Wintersport
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Jia Zongyang, of China, jumps during the men's aerial final at Phoenix Snow Park at the 2018 Winter Olympics in Pyeongchang, South Korea, Sunday, Feb. 18, 2018. (AP Photo/Gregory Bull)

Erfolgreicher Ski-nese: Jia Zongyang gewinnt in Pyeongchang Aerials-Silber. Bild: AP

So sieht's in Pekings Bergen aus, wo 2022 um Medaillen gefahren wird

«Peking? Aber da hat's ja gar keine Berge!» Die Schweizer Standard-Reaktion, wenn festgestellt wird, wo die nächsten Olympischen Winterspiele ausgetragen werden. Ski gefahren wird weit weg von Chinas Hauptstadt.



Spiele der kurzen Wege werden die Olympischen Spiele 2022 in Peking ganz sicher nicht werden. Nebst der chinesischen Hauptstadt, wo primär Eis-Sportarten ausgetragen werden, gibt es zwei weitere Gebiete für die Schnee-Sportarten: Yanqing liegt 90 Kilometer nördlich von Peking, Zhanjiakou ist sogar 240 Kilometer entfernt. Das ist so, als würden Winterspiele in Zürich ausgetragen – und alle Skirennen wären in Zermatt.

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Die Ausrichter stellen ihre Austragungsstätten vor. Video: YouTube/Beijing 2022

Wie sieht's da aus?

Yanqing

Unweit der chinesischen Mauer finden hier die Skirennen und die Eiskanal-Bewerbe statt: Bob, Rodeln und Skeleton. Weil die Berge zu wenig hoch sind, wird angeblich darüber diskutiert, die Abfahrt in zwei Läufen als Sprint-Abfahrt auszutragen. Noch wird fleissig gebaut, Olympiasieger Bernhard Russi kreiert einmal mehr die Pisten. Im Februar 2020 sollen erste Weltcuprennen stattfinden, um Hänge und Infrastruktur zu testen.

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Im Zentrum bei den Wolken ist der Xiaohaituo Mountain, wo die Skirennen stattfinden. bild: beijing2022

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Und so sieht das Ganze im Winter aus. Ohne Kunstschnee gäb's kein Skigebiet. bild: beijing2022

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Mit Startnummern, wie bei den Grossen. bild: beijing2022

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Kinder rangeln am Fusse der Piste. bild: beijing2022

Zhangjiakou

Hier finden Langlauf, Biathlon und Skispringen statt und auch alle Snowboard- und Freestyle-Events. Einzige Ausnahme: Der Big-Air-Bewerb der Snowboarder soll mitten in Peking ausgetragen werden. In der Provinz Zhangjiakou – noch etwas genauer: in Chongli – existiert schon jetzt ein Skigebiet.

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Peking

Einige Sportstätten der Sommerspiele 2008 werden wieder verwendet. So wird das charakteristische Schwimmstadion zu einer Curling-Halle umgebaut, Hallen für die Eishockey-Spiele existieren bereits und die Eröffnungs- und Schlussfeier finden im berühmten Vogelnest statt.

In this aerial photo reviewed by the Chinese military, the National Aquatics Center, known as the Water Cube, foreground, and the National Stadium, also known as the Bird's Nest, are seen at the Olympic Green in Beijing Saturday Aug. 2, 2008. The Bird's Nest will host the opening ceremony and athletics competition at the Beijing Olympic Games, which open Aug. 8. The Water Cube will host swimming competition.  (AP Photo/Greg Baker)

Im Vordergrund das Schwimmstadion, welches zur Curling-Heimat wird, hinten das Vogelnest. Bild: AP

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • El Vals del Obrero 27.02.2018 06:59
    Highlight Highlight Könnte man nicht einfach auf jedem Kontinent *einen* Standort bauen, der immer wieder verwendet wird?

