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Blerim Dzemaili und seine Nati-Kollegen beim Torjubel gegen Costa Rica: Immer mehr Leute gucken die WM-Spiele via Streaming.
Blerim Dzemaili und seine Nati-Kollegen beim Torjubel gegen Costa Rica: Immer mehr Leute gucken die WM-Spiele via Streaming.
Bild: AP/AP

Streaming-Rekorde dank WM – SRF mit 540'000 Livestream-Starts beim Spiel gegen Costa Rica

Wenn heute um 16 Uhr der Achtelfinal gegen Schweden angepfiffen wird, kann nicht jeder zuhause vor dem Fernsehen oder im Public Viewing sitzen. Die boomende Alternative: Streaming auf dem Smartphone. Die Zahlen zeigen allenorten nach oben.
03.07.2018, 09:2823.08.2018, 16:43

Kopfhörer im Ohr, der Blick konzentriert aufs Smartphone gerichtet, die Gesichtszüge verraten das Geschehen in Fussballstadien, tausende Kilometer entfernt in Russland: Das Streaming von WM-Spielen auf dem Smartphone ist diesen Sommer allgegenwärtig – im ÖV, im Büro, in der Badi. 

40 Prozent mehr Datenvolumen bei Sunrise

Beim Mobilfunkbetreiber Sunrise merkt man die Fussball-WM. Das Unternehmen verzeichnet an Tagen mit sportlichen Grossereignissen wie etwa Finalspielen von Roger Federer oder dem WM-Gruppenspiel der Nati gegen Serbien eine Zunahme des mobilen Datenverkehrs 30 bis 40 Prozent.

«Das liegt insbesondere am TV-Streaming», sagt Sunrise-Sprecher Rolf Ziebold. Auch beim Konkurrenten Salt verzeichnet man ein während WM-Spielen ein «deutliches Anwachsen des Datenvolumens».

SRF: 540'000 Streaming-Starts

Eine wichtige Adresse für Fussballbegeisterte, die WM-Spiele auf ihren Smartphones gucken, ist die Website bzw. die Sport-App von SRF. Sie verzeichnete in den drei Gruppenspielen zwischen 280’000 und 540’000 Livestream-Starts.

Zu früheren WM- oder EM-Endrunden fehlen die Zahlen oder sind aus technischen Gründen nicht vergleichbar. Die Kenngrössen aus TV- und Onlinemessungen sind nicht vergleichbar. Ein Livestream-Start entspricht nicht der durchschnittlichen Anzahl TV-Zuschauern.
Zu früheren WM- oder EM-Endrunden fehlen die Zahlen oder sind aus technischen Gründen nicht vergleichbar. Die Kenngrössen aus TV- und Onlinemessungen sind nicht vergleichbar. Ein Livestream-Start entspricht nicht der durchschnittlichen Anzahl TV-Zuschauern.
bild: watson / lea senn

67 Prozent Zuwachs bei Swisscom Air TV

Das Swisscom-Angebot TV Air verzeichnet während der WM-Zeit einen Anstieg der Zahl der aktiven Kunden von bis zu 67 Prozent. Swisscom TV Air ist die Nutzeroberfläche, mit der man TV über den PC, das Smartphone oder ein Tablet schauen kann.

bild: watson / lea senn

Von 4 auf 20 Millionen Stunden bei Zattoo und sonntägliche Verdoppelung  bei Wilmaa

Beim Web-TV-Anbieter Zattoo verzeichnet man bei dieser WM eine verstärkte Nutzung von Streaming auf Smartphones. Ähnlich tönt es bei Roman Reimann, Geschäftsführer des Konkurrenten Wilmaa: «Wir merken, dass wir signifikant mehr Zugriffe auf die App haben während Spielen der Nationalmannschaft.» Am Sonntag 17. Juni etwa, als die Schweiz gegen Brasilien spielte, waren es mehr als doppelt so viele im Vergleich zu einem normalen Sonntag ohne Fussball.

Bei Zattoo hat man die Bilanz über die aktuell laufende WM noch nicht gemacht. Der Anstieg der Nutzungsdauer in der Schweiz zwischen der Euro 2008 und der EM vor zwei Jahren in Frankreich von 4,3 auf 20,1 Millionen dürfte sich aber fortsetzen. In dieser Zeitspanne ist zur Web-App der Zugriff via Mobile-App und internetfähigen Fernsehgeräten (Big Screen) hinzugekommen.

Bei allen angefragten Unternehmen erklärt man sich die Zunahme von Streaming unter anderem mit der Zunahme von Flat Rate-Abos. Telekom-Experte Ralf Beyeler vom  Vergleichsdienst Moneyland relativiert. «Fussballspiele werden insbesondere dann übers Smartphone gestreamt, wenn es sich gerade nicht anders einrichten lässt.» Etwa, weil man zur entsprechenden Zeit gerade im öffentlichen Verkehr unterwegs sei.

Streaming finde selektiv statt – weil viele Leute auf den Datenverbrauch achteten: «Der Anteil von Leuten mit Flate Rate-Datenabos wird überschätzt.» Eine deutliche Mehrheit der Smartphonebesitzer in der Schweiz besitzt laut Beyeler kein solches Abo.

Deshalb nutzen viele auch WLAN, um die Matches auf dem Smartphone zu schauen: «Etwa am Arbeitsplatz». Gerade bei Spielen während der Arbeitszeit sei Streaming per Smartphone eine Möglichkeit, «den Chef nicht merken zu lassen, dass man Fussball schaut», sagt Beyeler mit einem Lachen. Vielleicht ist diese Heimlichtuerei gar nicht nötig. Bei Salt heisst es, man merke anhand der Daten dass die stete Nutzung des Mobiltelefons am Arbeitsplatz in den letzten Jahren «vielerorts deutlich salonfähiger» geworden sei.

Das sagen die Nati-Spieler über Schweden

Video: srf/SDA SRF

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