Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Diese Männer beim Zürcher Helvetiaplatz warteten gestern vergeblich auf Ausschreitungen. bild:: Tele züri

Krawalltouristen sind enttäuscht – so ruhig war der 1. Mai seit Jahren nicht mehr

Der diesjährige Tag der Arbeit verlief in der Schweiz mehrheitlich friedlich. Abgesehen von einem Farbanschlag auf das türkische Konsulat kam es zu keinen grösseren Störungen.



Der diesjährige Tag der Arbeit verlief in der Schweiz mehrheitlich friedlich. Abgesehen von einem Farbanschlag auf das türkische Konsulat kam es zu keinen grösseren Störungen. 

Die grösste Feier fand in Zürich statt. Dort nahmen rund 12'000 Personen am traditionellen Demonstrationszug teil. Die Angst vor Krawallen war im Vorfeld gross: Viele Restaurants blieben geschlossen, einige Geschäfte verbarrikadierten sich.

Am Helvetiaplatz war es so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. Potenzielle Störenfriede veranstalteten einen «Revolutionären Treff», der sich aber als friedliches Konzert entpuppte. Der traditionelle Umzug am Vormittag verlief ohne grosse Zwischenfälle.

1. Mai: Die Linken und Netten auf der Strasse

Gaffer sind enttäuscht

Wie «Tele Züri» berichtet, hatten sich bereits mehrere Dutzend Gaffer auf dem Helvetiaplatz postiert, um die Krawalle zu beobachten. Doch sie erlebten einen ereignislosen, verregneten Nachmittag. 

«Es ist langweilig», stellte ein junger Mann fest, «es läuft nichts». Er habe erwartet, dass «die Polizei am schiessen» sei, sagte ein anderer. «Steine und Flaschen!» Ein älterer Herr erklärte: «Statt ins Kino gehen wir hierhin.» 

Zwei Männer waren extra aus dem Toggenburg angereist, auch sie fanden es langweilig. «Hoffentlich passiert noch etwas», meinten sie. Doch sie wurden enttäuscht, auf dem Helvetiaplatz passierte gar nichts.

Gaffer warteten mit ihren Handykameras im Regen auf die obligaten Ausschreitungen. Die Enttäuschung bei den Krawalltouristen war gross. Video: tele züri

Farbanschlag auf türkisches Konsulat

Im Schutz der Masse kam es erst am Abend zu kleineren Anschlägen mit Petarden und Farbeuteln sowie zu Sprayereien – unter anderem gegen das Rathaus am Limmatquai und eine Filiale der UBS.

Kurz nach 17 Uhr zogen rund 80 zum Teil vermummte Personen am türkischen Konsulat an der Weinbergstrasse vorbei und «beschmierten» das Gebäude und ein Fahrzeug mit Farbe, wie die Stadtpolizei am Abend mitteilte.

Bild

Polizei vor dem türkischen Konsulat in Zürich. bild: leserreporter

Das Polizeiaufgebot vor dem türkischen Konsulat sei sehr gross gewesen, meint ein watson-Leser. Vor Ort sei ein Wasserwerfer postiert worden, sogar ein Helikopter konnte er ausmachen. Ob dieser jedoch zur Stadtpolizei gehörte, ist noch unklar.

Die Polizei nahm im Anschluss mehrere Personen fest, liess die meisten aber wieder frei. Nähere Informationen zu ihnen hat die Polizei für den Dienstag in Aussicht gestellt. (cma/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Denk nach 02.05.2017 10:41
    Highlight Highlight Gegenüber den 6 Leuten auf dem Bild, die angeblich auf Krawalle warteten, standen wahrscheinlich 10 Reporter mit der selben Absicht.

    Den einen Krawall Voyeurismus vorwerfen und denselben gleichzeitig gewerblich betreiben ist irgendwie eine komische Doppelmoral!
  • RacKu 02.05.2017 09:52
    Highlight Highlight 😂 uf em bild sind cöps! ✌️
  • bcZcity 02.05.2017 09:50
    Highlight Highlight "Wie «Tele Züri» berichtet......"

    Das reicht doch schon, dieser Provinz-Sender lebt doch von solchen Oberflächlichkeiten. Da werden sich die Programmverantwortlichen nun nächstes Jahr etwas Neues einfallen lassen müssen wenn die jährliche Sensation von Gewalt und Zerstörung ausfällt!

    Ich finde es gut dass es ruhig ist, auch wenn das Katz- und Mausspiel mit der Polizei sicher lustig war, "Räuber und Poli" für grosse Kinder eben...aber auch auf Kosten der Steuerzahler und der Reputation des 1. Mais in Zürich, wo sich die Wohlstandskids ihrer überschüssigen Energie entledigen durften.
  • manhunt 02.05.2017 09:36
    Highlight Highlight ob diese paar pubertierenden bubis enttäuscht sind, interessiert niemanden. was interessiert ist der umstand, dass die gewalt am 1. mai in zürich drastisch zurückgegangen ist. was anlass zur hoffnung gibt, dass die zeiten der krawalle, zumindest für diesen feiertag, endlich der vergangenheit angehören.
  • AJACIED 02.05.2017 09:28
    Highlight Highlight 😂😂😂😂 war euch so langweilig ja schon 💩 was 🙈😂😂😂. Geht doch in Zoo ihr Möchtegern schlegler!
  • Murky 02.05.2017 09:20
    Highlight Highlight Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

