Terrorismus
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das friedliche Geschlecht: Warum Amokläufer selten weiblich sind

Frauen laufen seltener Amok als Männer. Und dies nicht nur wegen der Erziehung. Eine wichtige Rolle spielen Hormone und Vorbilder.

Noemi Lea Landolt / Nordwestschweiz



Image

Mädchen werden zu sozialen, empathischen Menschen erzogen. Gewalt passt nicht ins Rollenbild.
Bild: Keystone

Schon wieder ein Attentat. Schon wieder ein Massaker. Schon wieder ein Amoklauf. Und schon wieder ein Mann, der tötet. Kann das ein Zufall sein?

Weltweit sind Amokläufe selten. Nur sehr wenig Männer und Frauen werden in ihrem Leben zu Amoktätern. Das Gefühl, dass es nie Frauen und immer Männer sind, ist trotzdem nicht ganz falsch. Weniger als zehn Prozent aller Amokläufe an Schulen werden von einer Täterin begangen. Für den Gerichtspsychiater und Amok-Experten Thomas Knecht ist klar: «Der Amoklauf ist ein männliches Phänomen.»

«Der Gipfel der Amokläufe und der Gipfel des Testosteron-Spiegels fallen zusammen.»

Es gibt nicht den einen Grund, weshalb viel mehr Männer in scheinbar ausweglosen Situationen zur Waffe greifen, andere Menschen und meistens auch sich selber töten. Wissenschaftler untersuchten die Biografien von Amokläufern und fanden Gemeinsamkeiten: Es sind oft Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl. Sie fühlen sich oft als Mobbing-Opfer und von der Gesellschaft weder anerkannt noch ernst genommen. Solche Krisensituationen kennen Frauen und Männer. Aber sie gehen unterschiedlich damit um.

Umfrage

Sind Frauen das friedlichere Geschlecht?

1,009 Votes zu: Sind Frauen das friedlichere Geschlecht?

  • 63%Ja
  • 36%Nein

Frauen internalisieren Konflikte. Das heisst, sie tragen ihre Probleme eher mit sich selbst aus, anstatt anderen Menschen gegenüber gewalttätig zu werden: «Es gibt Frauen, die kompensieren ihre Probleme mit einer Ess- oder Angststörung», sagt Rebecca Bondü. Sie ist Psychologin an der Universität Potsdam und forscht zum Thema Amok.

Das Testosteron ist mitschuldig

Männer hingegen tragen ihre Probleme nach aussen. Aggression und Gewalt werden zum Ventil für negative Erfahrungen: «Mit dem Amoklauf verschaffen sie ihrer Wut auf die Welt einen fulminanten Abschluss», sagt Thomas Knecht. Das zeigt sich nicht nur bei Amokläufen, sondern auch in den Kriminalstatistiken, wo Männer als Gewalttäter Jahr für Jahr deutlich übervertreten sind.

Grund für das unterschiedliche Verhalten von Mann und Frau ist ein Zusammenspiel von biologischen und gesellschaftlichen Faktoren. «Was als Anlage bereits bei der Geburt vorhanden ist, wird durch die Umwelt verstärkt», sagt Thomas Knecht. Zum Mann gehört zum Beispiel sein Sexualhormon; das Testosteron. Es lässt Barthaare spriessen, Muskeln wachsen, Spermien reifen und hat einen Zusammenhang mit Amokläufen: «Der Gipfel der Amokläufe und der Gipfel des Testosteron-Spiegels fallen zusammen», sagt Thomas Knecht. Die meisten Amokläufe von Männern werden in jenem Alter begangen, in dem ihr Testosteron-Spiegel am höchsten ist.

«Mit dem Amoklauf verschaffen sie ihrer Wut auf die Welt einen fulminanten Abschluss»

Testosteron bedeutet Kraft; Kraft ermöglicht Gewalt. Da erstaunt es nicht, dass sich auch Wissenschaftler für die Zusammenhänge zwischen dem männlichen Sexualhormon und Aggressionen interessieren. Es gab verschiedene Studien zum Thema. Unter anderem auch mit Frauen, die wegen eines Gewaltdeliktes im Gefängnis sitzen. «Die Mehrheit von ihnen hat einen für Frauen erhöhten Testosteron-Spiegel», sagt Thomas Knecht.

