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epa08586011 People enjoy a warm day at La Concha beach in San Sebastian, Basque Country, northern Spain, 05 August 2020. Many beaches in Spain are monitoring their capacity to avoid big crowds and new spikes amid the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/Javier Etxezarreta

Der Strand von Donostia (San Sebastian) war am Mittwoch gut besucht. Wer von hier in die Schweiz zurück will, der muss sich ab Samstag zehn Tage abschotten. Bild: keystone

Schweizer Touristen bleiben in Spanien und buchen sogar neue Reisen

Ab Samstag 0:00 Uhr müssen Rückkehrer vom spanischen Festland sich für zehn Tage isolieren. Der Ansturm auf Rückreisen blieb trotzdem bisher aus.

Pascal Ritter / ch media



Es hatte sich abgezeichnet, dass die Schweiz Spanien auf die Liste der Reiseziele setzt, für die bei der Rückkehr eine Quarantänepflicht gilt. Darum hat das Busunternehmen Domo Reisen extra einen zusätzlichen Bus für spontane Rückkehrer bereitgestellt.

Am Mittwoch kam dann der Moment. Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit erklärte, Spanien mit Ausnahme der kanarischen und der balearischen Inseln komme auf die Quarantäneliste.

Touristen buchen sogar neue Reisen nach Spanien

Die Massnahme trat nicht per sofort in Kraft, sondern gilt ab Samstagmorgen um 0:00 Uhr. In den sozialen Medien erntete diese Verzögerung Kritik. Es wurde vor Schlaumeiern gewarnt, die nun extra vor Samstag zurückfahren, um die Quarantäne «zu umgehen». Doch es kam anders.

>>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Das Busunternehmen Domo Reisen wird den zusätzlichen Bus nämlich nicht brauchen. Patrick Angehrn, Leiter Geschäftsentwicklung bei Domo sagt: «Unsere Kunden reagierten erstaunlich gelassen. Wir rechneten damit, dass die Nachfrage nach Rückreisen stark steigt wegen des Beschlusses, dass Spanienreisende nach der Rückkehr in Quarantäne müssen. Doch bisher gibt es nur einzelne Reisende, die früher zurückkehren möchten.»

Auch die meisten Kunden, die nicht nur eine Busfahrt sondern ein Ferienpaket über Domo gebucht haben, bleiben an ihren Ferienorten, zum Beispiel an der Costa Brava. «Es gab einzelne Stornierungen, aber die meisten bleiben in Spanien, obwohl sie nach der Rückkehr in Quarantäne müssen», sagt Angehrn.

Bild

Ein Bus reicht aus für die einzelnen Spanien-Rückkehrer: Chauffeur und Mitarbeiterin von Domo Reisen mit Mundschutz. bild: domo

Die Quarantänepflicht lässt auch Touristen unbeeindruckt, die vor der Bekanntgabe der Massnahme gar noch nicht gebucht hatten. So gingen bei Domo nicht nur weniger Umbuchungen oder Stornierungen ein, als erwartet. Manche Touristen buchten auch nach Bekanntgabe der Quarantänepflicht noch Spanienreisen. Patrick Angehrn von Domo Reisen sagt:

«Die Quarantänepflicht schreckt nicht alle ab.»

Auch bei anderen Reiseunternehmen gibt es momentan keinen Ansturm auf verfrühte Rückreisen. Hotelplan kontaktiert zur Zeit die betroffenen Kunden und fragt, ob sie früher zurück wollen. Hotelplan-Sprecherin Bianca Gähwiler sagt:

«Die allermeisten Kunden, die wir bisher erreichten, wollen bleiben.»

Zu den Reisenden, die trotz Quarantänepflicht bleiben wollen, gehören zum Beispiel Rentner und Personen, die gut von zu Hause aus arbeiten können.Wenn Kunden früher nach Hause wollen, müssen sie das selber bezahlen, heisst es bei Hotelplan. Geplante Reisen, die nach Samstag beginnen, können allerdings kostenlos storniert oder umgebucht werden. Gleiches gilt für Kuoni, wie eine Sprecherin schreibt.

Swiss musste noch nicht reagieren, beobachtet aber die Lage

Auch die Fluggesellschaft Swiss musste bisher noch nicht mit zusätzlichen Flügen auf eine frühere Rückkehr von Schweizer Touristen aus Spanien reagieren. Eine Sprecherin schreibt auf Anfrage in einer Email: «Wir werden die Entwicklung des Buchungsverhaltens der Passagiere in den nächsten Tagen genau beobachten und gegebenenfalls Anpassungen an unserem Flugprogramm vornehmen.»