    Ausser die Gaffer und Fotojournalisten. Jänu, dann fotografieren sie sich halt gegenseitig. 😜
  • dorfne 02.05.2017 08:43
    Highlight Highlight Das würden die gut finden: Gewalt und Zerstörung an einem Anlass, der für eine gerechtere Welt eintritt! Aber offenbar möchte jeder als Erster ein Live-Video auf Facebook posten!
    • Wehrli 02.05.2017 11:20
      Highlight Highlight 1. Mai, gerechtere Welt? Gnhihihi ...
    • dorfne 02.05.2017 12:45
      Highlight Highlight @Wehrli. Sind Sie Unternehmer? Wenn Sie Angestellter sind und nicht grad ein CEO, profitieren auch Sie von den gewerkschaftlichen Kämpfen, die frühere Generationen erfolgreich geführt haben!
    • Wehrli 02.05.2017 14:48
      Highlight Highlight
      Ja. Gewerkschaften hatten Ihre Bedeutung um die Ausbeutung auszumerzen, leider schlug das Pendel manchmal zu sehr aus, wie z.B. in Frankreich. Da kann ich einen Mitarbeiter nur mit der Schrottflinte und Totenschein entlassen. Also, stelle ich Neue nur mit schlechtem Temporärvertrag an. (If you cannot fire you will not hire). In der Schweiz haben wir eine gute Balance, und so trägt man dem Mitarbeiter, dem wertvollsten Teil der Firma, auch mehr Sorge.
      Und ja, CEO past.
  • kettcar #lina4weindoch 02.05.2017 06:41
    Highlight Highlight Zürich Tourismus hat hier klar versagt. Wäre ich einer der Betroffenen, die den Weg nach Zürich extra auf sich genommen haben - ein Zugbillet aus dem Toggenburg nach Zürich kostet ja, dank dem linksversifften Staatsbetrieb SBB ein Heidengeld - ich würde Zürich Tourismus verklagen. Sauerei. Sad.
  • ohjaja! 02.05.2017 06:26
    Highlight Highlight Hehehe... die türkische botschaft beschmiert!
    • Wehrli 02.05.2017 14:51
      Highlight Highlight Was? Nach getürkter Wahl die Botschaft kurdisch verschmiert?
  • Mia_san_mia 02.05.2017 06:13
    Highlight Highlight Die Polizei hätte diese Kindsköpfe mal kurz mit dem Wasserwerfer abspritzen sollen, dann hätten sie ihre Action gehabt.
    • Wehrli 02.05.2017 18:21
      Highlight Highlight Weil an der Mauer stehen und Biertrinken sind illegal?
  • Charlie Brown 02.05.2017 06:03
    Highlight Highlight So nennen wir sie Gaffer. Wäre was vor die Smartphone-Linse gekommen, wären es dann "Leser-Reporter" oder "watson-Leser" gewesen, die berichtet hätten...

    Hallo Doppelmoral.
    • Tobias K. 02.05.2017 09:52
      Highlight Highlight Bester Kommentar. Das selbe dachte ich mir auch. Danke dir dafür. :-)
  • Calvin Whatison 02.05.2017 05:54
    Highlight Highlight Krawalltouristen! WTF... Schon nur wenn man's liest! Vollpfostenpack 👎🏻🐵
  • Tschüse Üse 02.05.2017 04:51
    Highlight Highlight Absolute Idioten diese Gaffer!

    Btw. wieso wird da im Text ne Demo als Feier hingestellt?
  • Töfflifahrer 02.05.2017 04:50
    Highlight Highlight Was für Idioten!
  • DerRaucher 02.05.2017 03:00
    Highlight Highlight Vor allem sind doch die Medien enttäuscht. Waren doch bestimmt alle vor Ort und haben darauf gehofft das es irgendwo eskaliert. Jetzt kann man morgen nur über den Farbanschlag berichten, wie traurig.
    • alessandro 02.05.2017 06:35
      Highlight Highlight Erinnert mich ans Tanz dich frei in Bern. Als im Folgejahr der grossen Ausschreitungen nicht wirklich viel Schlimmes geschah, konnten sich alle ab dem fehlenden Abfallkonzept und der Verwahrlosung der Jugend aufgrund des beobachteten Littering-Verhaltens richtiggehend aufregen.
    • El Vals del Obrero 02.05.2017 08:35
      Highlight Highlight Vielleicht ist das das Gute an der "Lügenpresse-Stimmung" heutzutage:

      Normalerweise funktionierte es ja so, dass manche Medien schon einen Monat im voraus darüber berichten, dass es den Anlass gibt und das befürchtet wird, dass es Krawalle gäbe und dass alle Angst davor hätten und die Polizei sich vorbereitet.

      Damit die potentiellen Krawaltouristen ("Aktive" und "Passive") auch davon erfahren und den Anlass als "besuchenswert" beurteilen.

      Vielleicht funktioniert das heute wegen dem "Lügenpresse-Reflex" nicht mehr so gut oder nur noch bei den "Passiven" (etwa dem Toggenburger).

Grosser Polizei-Einsatz in Zürich: Frau und Mann tot in Wohnung aufgefunden

Am Freitag wurden eine Frau und ein Mann tot in einer Wohnung im Zürcher Kreis 9 aufgefunden. Aufgrund der ersten Erkenntnisse geht die Stadtpolizei Zürich davon aus, dass der Mann erst die Frau und anschliessend sich selber getötet hatte.

Die Stadtpolizei wurde kurz nach 9 Uhr zu der Wohnung gerufen. Vor Ort trafen die Polizisten auf zwei leblose, betagte Personen, wie die Staatsanwaltschaft am Nachmittag mitteilte. Die Sanität konnte nur noch den Tod der beiden feststellen.

Die Untersuchungen …

Artikel lesen
Link zum Artikel