Das Testosteron alleine macht aber aus einem Menschen noch keinen Amokläufer, Mörder oder Gewalttäter. Wäre das der Fall, wäre die Hälfte der Gesellschaft prädestiniert, als Amokläufer zu enden, und es gäbe keine gewalttätigen Frauen, weil sie nie so hohe Testosteron-Werte haben wie Männer.

Es sind deshalb auch gesellschaftliche Faktoren und immer noch gängige, uralte Geschlechter-Stereotypen, mit deren Hilfe Experten erklären, weshalb es praktisch keine Amokläuferinnen gibt: «Der Amok war schon immer eine physische Machtdemonstration», sagt Thomas Knecht. «Das liegt dem Mann.» Er ist meist grösser, stärker und der Frau überlegen. Der Kampf um die eigene Machtposition spielt in seinem Leben zudem eine zentralere Rolle als im Leben einer Frau. Schon früh messen sich Jungs in kompetitiven Sportarten, kämpfen auf dem Pausenplatz und lernen, dass man keine Schwäche zeigt. Nur Weicheier weinen. Der Stärkere gewinnt.

Weibliche Vorbilder fehlen

Mädchen hingegen werden zu empathischen, sozialen Wesen erzogen, die sich liebevoll zuerst um Puppen und später um Kinder kümmern sollen. Da hat Gewalt keinen Platz. «Mädchen lernen, Probleme anzusprechen», so Thomas Knecht. «Sie holen sich auch eher professionelle Hilfe, wenn es ihnen schlecht geht, bevor sie gewalttätig werden.» Es sei auch so, dass sich Frauen nach einer Gewalttat eher schämen: «Gewalt auszuüben entspricht nicht dem erstrebenswerten Ziel einer Frau.» Anders als beim Mann existieren auch weniger weibliche Vorbilder. «Die meisten gewaltbereiten Superhelden sind männlich», sagt Thomas Knecht. Deshalb falle es Mädchen schwerer, sich mit ihnen zu identifizieren.

