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Googles «Quick, Draw!» ist das neue Montagsmaler.



«Die Montagsmaler» war eine Schnellratesendung des deutschen Fernsehens, in der gezeichnete Begriffe erraten werden mussten. Die Sendung war so populär, dass sie über 20 Jahre im TV lief. Seit Ende 2016 kann man Montagsmaler auch direkt im Browser spielen – egal ob auf dem Handy, Tablet oder PC. Der Clou dabei: Bei Googles «Quick, Draw!» versucht eine selbstlernende, künstliche Intelligenz (KI) deine Kritzeleien, pardon, kleinen Kunstwerke, zu erraten. Je häufiger gespielt wird, desto mehr lernt die KI dazu und wird besser.

Die Computerstimme versucht das Gezeichnete in Echtzeit zu erraten, was tatsächlich fast so lustig ist wie bei Mitspielern aus Fleisch und Blut.

So funktioniert's

Für jeden vorgegebenen Begriff hat man 19 Sekunden Zeit. Googles künstliche Intelligenz versucht den gesuchten Begriff laufend zu erraten, also unbedingt den Ton einschalten. Nach sechs Begriffen ist eine Runde vorbei.

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Das Resultat kann man mit Freunden teilen.

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Jonas Jongejan aus Googles Creative-Lab-Team hat das Spiel entwickelt.

So lustig wirds, wenn Nachrichtensprecher «Quick, Draw!» spielen 😂

abspielen

Video: YouTube/Q13 FOX

Was bezweckt Google mit diesem Spiel?

Google sagt: «Jede Kritzelei wird der weltweit grössten Datenbank für Zeichnungen hinzugefügt. Die Datenbank ist öffentlich zugänglich und dient der Forschung im Bereich maschinelles Lernen.» Hier kann man beispielsweise sehen, wie andere eine Wassermelone oder einen Löwen zeichnen

Google geht es also darum, den Algorithmus zu trainieren, der Zeichnungen bzw. Fotos automatisch erkennt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Foto-App von Google, die dich und deine Freunde schon sehr zuverlässig erkennt. Google arbeitet also an einer künstlichen Intelligenz (KI), die immer zuverlässiger erkennen soll, was auf Fotos oder Videos zu sehen ist. Die KI soll beispielsweise das Geschlecht, Alter und sogar die Mimik (Gefühlslage) der Person zuverlässig erkennen. Was für Menschen relativ einfach ist, ist für Maschinen nach wie vor extrem schwierig.

Die Technologie dahinter, im Fachjargon maschinelles Lernen genannt, macht seit einigen Jahren schnelle Fortschritte. Nebst Google arbeiten Universitäten, Start-ups und fast alle grossen Techkonzerne wie Amazon, Microsoft, Apple oder Facebook mit künstlicher Intelligenz.

So funktioniert die künstliche Intelligenz hinter «Quick, Draw!»

«Quick, Draw!» ist ein anschauliches Beispiel für künstliche Intelligenz und dafür, wie maschinelles Lernen in unterhaltsamer Form genutzt werden kann. Dieses Video erklärt, wie das neuronale Netzwerk erkennt, was gezeichnet wurde.

«Seit November 2016 haben Menschen auf der ganzen Welt eine Milliarde Kritzeleien in ‹Quick, Draw!› gezeichnet. Dazu zählen 2,9 Millionen Katzen, 2,9 Millionen Hot Dogs und 2,9 Millionen Zeichnungen von Schneeflocken», sagt Google. Zig Millionen Menschen haben bislang Montagsmaler mit Googles künstlicher Intelligenz gespielt. Die meisten davon zeichnen übrigens automatisch Gesichter, die lächeln.

«Jede dieser Zeichnungen ist ein Unikat. Aber tritt man einen Schritt zurück und sieht sich alle Zeichnungen an, verblassen die Unterschiede – eine Milliarde Zeichnungen können uns auch daran erinnern, wie ähnlich wir uns sind, sagt Google. Nehmen wir zum Beispiel Zeichnungen von Gesichtern. Manche wurden mit Augenbrauen gezeichnet, andere mit Ohren oder Haaren. Aber wenn man sie alle zusammen betrachtet, fällt etwas Interessantes auf: Die meisten Menschen zeichnen Gesichter, die lächeln.»

Google

Hier geht es direkt zum Spiel!

Übrigens: Zum chinesischen Neujahr des Hundes hat Google eine zusätzliche Version von «Quick, Draw!» entwickelt, bei der es ausschliesslich um Begriffe geht, die sich auf Hunde beziehen. Hunde-Feunde gelangen hier zu «Quick, Draw, Woof!»

Dieser Hirschkäfer kann besser zeichnen als du

Video: watson/Emily Engkent

Im Auftrag des Diktators – die «Armee der Schönen» bei Olympia

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