieder lächerlich, wenn Leute hinschreiben Frauen und Männer haben dieselben Chancen. An diesen beiden Knalltüten erkennt man, das dem nicht so ist. Es stünde nicht einmal zur Diskussion, dass eine strohdumme Frau Präsidentin werden darf. Ich finde es traurig, dass junge Menschen sich von solch senilen und unintelligenten Knustis leiten lassen müssen. Menschen, die an Trump Gefallen finden, müssen den IQ einer toten Wühlmaus haben. Ein Hoch auf die intelligente Premierministerin aus Neuseeland.
    • Super8 16.04.2020 08:18
      Highlight Highlight Die Männer tun mir schon jetzt leid wenn du mal die Welt übernimmst.
    • Joseph Quimby 16.04.2020 09:38
      Highlight Highlight Die Premierministerin aus Neuseeland ist aber auch schon fast 40 Jahre alt. In Männerjahren gerechnet ist Sie kaum jünger als Trump oder Biden.
    • Things will be different when I take over the worl 16.04.2020 10:55
      Highlight Highlight Ohh nein, die Männer sind beleidigt, weil jemand sagt, dass diese schlechten Regierungen männlich sind. In Polen versuchen die gerade Abtreibung ganz zu verbieten - ebenso in den Südstaaten. Es ist einfach so offensichtlich, wie miserabel diese machtbesessenen Gesellen sind. Es sind Männer, lebt damit! Und genauso peinlich sind diese mit AK umhängten Stümper, die in den USA gegen den Lockdown protestieren. Auch vor allem Männer. Oder wollt ihr Herzblätter sagen, dass die Regierung in NK, SA, USA weiblich ist? Ich bin garantiert die hellere Kerze, als diese Säcke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bebby 15.04.2020 21:39
    Highlight Highlight Ev. ist es für die Demokraten kurzfristig hilfreicher, wenn Trump wiedergewählt wird, da in dieser Krise jeder Präsident nur verlieren kann. Für das Land verheerend, aber dann hat man wenigstens einen Schuldigen, falls die Arbeitslosigkeit explodiert und die Währung ihre Strahlkraft verliert. Ich hoffe, die Wähler werden sich danach davor hüten, je wieder einen Populisten seines Schlages zu wählen.
  • Illuminaughty 15.04.2020 20:17
    Highlight Highlight Wie oft wird das Märchen der bösen Sandersfans eigentlich noch wiederholt?
    Die Unterstützer*innen von Sanders haben 2016 häufiger Clinton gewählt als Clintonfans 2008 für Obama stimmten. Clinton ist nicht daran gescheitert, sondern weil sie die Politik weiterführen wollte, von der die meisten Amerikaner*innen genug haben. Biden profitiert ebenfalls von der demokratischen Elite und der Berichterstattung der Medien im Vorwahlkampf. Gegen Trump wird ihm das wenig nützen und so ist leider zu vermuten, dass er verliert, ausser er schafft es, etwas mehr Begeisterung für seine Positionen auszulösen.
    • *klippklapp* 16.04.2020 16:05
      Highlight Highlight Ich finde es auch immer lustig, dass den Linken immer vorgeworfen wird, nicht genug auf die Mitte zugegangen zu sein. Wenn aber ein radikaler Neoliberalist (sorry, ich möchte das Wort „moderat“ nicht benutzen) sich null und nichts darum schert, die linken Kräfte miteinzubeziehen, dann ist es auch wieder die Schuld der Linken, wenn sie nicht sofort in der Reihe tanzen...