Die Wichtigkeit von Vorbildern ist auch im Zusammenhang mit Amokläufen nicht zu unterschätzen: Nach einem Amoklauf gibt es unzählige Berichte über die Tat – und den Täter. Was war es für ein Mensch? Weshalb hat er es gemacht? Wie hat er es gemacht? Es sind diese Geschichten, mit denen sich Nachahmungstäter teilweise intensiv und über längere Zeit beschäftigen und die sie für die eigene Tat inspirieren können. Laut Rebecca Bondü sind sie möglicherweise ein weiterer Grund für die wenigen Amokläuferinnen: «Bis jetzt gab es viel mehr Täter. Jungen und Männer können sich viel stärker mit ihnen identifizieren.» (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Natürlich 28.07.2016 07:37
    Highlight Highlight Also in diesem Fall ist es völlig okay zu sagen, Männer seien gewalttätiger.
    Wenn man aber von Terrorismus in Europa spricht, dann darf man nicht sagen das dies vor allem ein Problem ist, dass von Muslimen ausgeht?
    Dann ist man ja anscheinend ein Rassist.
    • Louie König 28.07.2016 16:47
      Highlight Highlight Nicht anscheinend, dann ist man ein Rassist. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass die Aussage "Männer sind gewaltätiger, als Frauen" wissenschaftlich bewiesen ist und auch, wie im Text geschrieben, biologisch bedingt ist. Das trifft auf deine Aussage mit den Muslimen nicht zu.
      So und ez husch, husch, zurück in dein braunes Loch, du widerst mich an.
    • Louie König 29.07.2016 07:52
      Highlight Highlight @ZH27: jaja, labber du nur. Und schön, konntest du selbstgerecht, jemanden als selbstgerecht bezeichnen, kriegst einen Keks dafür. Ich habe mehr als genug argumentiert, muss nicht bei jedem braunen Schandfleck wiederholt werden. Wer solche Aussagen macht, wie Natürlich, der ist sowieso faktenresistent. Das wirst du auch noch lernen.
    • rodolofo 29.07.2016 08:30
      Highlight Highlight Heutzutage mag das sehr grob vereinfacht sogar zutreffen. Das war aber auch schon ganz anders:
      Ich erinnere an die beiden Weltkriege und an die unzähligen Territorial- und Religionskriege in Europa im Mittelalter bis in die Neuzeit.
      Der Zusammenhang mit dem vorherrschenden Patriarchat und mit der Unterordnung der Frauen unter eine Männerherrschaft ist aber sehr offensichtlich! Hier bei uns im "Westen" sehe ich erstmals in unserer Geschichte die Möglichkeit, mit der Emanzipation (Frauen und Männer) den Frieden zu gewinnen!
  • Dysto 28.07.2016 00:16
    Highlight Highlight Zur Frage "Sind Frauen das friedlichere Geschlecht?" stimmte ich nein. "Friedlicher" oder "friedliebender" sind Frauen nicht unbedingt, vielleicht weniger gewalttätig und offensichtlich, aber was passiv-aggressives Streiten, Rumzicken und Jammern angeht, da mischen Frauen auch ganz gut mit. Das ist dann ohne Gewalt, aber dennoch nicht friedlich.
  • stadtzuercher 27.07.2016 17:40
    Highlight Highlight Weshalb zwingen wir eigentlich die Männer an die Waffen und die Frauen nicht?
    Möglicherweise bedient sich die Gesellschaft gerne der Vorteile seitens Männer. Dann wären halt auch die Nachteile in Kauf zu nehmen...
    • Nurdu 28.07.2016 01:02
      Highlight Highlight Mit den Nachteilen leben heisst, dass man keine Statistik über Gewalttaten führen und schon gar nicht analysieren darf, weil sich sonst jemand beleidigt fühlen könnte?
      Übrigens Deutschland wie auch andere Staaten, in denen es Amokläufe gab, haben keine Wehrpflicht.
  • Karl Müller 27.07.2016 13:49
    Highlight Highlight Ich denke schon, dass es eine typisch männliche Verzweiflungstat ist, eine Machtdemonstration wie etwa einen Amoklauf durchzuführen. Dass deswegen Frauen in ihnen auswegslos erscheinenden Situationen weniger gewaltätig seien, würde ich als Fehlschluss bezeichnen. Bei Kindstötungen etwa sind bis zu drei Viertel der Täter die eigenen Mütter.
    • pamayer 27.07.2016 17:31
      Highlight Highlight Heite heissen die männlichen zerstörungsakte der ganzen Familie Familiendrama. Männerdrama wäre wohl angebrachter. Wesentlich häufiger anzutreffen als die tötung der Familie durch die Frau.
    • Karl Müller 27.07.2016 18:01
      Highlight Highlight @Rhabarber: Nein, nur wenns so perfekt zur angesprochenen Thematik passt wie hier.

      Und ich hab sehr wahrscheinlich noch viele andere Argumente, ich weiss aber noch nicht ganz, wofür genau. Dazu hättest Du erst mal inhaltlich auf den ersten Beitrag eingehen müssen.
    • Nurdu 28.07.2016 00:35
      Highlight Highlight Die Kindstötungen fallen dann anscheinend nicht sonderlich ins Gewicht. In der Schweiz werden nämlich 88% der versuchten und vollendeten Tötungsdelikte von Männern begangen. Natürlich muss das nicht heissen, dass Frauen die besseren Menschen sind. Aber die Tatsache, dass die meisten Gewaltdelikte von Männern ausgehen, aus welchen Gründen auch immer, lässt sich nicht so leicht relativieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 27.07.2016 11:57
    Highlight Highlight Es ist erschreckend, dass Jungs mit Freunden kaum über sich und ihre Gefühle, Ängste sprechen. Männer beginnen das meist erst, wenn sie ihre erste Freundin haben. Frauen sind darin schon von klein auf geübt. Für mich ist die Sache daher weniger ein Hormon als ein gesellschaftliches Problem.
    • Asmodeus 27.07.2016 15:34
      Highlight Highlight Es gibt viele Männer die nie über ihre Gefühle sprechen. Oder wenn dann nur oberflächlich oder wenn sie betrunken sind.