    Dass es immer woanders sein muss, stammt ja noch aus Zeiten, in welchen Reisen viel länger dauerten und es noch keine Fernsehübertragungen gab und gleichzeitig die Ansprüche an die Anlagen viel geringer waren.
  • Staedy 27.02.2018 06:51
    Highlight Highlight Irgendwann, und der Tag ist nicht mehr so fern, werden die IOC Mitglieder auch Argumente finden, die Winterspiele nach Katar zu vergeben.
  • hävi der spinat 26.02.2018 23:45
    Highlight Highlight In der Schweiz dann doch lieber nicht...
  • manuel0263 26.02.2018 22:30
    Highlight Highlight Ich bin jedenfalls gespannt, wieviele unbekannte chinesische Sportler wie 2008 wieder ganz viele Medaillen gewinnen werden;-)
    Bei Weltmeisterschaften und Olympiaden von (möglichst reichen) Diktaturen fühlt man sich schon lange an Berlin 1936 erinnert...der Sport wird von der politischen Propaganda missbraucht.
  • mob barley 26.02.2018 21:23
    Highlight Highlight Das ist ja als wären die Spiele im Wallis und die Bobwettbewerbe würden in St. Moritz ausgetragen!
  • Echo der Zeit 26.02.2018 19:58
    Highlight Highlight Jo, und das Wasser, das für denn Kunstschnee, wird noch zu Reden geben - sie haben da ja jede menge dafür Hüstel...
  • savon99 26.02.2018 19:53
    Highlight Highlight Die Distanzen zu Peking sind doch nicht das Problem. Mit dem Highspeed Zug ist das doch in 2 Stunden oder schneller zu schaffen.
    Auch wird es genügend Zuschauer haben. Im Gegensatz zu Korea in diesem Jahr, werden die Zuschauer einfach per Parteibuch an den Pistenrand befohlen.
    Das Problem ist doch das fehlende Wintersportgefühl. Eine Olympiade im chinesischen Schwarzwald ohne Naturschnee ist doch einfach öde.
  • studmed 26.02.2018 18:49
    Highlight Highlight “Erfolgreicher Ski-nese: Jia Zongyang gewinnt in Pyeongchang Aerials-Silber.“

    Bei dieser kreativen Wortkombination zuckte ich kurz zusammen und fragte mich, ob ich da aus Versehen beim Blick gelandet bin. Glücklicherweise nicht, aber die Stilnoten für diese Landung sind eher durchschnittlich ;).
  • w'ever 26.02.2018 18:11
    Highlight Highlight schade anzusehen, was der russi mal wieder in einen intakten wald zuschneidet
  • Walter Sahli 26.02.2018 18:09
    Highlight Highlight Peking? Gute Idee! Und das übernächste Mal ist dann hoffentlich Dubai dran...oder die Malediven!
  • detsch 26.02.2018 17:48
    Highlight Highlight Olympische Spiele auf Kunstschnee sollte man boykottieren!! Wie das IOC Winterspiele in eine Region ohne Schnee vergeben kann ist mir unbegreiflich...
    • Ketchum 26.02.2018 22:53
      Highlight Highlight Ja, und wo die Berge nicht hoch genug sind für eine Abfahrt. Das ist ja wie eine Fussball-WM in der Wüste
    • !ch der €go 26.02.2018 23:19
      Highlight Highlight Ist dir unbegreiflich? Mir nicht. Korruption!
    • livloan 27.02.2018 01:50
      Highlight Highlight genau denn in korea oder jedem anderen weltcuprennen fahren sie immer auf naturschnee...
  • UrsK 26.02.2018 17:23
    Highlight Highlight Man sollte wissen, dass Yanqing wie auch anderes Umland auch verwaltungstechnisch zu Beijing gehört (regierungsunmittelbare Stadt Beijing). Deshalb wird auch die Distanz zum in der Nachbarsprovinz Hebei gelegenen Zhangjiakou in Wikipedia z.B. mit ca.100 Km angegeben. Einfach zum Verständnis, wie die Chinesen die Distanzen bei ihren Winterspielen verstehen ;-)
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 26.02.2018 16:42
    Highlight Highlight Gegenüber Olympia in der Schweize habe ich auch schon auf watson meine Skepsis zum ausdruck gebracht.
    Eines der in meine Augen besten Argumenten für Olympia in der Schweiz ist aber schon Spiele an einem Ort mit Wintersporttradition und nicht alles neu Aufgebaut zur belustigung des lokalen Autokraten.
  • Snake Plissken 26.02.2018 16:35
    Highlight Highlight Lasst die Koreaner, Puritaner, Chinesen, Pekinesen und sonstwen diese Megaevents mit anschließender Bauruinenlandschaft veranstalten. Hauptsache nicht in der Schweiz mit meinem Steuergeld.
    • Silent_Revolution 26.02.2018 20:37
      Highlight Highlight Gerade in der Schweiz wäre es nur richtig wenn man sich grundsätzlich gegen solche Events ausspricht, egal wo sie stattfinden. Zumindest solange das IOC ihren Hauptsitz in der Schweiz hat und sie somit trotz Vereinsschlupfloch direkt davon profitiert wenn am anderen Ende der Welt Bauruinenlandschaften hinterlassen werden.
    • zettie94 27.02.2018 00:13
      Highlight Highlight Na dann führen wir doch in der Schweiz einen Event auf bestehenden Sportanlagen ohne Bauruinen durch!
    • Ketchum 27.02.2018 08:11
      Highlight Highlight Die Schweiz bräuchte für Olympia eine zweite Bobbahn, was eh nicht verkehrt wäre & eine Halle für die Eisschnellläufer, alles andere ist vorhanden. So eine Halle wäre sicher auch zu nutzen, ev. zum Teil freizeitsportlich. Es gibt bestimmt andere Gründe, die gegen Olympische Spiele sprechen. Die Infrastruktur gehört nicht dazu

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