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Bürgerkrieg in Syrien

Lakhdar Brahimi wirft als Syrien-Vermittler das Handtuch

U.N.-Arab League envoy for Syria Lakhdar Brahimi pauses during a news conference at the United Nations European headquarters in Geneva in this January 27, 2014 file photo. International Syria mediator Lakhdar Brahimi will step down from the role on May 31, U.N. Secretary-General Ban Ki-moon said on May 13, 2014. For more than a year, Brahimi has made no secret that he is contemplating stepping down from the post as the United Nations and Arab League joint special representative on Syria. Brahimi is due to brief the U.N. Security Council later on Tuesday.  REUTERS/Denis Balibouse/Files (SWITZERLAND - Tags: POLITICS)

Bild: Reuters

Spekuliert wurde seit langem, jetzt ist es amtlich: Lakhdar Brahimi wirft als Syrien-Vermittler hin, genau wie vor zwei Jahren sein Vorgänger Kofi Annan. Wie es weitergehen soll im Bemühen um eine Friedenslösung, weiss niemand.

Nach knapp zwei Jahren gibt der Syrien-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi auf. Der Algerier tritt zum 31. Mai als Unterhändler für die Vereinten Nationen und die Arabische Liga zurück, wie UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Dienstag in New York sagte.

Er ist nach Bans Vorgänger Kofi Annan der zweite Sondervermittler für das Bürgerkriegsland, der resigniert. Über den Rücktritt des 80-Jährigen war lange spekuliert worden.

Brahimi rief den von Russland und China blockierten Sicherheitsrat erneut zum Handeln auf. «Ich bin sicher, dass die Krise enden wird», sagte er. «Die Frage ist, wie viele Menschen bis dahin noch sterben werden und wie viel Zerstörung es noch geben wird.» Der Bürgerkrieg hat seit März 2011 mindestens 150'000 Menschen das Leben gekostet.

Zu Brahimis wachsender Frustration hatten vor allem zwei Entwicklungen beigetragen: Das syrische Regime versuchte, die Genfer Friedensgesprächen zu verschleppen. Ziel war es offenbar, Zeit für die Anfang Juni anvisierte Wiederwahl von Präsident Baschar al-Assad zu gewinnen. Dies behindert die Bildung einer Übergangsregierung, wie es in den Grundlagen des Friedensprozesses vorgesehen war. 

Hinzu kommt, dass die Oppositionellen, die in Genf verhandelt haben, nach Einschätzung von Beobachtern immer mehr ihren ohnehin bescheidenen Einfluss auf das inzwischen von Islamisten dominierte Kriegsgeschehen verlieren. (rar/sda)



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