      "Gefühle sind etwas für Frauen". Das ist leider immer noch die stark verbreitete Meinung.
    • Waldorf 28.07.2016 08:24
      Highlight Highlight Na ja, also ich wurde von frühester Kindheit von meinem Vater dazu ermutigt, mit ihm über alles zu reden was mich belastet. Von meiner Mutter sowieso. Und das tue ich heute auch mit Freunden. Wir Männer tun es nur in einer anderen Art und Weise, das ist alles.
  • leclerc 27.07.2016 11:20
    Highlight Highlight Unötiger Artikel.
    • Menel 27.07.2016 11:58
      Highlight Highlight Leclerc, wieso?
  • Klaus K. 27.07.2016 11:15
    Highlight Highlight In unserer Gesellschaft gibt es sehr viele Institutionen, die sich Frauen mit Problemen annehmen oder anbieten. Frauenhäuser, Genderbüros etc.
    Anlaufstellen für Männer gibts praktisch keine.
    • Lutz Pfannenstiel 27.07.2016 11:27
      Highlight Highlight Erstens stimmt das nicht. Und zweitens verwechselst du gerade bei den Frauenhäusern Ursache und Wirkung. Die Kriminalitätsrate (nicht nur in Bezug auf Amoktaten, sondern praktisch die ganze Palette von Straftaten) ist seit jeher bei Männern um ein Vielfaches grösser als bei Frauen.
    • Menel 27.07.2016 11:50
      Highlight Highlight Das ist aber von den Männern selbst gemacht. So lange der Mann in unserer Geseulschaft nicht auch Schwäche zeigen darf, so lange eröffnet er auch keine Anlaufstelle für Männer.
    • Macke 27.07.2016 11:56
      Highlight Highlight Sicher gibt es Anlaufstellen für Männer. Es gibt sogar solche die sich nur an Männer richten. Gerade bei Jugendlichen gibt es viele Angebote: SchulpsychologInnen, SozialarbeiterInnen in Jugendtreffs, Anlaufstellen bei Mobbing etc. Die Anlaufstellen, die du ansprichst, Sind ebenso wie Elternnotruf und Anonyme Alkoholiker themenspezifisch: Frauenhäuser schützen Frauen vor Gewalt durch den Partner/Ehemann und sind historisch aus feministischen Frauentreffs entstanden. Du erwartest ja auch nicht, dass es einen Elternnotruf gibt, der sich ausschließlich an Nicht-Eltern richtet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dewar 27.07.2016 11:03
    Highlight Highlight Der Artikel ist zwar schon zehn Jahre alt, aber immer noch hochaktuell: http://www.nzz.ch/articleeo5x7-1.76650
    Die Theorie lässt sich auf Amokläufer anwenden, aber gerade auch im Hinblick auf den aktuellen Terrorismus.
  • derdasass 27.07.2016 10:53
    Highlight Highlight Mir fehlt ein seht wichtiger Punkt in dieser Diskussion. (Achtung überspitzte und stark verallgemeinerte Aussagen!) Männer müssen oder mussten in vergangenen Jahren immer stark sein. Das wird von der Gesellschaft verlangt. Männer können nicht einfach über ihre Gefühle sprechen so wie das von Frauen erwartet wird. Männer dürfen keine Gefühle zeigen während Frauen dazu ermutigt werden sich mit ihren Kolleginnen auszutauschen. Kein Wunder kocht der eine oder andere Jugendliche über, wenn er Jahrelang seine Gefühle in sich reinfressen musste.
    • Menel 27.07.2016 11:54
      Highlight Highlight Darum ist Emanzipation so wichtig! Wir müssen dieses Geschlechter-Schubladen-Denken endlich mal ablegen, denn es schadet einfach allen. Es gibt nicht DEN Mann oder DIE Frau, wir sind alle Mischformen aus vielen Atributen von beiden Geschlechtern.
      Die Schubladen werden uns nicht gerecht und führen zur Verschwendung von Potential.
  • sheshe 27.07.2016 10:37
    Highlight Highlight Ich bin nicht einverstanden mit der Aussage, dass Frauen weniger Gewalt ausüben. Es ist einfach nicht körperliche Gewalt, aber dafür Sticheleien, Anfeindungen, Non-Verbale Gewalt usw... Ja, auf Attentäter bezogen stimmts, aber generell eine solche Aussage zu treffen finde ich nicht richtig.
  • Bolly 27.07.2016 10:07
    Highlight Highlight Wenn sie schon rum spinnen, dann sollen sie ihre Gewalt usw nur an sich richten. Alles andere ist feige. Unschuldige mit rein zu ziehen. Vor allem wenn sie sich selber richten oder getötet werden. Ersteres ist davon zu laufen, sich dem nicht stellen zu müssen. Es nimmt immer mehr schlimmere Ausmaße an. Die Familien von welcher Seite auch immer, tun mir leid, das sie damit leben müssen, den dieser Schaden kann nie mehr gut gemacht werden.
    • Asmodeus 27.07.2016 10:41
      Highlight Highlight Sind es immer Unschuldige?