      Die Demokraten haben die letzten vier Jahre total in den Sand gesetzt. Anstatt sich damit auseinanderzusetzen, wieso sie 2016 verloren haben, verbissen sie sich lieber in eine „Russagate“ Geschichte ohne Hand und Fuss...
  • Faktenchecker 15.04.2020 19:48
    Highlight Highlight Sexuelle Nötigung. Der Ukraine Skandal. Die Demenz.
    Die sexuelle Nötigung wird von CNN und MSNBC schlicht ignoriert. Soviel dazu. Bei Kavanaugh haben sich beide Sender überschlagen vor Freude und Anschuldigen.
    Für Trump wird das ein Kinderspiel.
    • K1aerer 16.04.2020 15:31
      Highlight Highlight Naja bisher gibt es keine Anschuldigungen, auch wenn ich Zweifel habe. Der Ukraine Skandal ist ja nicht mal sein Verschulden. 🤷‍♂️
  • felixJongleur 15.04.2020 18:15
    Highlight Highlight Obama hat wohl vor dem Super Tuesday die Fäden gezogen, Buttigieg, Steyer und Klobuchar stiegen unmittelbar vorher aus, gaben also deren Stimmen mit Empfehlung an Biden frei, gleichzeitig blieb jedoch Warren drin und nahm weiter Stimmen von den Progressiven auf sich bevor sie dann auch ausstieg nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt hatte. Das Manöver ging auf, auf den letzten Drücker konnte Sanders, welcher eine Gefahre für das etablierte politische System darstellte, verhindert werden (tatkräftig unterstützt durch die eigenen strategischen Fehler von Sanders).
  • kliby 15.04.2020 18:13
    Highlight Highlight Biden und die Demokraten waren diejenigen, die laut rausposaunten: "Glaubet den Frauen".

    Ausser natürlich jetzt, wo Biden von einer der sexuellen Belästigung angeklagt wird.
  • Träumer 15.04.2020 17:09
    Highlight Highlight Die junge und progressive Generation wird Biden nicht wählen. Die DNC hat nichts aus ihren Fehlern gelernt.
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    • chrigu_ 15.04.2020 18:42
      Highlight Highlight Genau. Ein sehr schwieriger Entscheid🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️
      Kann ja halbwegs verstehen, dass einige Biden für das "kleinere Übel" halten, aber das ist er eben dann auch so deutlich, dass wer ihn nicht wählt, nichts anders macht, als das deutlich "grössere Übel" Trump zu unterstützen!
    • Pukelsheim 15.04.2020 19:31
      Highlight Highlight Was habe ich verpasst? Die Anschuldigung von Tara Reade ist die einzige eines Übergriffs? Nicht, dass das nicht genug wäre. Aber erstens gibt es niemanden, der diese Geschichte bestätigen kann und zweitens hat Reade einige interessante (z.T. öffentliche!) Russland-Beiträge. Wer da nicht zumindest ein bisschen skeptisch wird...

      https://mobile.twitter.com/ReadeAlexandra/status/1174846048788873216
      Benutzer Bild
    • Träumer 15.04.2020 23:21
      Highlight Highlight @chrigu_

      Für Leute die auf M4A angewiesen sind, die dank hohen Krankenrechnungen um ihre Existenz kämpfen müssen oder sogar Ihr Insulin nicht mehr leisten können und es sich deshalb rationieren, gibt es bei dieser Wahl kein "kleineres Übel".

      Für diese Leute ist die Wahl eine reine Farce! In den USA sterben wegen den hohen Arzneikosten täglich Menschen. Keiner der beiden Kandidaten wird dies ändern.

      https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-arzneimittel-pharmaindustrie-donald-trump-1.4342356

      Schau mal wer zu den Nicht-Wählern gehört:
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  • Globuli 15.04.2020 16:56
    Highlight Highlight Das tragische am Ganzen ist, dass es die Dems verpasst haben, in den letzten drei Jahren aus ihren Fehlern zu lernen. Sie bringen schlussendlich zwei sehr alte Männer an den Start, die wohl beide nicht das gelbe vom Ei sind. Erschwerend kommt hinzu, dass schlussendlich nur jemand Präsident werden kann, der mächtig was auf der hohen Kante hat.
    Das System der Amis verhindert, dass die geeignetste Person Präsident werden kann.
  • zaphod67 15.04.2020 16:32
    Highlight Highlight Biden muss wohl in den nächsten Wochen damit rechnen, dass sich weitere Frauen plötzlich daran erinnern, vor 25 - 30 Jahren ganz schrecklich von ihm belästigt worden zu sein. Das scheint heutzutage zum Standardprogramm zu gehören.
    • felixJongleur 15.04.2020 18:16
      Highlight Highlight Sie "erinnert" sich schon sehr lange daran, wurde einfach unter dem Deckel gehalten.
    • Pukelsheim 15.04.2020 19:36
      Highlight Highlight [...] Ms. Reade said she faced a wave of criticism and death threats, as well as accusations that she was a Russian agent because of Medium posts and tweets, several of which are now deleted, she had written praising President Vladimir Putin.

      Ms. Reade said that she was not working for Russia and did not support Mr. Putin, and that her comments were pulled out of context from a novel she was writing at the time.

