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«Wir kommen zurück»

Polizei räumt letztes Protestlager in Hongkong, doch das scheint es noch nicht gewesen zu sein

15.12.2014, 09:3815.12.2014, 10:37
Aufräumaktion in Causeway Bay: Die letzten Spuren der Demonstranten werden beseitigt. 
Aufräumaktion in Causeway Bay: Die letzten Spuren der Demonstranten werden beseitigt. 
Bild: JEROME FAVRE/EPA/KEYSTONE

Die Hongkonger Polizei hat am Montag das letzte Protestlager der Demokratiebewegung geräumt. Mehr als zwei Monate nach Beginn der Proteste harrten nur noch ein Dutzend Demonstranten im Geschäftsviertel Causeway Bay aus.

Die Polizei räumte Barrikaden fort, riss Transparente ab und entfernte Schutzunterstände. «Wir kommen zurück» und «Kämpft bis zum Ende», riefen Demonstranten, als sie festgenommen wurden. Eine Putzkolonne räumte die Überreste des Lagers fort und die Polizei öffnete die umliegenden, seit Wochen gesperrten Strassen wieder für den Verkehr.

Krawalle in Hongkong

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Erneute Krawalle in Hongkong (30.11.2014)
quelle: getty images asiapac / lam yik fei
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Hongkongs Verwaltungschef Leung Chun Ying erklärte nach der Räumung des Lagers die «Episode illegaler Besetzungen» für beendet. Das Lager in Causeway Bay war das kleinste von drei Protestlagern, die Ende September von der Demokratiebewegung in der Innenstadt errichtet worden waren.

Das grösste Lager im Viertel Admirality war bereits am vergangenen Donnerstag geräumt worden, wobei mehr als 200 Demonstranten festgenommen wurden. Die von Studenten angeführte Bewegung forderte freie Wahlen in der chinesischen Sonderverwaltungszone.

Die Zentralregierung in Peking will den Bürgern der früheren britischen Kolonie zwar 2017 erstmals erlauben, den Verwaltungschef zu wählen, zuvor aber selbst die Kandidaten bestimmen.

Nachdem die Bewegung zu Beginn breite Unterstützung erfahren hatte, verlor sie zuletzt deutlich an Rückhalt. Viele Bürger waren verärgert über die Blockade wichtiger Verkehrsstrassen in der Innenstadt. Verhandlungen mit der Hongkonger Führung brachten zudem keine Fortschritte und die Pekinger Zentralregierung zeigte sich nicht zu Kompromissen bereit und verurteilte die Bewegung als «illegal». (sda/afp)

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