      Amokläufe an Schulen richten sich meistens gegen die Peiniger. Die Schüler die einen gemobbed haben. Die Lehrer die daran beteiligt waren oder zumindest nichts dagegen unternommen haben.


      Ein Amokläufer will sich an den Personen oder der Gesellschaft generell rächen, die ihn überhaupt erst an diesen Punkt gebracht hat.

      Der Amoklauf in Zug fand nicht zufällig im Parlament statt.
      Der Amoklauf in München fand nicht zufällig in diesem Mc Donalds statt.


      Solche Amokläufe werden sich immer wiederholen solange man nichts gegen die Ursache unternimmt.
    • Maragia 27.07.2016 11:02
      Highlight Highlight Na klar, die Opfer sind nun die Schuldigen... Auch Mobbing etc. ist keine Entschuldigung für Mord bzw. Amoklauf.
      Am Schluss sind auch Terrorangriffe noch entschuldbar weil jemand gehänselt wurde oder was?
    • Asmodeus 27.07.2016 11:29
      Highlight Highlight Wenn man nur die Tat sieht und nicht die Hintergründe in Betracht ziehen will ist es halt einfacher.

      Die Terrorangriffe haben Ursachen. Und die gehen weit über "böser Islam" oder "die sind alle Wahnsinnig" hinaus.

      Damit jemand Amok läuft muss einiges Geschehen.

      In diesem Fall war es ein junger Mann der gemobbed, verprügelt und beraubt wurde. Er hatte keinen sozialen Rückhalt, in der Schule ging es bergab und die Therapie schlug, scheinbar, nicht an.

      Einsamkeit
      Perspektivlosigkeit
      Ohnmacht
      Wut
      Trauer

      Das ist eine brandgefährliche Mischung und wenn man dann noch an eine Waffe kommt....
    Weitere Antworten anzeigen

Mata Hari – der Mythos der angeblichen Meisterspionin bröckelt

Mata Hari hat nach wie vor den Ruf, die grösste Spionin der Geschichte zu sein. Doch Zweifel an ihrer Rolle als Meister-Verräterin mehren sich. 100 Jahre nach ihrer Verhaftung in Paris erscheint die schöne Agentin in neuem Licht.

Ein Jahrzehnt lang wurde ihr Tanz bewundert und ihr Körper begehrt: Mata Hari regte als indische Bajadere-Tänzerin zu Zeiten der Belle Epoque die Fantasien der Bohème in Europa an. Und als Kurtisane weihte die schöne Niederländerin Botschafter, Minister, Fürsten …

Artikel lesen
Link to Article