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«Ich habe Respekt davor»: Deshalb fliegen diese Passagiere trotz Corona in die Ferien

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Reli 07.08.2020 13:16
    Highlight Highlight Müssen Bus-Chauffeure nach der Rückkehr nicht in Quarantäne?
  • Sarkasmusdetektor 07.08.2020 09:44
    Highlight Highlight Ich denke, für viele sind 10 Tage Quarantäne einfach nicht so ein Problem - Büroarbeiter oder Pensionierte können locker 10 Tage zu Hause bleiben ohne sich Sorgen um den Job machen zu müssen und das sind insgesamt wohl nicht wenige. Oder die Leute wissen einfach, wie lasch die Quarantäne in der Schweiz überwacht wird, und spekulieren darauf, dass es sowieso niemand merkt, wer weiss...
  • yrk 07.08.2020 08:44
    Highlight Highlight Ich verstehe einfach nicht warum man in diesen Zeiten überhaupt Ferien im Ausland machen muss? Ist es zuviel verlangt einfach mal die Füsse still zu halten?
  • darkz0ne 07.08.2020 08:00
    Highlight Highlight Der Virus ist auch bei uns, auch wir sitzen ohne Angst in einem Kaffee und gehen sorgenlos einkaufen. Der Virus sitzt auch bei uns im Inland in den Kantonen aber wir müssen mit dem Finger auf andere Länder zeigen, als ob wir eine Haube auf unserem Staat tragen und keine Corona Probleme haben. Da der Lockdown vorbei ist und ich mit dem Zug arbeiten gehen muss, habe ich selbst in der Schweiz Angst mich vom Virus anzustecken. Für dieses Szenario muss ich die Schweiz ja nicht mal verlassen damit ich mit der Angst Leben muss mich hier anzustecken. Denkt doch mal drüber nach endlich.
    • ursus3000 07.08.2020 10:23
      Highlight Highlight Für Angststörungen ist der Arzt zuständig , wieso soll ich darüber nachdenken ?
  • HeforShe 07.08.2020 07:25
    Highlight Highlight Soweit ich verstanden habe, erhalten diejenigen Reisende, die bevor Spanien auf die Liste kam bzw. es noch nicht absehbar war (wobei das eine Grauzone ist) sich auf den Weg begeben haben, entweder Lohnfortzahlung oder Erwerbsersatz.

    Sind die Ausbrüche noch lokal und man befindet sich in einem „sicheren“ Gebiet und erscheint eine Grenzschliessung unwahrscheinlich, hat der Reisende doch keinen Grund zur vorzeitigen Rückreise - es ändert nichts an der Quarantänepflicht, kostet aber Geld und Ferienzeit.
  • Inspektor 07.08.2020 06:22
    Highlight Highlight Der Lohn wird ja weiterhin bezahlt wenn diese in Quarantäne müssen..
    Also nur wenn sie schon in Spanien waren bevor sie auf die Liste kamen...
    Würde ich jetzt auch nicht pressiere 🙄
  • Tschowanni 07.08.2020 05:17
    Highlight Highlight Mir war bisher unbekannt dass Domi Reisen für Schweizer Touristen repräsentativ ist. Was man hier so alles lernen kann?
  • balabala 06.08.2020 23:54
    Highlight Highlight Viele Schweizer die auf dem spanischen Festland Ferien machen sind eh mit dem Auto unterwegs. Und ob sich die nach der Heimreise in Quarantäne begeben oder eher nicht kann sich jeder selber ausmalen... Kontrollieren kann man das sowieso nicht.
  • De-Saint-Ex 06.08.2020 23:47
    Highlight Highlight Natürlich bleibt der „Ansturm“ aus... man weiss ja nicht, ob der Entscheid des Bundes von 14 Uhr um 15 Uhr des gleichen Tages noch gilt!
  • Marco Rohr 06.08.2020 23:18
    Highlight Highlight Domo Reisen ... Hotelplan ... alles schön und gut.

    Aber wo sind die Statistiken von booking.com und swiss.com? Da spielt die Musik.
  • drjayvargas 06.08.2020 23:17
    Highlight Highlight Wenn Homeoffice möglich ist, einfach Laptop mitnehmen und aussitzen 😜
    • plaga versus 07.08.2020 06:21
      Highlight Highlight In Spanien aussitzen geht nicht, du musst ja trotzdem nach der Rückkehr in Quarantäne.
      Aber ja, nehmt doch das Notebook mit in die Ferien, ich finds gut 😉
    • Sarkasmusdetektor 07.08.2020 09:41
      Highlight Highlight Natürlich geht Aussitzen. Aber es dauert halt nicht 10 Tage, sondern so lang, bis die Quarantänepflicht abgeschafft wird. Aber wenn man die Zeit hat...
  • murrayB 06.08.2020 23:14
    Highlight Highlight Wieso panik und zurückkehren? Wenn das Land auf die Risikoliste gesetzt ist und dann bereits unten ist, anschliessend zurückkehrt, heißt es halt vom Staat gewollt 10 Tage Homeoffice oder 10 Tage min. 80% Lohn und chillen Zuhause... Wo ist das Problem?
  • andrew1 06.08.2020 23:10
    Highlight Highlight Klar wollen die nicht früher zurück. Nach meinem wissen ist die quarantänepflicht nicht als vorhersehbar zu werten. Ergo zahlt der arbeitgeber die zusatzferien.
  • MartinZH 06.08.2020 21:56
    Highlight Highlight Ich weiss jetzt nicht, wie repräsentativ das Unternehmen "Domo Reisen" für die gesamte Schweiz, mit sämtlichen Spanien-Urlaubs-Reisenden, insgesamt so ist... Ein bisschen absurd, oder? 🤔😂