      “It was trying to smear me and distract from what happened, but it won’t change the facts of what happened in 1993,” she said.

      She called her praise for Mr. Putin “misguided.” NYT

  • Bruno S.1988 15.04.2020 16:29
    Highlight Highlight "Im with her" war bereits 2016 nicht genug!
    "im not him" wird auch 2020 nicht ausreichen!
  • tagomago 15.04.2020 16:18
    Highlight Highlight Fotos mit Obama sind Bidens einziger Trumpf. Öffentliche Auftritte erschrecken Wähler höchstens, da er völlig neben den Schuhen steht.
    • rodolofo 16.04.2020 08:17
      Highlight Highlight Immerhin nicht so weit neben den Schuhen, wie Trump (ca. 1 Meile?)!
      Biden wäre also wieder mal das "Kleinere Übel".
      Er gehört zwar eindeutig zur "Risiko-Gruppe".
      Aber das Risiko bezieht sich auf ihn selbst, währenddem Trump vor allem ein gewaltiges Risiko für die US-amerikanische Gesellschaft und die ganze Welt ist...
  • Max Dick 15.04.2020 16:12
    Highlight Highlight Biden muss primär die Mittewähler, die 2012 für Obama stimmten und 2016 entweder für Trump oder zuhause blieben, zurückholen.

    Als Vize empfehle ich die Amy. Pete soll Aussenminister werden, Warren Bildungsministerin.
    • Pana 15.04.2020 17:17
      Highlight Highlight Das ist korrekt. Trumpwähler muss man keine abwerben, die leben in ihrer eigenen Fantasiewelt. Die Obama-Mitte wird den Unterschied ausmachen. Eine gute VP wird dabei auf jeden Fall auch wichtig. Denke da weniger an Amy (ihre Wähler hat Biden in der Tasche). Kamala wäre mir da lieber. Die Frau hat Charisma, Energie und kann knallhart debattieren. Man stelle sich die VP Debatten gegen der armen Mike Pence vor.
  • Qui-Gon 15.04.2020 16:10
    Highlight Highlight Im amerikanischen System müssen die Sandersfans nun halt pragmatisch sein. Amerika ist nicht bereit für einen wie Sanders, in dieser Krise erst recht nicht. Alternativen gibt es nicht, oder wollen sie lieber nochmals 4 Jahre Trump? Die Demokraten müssen erstmal das Präsidialamt zurückerobern und liefern. Dann kann man über linkere Experimente nachdenken.
    • Träumer 15.04.2020 17:11
      Highlight Highlight Was ist davon pragmatisch? Welcher Biden ist den dein Favorit?
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    • BVB 15.04.2020 17:22
      Highlight Highlight Hillary war auch nicht sehr links, ich weiss nicht ob das funktioniert.
    • Joe 'Barack America' Biden 15.04.2020 18:56
      Highlight Highlight @Träumer: Ja, Joe Biden hat mehr mit einem establishment Republikaner gemeinsam als Donald Trump. Das könnte ihm aber auch helfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amadeus 15.04.2020 16:07
    Highlight Highlight Biden muss sich klar steigern um das image von Sleepy Joe loszuwerden. Aber sein Ansatz von Anstand und Würde als Kontrastprogramm zu Trumps narzissitischem Verhalten, ist nicht schlecht.

    Zum Thema sexuelle Nötigung hat die NYTimes einen guten, nuancierten Artikel geschrieben.

    https://www.nytimes.com/2020/04/12/us/politics/joe-biden-tara-reade-sexual-assault-complaint.html

    Ob die Beschuldigung von sexuellem Fehlverhalten zum Problem für Biden wird, ist schwer zu sagen. Die Amis haben ja den Pussygrabber gewählt. Scheint leider nicht so ein Problem zu sein für die Wählbarkeit.

    • Bruno S.1988 15.04.2020 18:31
      Highlight Highlight Ausgerechnet die NYT, die damals sowohl von links wie auch von rechts kritisiert wurde, für ihre übertriebene Kavanough Berichterstattung!

      Die offensichtliche Doppelmoral der Demokraten ist einfach nur noch lächerlich und vorallem jämmerlich.

      Joe Biden: When a woman alleges sexual assault, presume she is telling the truth

      https://www.washingtonpost.com/politics/joe-biden-when-a-woman-alleges-sexual-assault-presume-she-is-telling-the-truth/2018/09/17/7718c532-badd-11e8-a8aa-860695e7f3fc_story.html
    • Amadeus 15.04.2020 21:24
      Highlight Highlight @ Bruno

      Also, was hat jetzt Kavanough (sic!) mit dem Thema hier zu tun?