    Nur so ein Tipp: Eventuell sollte man noch die Leute in den Privat-Autos, die zahlreichen Zug-Reisenden sowie die Passagiere der vielen Flieger berücksichtigen... 😉👍
    • Mikka 07.08.2020 03:09
      Highlight Highlight Genau. Ein etwas unglücklicher Beitrag. Da das BAG und andere Behörden sowieso Unfähigkeit in Datenerfassung und -weiterreichung haben, wird dies Herr und Frau Schweizer und erst recht Aufenthaltsbewilligunger nicht davon abhalten die Ferien zu geniessen. Im September/Oktober wird sich eh zeigen, ob es für die Länder klug war, die Grenzen zu öffnen?
  • Shaun 06.08.2020 21:37
    Highlight Highlight Wieso erstaunt mich das nicht?! Weil wenn die Schweizer einmal keine Ferien machen dürften, sie sich schon in ihrer Grundrechten beschnitten fühlen! Unabhängig von der momentanen Situation!? Ich, ich, ich ... muss, will, mir egal ... ! Wird mir schon nichts passieren!?
  • Philli 06.08.2020 21:29
    Highlight Highlight Das zeigt klar auf, wie die Schweizer ticken zur Zeit. Der Virus ist vergessen, ab in den Urlaub da passiert schon nichts.. aber danach motzen wenn die Kurzarbeit fertig ist und aufgrund anhaltender Krise die Jobs verloren gehen. Denkt dran: es gibt Menschen die sind abhängig davon dass eben keine zweite Welle kommt
    • ostpol76 07.08.2020 00:34
      Highlight Highlight Ich sehe das Problem nicht. Wenn die Leute nach dem Urlaub brav in Karantäne gehen ist ja alles im grünen Bereich.
    • Pisti 07.08.2020 07:07
      Highlight Highlight Und du glaubst das Virus verschwindet irgendwann von alleine?
      Die Krise haben wir nur wegen den Massnahmen und nicht wegen dem grippeähnlichen Virus.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 06.08.2020 21:00
    Highlight Highlight Muss Domo Reisen die Adressen der Rückkehrer dem BAG melden ?
  • Locutus70 06.08.2020 20:54
    Highlight Highlight Ich nehme mal an, das ein Großteil damit gerechnet hat und vorbereitet ist.
    Wir fliegen am 17.8. nach Teneriffa (die Lage dort bgzl. dem Virus ist sehr entspannt) - sollte die Schweiz auch in Kanaren in dieser Zeit auf die Liste nehmen, dann bleiben wir eben mit Ende Jahr auf Teneriffa :)
    • Coffeetime ☕ 06.08.2020 23:29
      Highlight Highlight Nicht jeder hat einen 2. Wohnsitz uf den Balearen oder so viel Freizeitt/Geld/Musse/Liebe Menschen, die sich um das Heim in der CH kümmern... um so lange im Ausland bleiben zu können. Schön für dich, wenn du es hast aber schliesse nicht von dir auf die anderen.
  • iudex 06.08.2020 20:53
    Highlight Highlight Und was sagen die relevanten Player wie booking.com dazu?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 07.08.2020 01:09
      Highlight Highlight Booking.com dazu: "Wir entlassen aufgrund der angespannten Situation ein paar Leute. Wahrscheinlich vorwiegend spanisch Sprechende."
    • Mia_san_mia 07.08.2020 06:09
      Highlight Highlight Domo Reisen ist der relevante Player 😜
  • San_Fernando 06.08.2020 20:43
    Highlight Highlight Wieso soll die Quarantänepflicht etwas ändern? Dass Spanien auf die Risikoliste kommt ist ja nicht wirklich überraschend. Die Fallzahlen steigen ja nicht erst seit ein paar Tagen...
    • Ana64 06.08.2020 21:36
      Highlight Highlight Tja und Eidgenossen sind gut durch den Staat versorgt und machen sich keine Sorgen um ihren Jobs wenn sie nicht zur Arbeit erschein.
    • Coffeetime ☕ 06.08.2020 23:31
      Highlight Highlight @Ana... bei uns heisst es, wenn wir selbstverschuldet in Quarantäne müssen, gibt es entweder mit Ferien kompensieren oder Lohnkürzungen...
    • Locutus70 07.08.2020 00:09
      Highlight Highlight @Ana64 - Es gibt Langzeiturlauber, Rentner, Leute mit zweitem Wohnsitz in Spanien - die alle haben sich kein Problem mit den 10 Tagen Quarantäne.
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