      Ja, den Washington Post Artikel kannte ich schon. Ist ja schon älter. Hat aber nix mit meinem Kommentar zu tun. Ich habe Biden ja nicht verteidigt.

    • Basti Spiesser 16.04.2020 11:50
      Highlight Highlight Nunja, der Unterschied zu Trump ist, Trump spielt nicht den Moralapostel, und man hat die Vorwürfe auf Video. Biden schadet dies mehr als Trump.
  • Pukelsheim 15.04.2020 16:05
    Highlight Highlight Der letzte Satz hat gar nichts mit dem Teil vorher zu tun. Das Eine ist vielleicht verwerflich (körperbetont), das Andere Straftatbestand.

    «[...] Die heute 56-jährige Tara Reade behauptet, der damalige US-Senator habe sie 1993 im Intimbereich begrapscht. Biden dementierte vehement, doch letztes Jahr hatte er eingeräumt, dass er einen sehr körperbetonten Umgang mit Menschen pflegt, auch mit Frauen.»

    Die New York Times hat einen interessanten Podcast dazu gemacht. Mit allem das man sicher weiss: https://www.nytimes.com/2020/04/14/podcasts/the-daily/joe-biden-sexual-assault-allegation.html
  • Pinguin im Büro 15.04.2020 15:57
    Highlight Highlight Ich bin sehr Anti-Trump, aber Joe Biden ist meiner Meinung nach nicht viel besser, nur halt Demokrat. Beides Millionäre, die das Gemeinwohl des Durchschnittsbürgers nicht interissiert und bei Beiden gibt es "Anschuldigungen" von sexuellen Übergriffen. Der einzige Unterschied ist, dass die "linken"Medien dies bei Trump gross postulieren und bei Biden möglichst unter den Teppich kehren (siehe gelöschter Tweet der New York Times). Das Gleiche passiert natürlich umgekehrt bei Fox News & Co.
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    • Pukelsheim 15.04.2020 19:20
      Highlight Highlight Es geht aber nicht nur um den Präsidentschaftsposten! Es geht um die Gerichte, allen voran der Supreme Court in dem ein 6:3-Verhältnis droht. Es geht um die Departmente, wie das Bildungsdepartment wo unfähige Leute sitzen. Es geht um das Pariser Klimaabkommen.

      Zu den Anschuldigungen: Es ist eine Person, die diese erhebt. Sie hat diese Geschichte niemandem anvertraut. Bei Trump gibt es Tonaufnahmen und mehrere Zeugen seines Verhaltens – das ist ein Unterschied. Übrigens hat Tara Reade einen spannenden Beitrag zu Russland veröffentlicht... Skepsis ist zumindest angebracht!
      Benutzer Bild
    • Doradal 16.04.2020 11:39
      Highlight Highlight Sie hat die Geschichte mehreren Leuten anvertraut. Was du schreibst ist nicht wahr. Zudem gibt es noch 6 weitere Frauen, die Biden sexual misconduct vorwerfen, die sich nie zu Russland geäussert haben. Es ist einfach traurig zu sehen, wie die ganze weisse, liberale Elite plötzlich nicht mehr hinter MeToo steht.
    • Basti Spiesser 16.04.2020 11:51
      Highlight Highlight @Pukelsheim

      Bei Trump haben wir Tonaufnahmen wie er es sagt.

      Bei Biden gibts Videoaufnahmen, wie er es tut!

      Siehst du den Unterschied?
  • Guido Zeh 15.04.2020 15:39
    Highlight Highlight Joe Biden war schon immer bekannt als ein wenig zu touchy (ein Tööpler)...aber wenn gerade in den Tagen, wo er von Obama eine Unterstützungserklärung bekommt und sich Sanders zurückzieht, einigen plötzlich in den Sinn kommt, dass er ihnen früher zu nahe kam, dann "ein Schelm, wer Böses dabei denkt" (?)...
  • Bruno S.1988 15.04.2020 15:38
    Highlight Highlight Tara Reade ging vor ca. 3 Wochen an die Öffentlichkeit mit der Story über Bidens sexueller Belästigung.
    Es hätte damals eigentlich Breaking News sollen sein! Nun ist es eine kurze Passage im unteren drittel eines Biden Artikels...

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