DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wer gratuliert heute wem? Mats Hummels, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Lukas Piszczek nach dem 2:0 der Polen gegen Deutschland 2014.
Wer gratuliert heute wem? Mats Hummels, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Lukas Piszczek nach dem 2:0 der Polen gegen Deutschland 2014.Bild: EPA/PAP

Der «Lewa-Effekt» – trotz nur einer Niederlage in 20 Spielen fürchten die Deutschen die Polen

Auf dem Papier ist die Ausgangslage klar: Die Deutschen haben gegen Polen erst einmal verloren und sind daher vor dem heutigen Direktduell in der Gruppe C (21 Uhr) klarer Favorit. Dass sie dennoch tief stapeln liegt fast ausschliesslich an Goalgetter Robert Lewandowski.
16.06.2016, 14:2816.06.2016, 14:44
Donat Roduner
Donat Roduner
Folgen

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: Die polnische Fussball-Nationalmannschaft konnte sehr lange nicht mit jener Deutschlands konkurrieren. Von 1933 bis 2014 gab es in 18 Partien 12 Niederlagen und 6 Unentschieden – eine sehr einseitige Angelegenheit also.

Das denkwürdigste Spiel zwischen Deutschland und Polen: <a href="http://www.watson.ch/!758681074" target="_blank">Die Wasserschlacht von Frankfurt 1974</a> (1:0).
Das denkwürdigste Spiel zwischen Deutschland und Polen: Die Wasserschlacht von Frankfurt 1974 (1:0).Bild: KEYSTONE

Erst am 11. Oktober 2014 wendete sich das Blatt. In der EM-Qualifikation gewannen die Polen das Heimspiel gegen den frisch gebackenen Weltmeister Deutschland in Warschau nach einem überzeugenden Auftritt mit 2:0. Der Sieg tat der polnischen Volks- aber auch Fussballseele sehr gut. Und er hat auch die Affiche nachhaltig geprägt: Der Respekt der Deutschen ist schlagartig angestiegen.

Benaglios Alptraum

Dass sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw vor dem heutigen Aufeinandertreffen bewusst kleinlaut gibt, hat vor allem mit einem Polen zu tun: Robert Lewandowski. Und man will es den Deutschen nicht verübeln, denn der 27-jährige Stürmer trifft in deren Liga nach Belieben. Mit 30 Toren holte sich «Lewa» in der vergangenen Saison die Bundesliga-Torjägerkanone, wettbewerbsübergreifend netzte er für Bayern München 40 Mal ein – in 51 Einsätzen!

Public Viewing mit watson
Lust auf ein Public Viewing in Zürich? watson ist Partner der Veranstaltungen beim «Glatten Köbi» und der «Amboss Rampe». Ein Besuch lohnt sich!

Es gibt sehr gute Gründe, einen Goalgetter, der innerhalb von neun Minuten fünf Tore schiessen kann, sehr Ernst zu nehmen. Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio dürfte wegen jener 1:5-Niederlage Wolfsburgs im vergangenen September noch immer Albträume von Lewandowski haben. Dieser wiederum ist seither im Guinness Buch der Weltrekorde vierfach vertreten.

Robert Lewandowski wurde zur Pause beim Stand von 0:1 eingewechselt. Eine Viertelstunde später stand es 5:1.YouTube/FC Bayern München

Für Deutschland sprechen vor dem Duell der Startspiel-Sieger allerdings zwei gewichtige Fakten: Zum einen verfügen sie über das bessere Kollektiv als Polen und zum anderen kennt dieses Lewandoski sehr gut. Mit Jérôme Boateng, Manuel Neuer, Thomas Müller und Mario Götze dürften heute gleich vier Bayern-Kollegen auflaufen. Zudem könnte Neo-Bayer Mats Hummels, früherer Weggefährte bei Borussia Dortmund, in der deutschen Innenverteidigung Shkodran Mustafi, immerhin Torschütze gegen die Ukraine, ersetzen.

Nawalka: «Es wird sehr schwer»

Löw erwartet im Spiel, in dem höchstwahrscheinlich der Gruppensieger ausgemacht wird, einen gut organisierten Gegner. «Sie warten und kontern. Das ist ihr Spiel, schnelles Umschalten», sagte der 56-jährige in der Vorbesprechung, in der er auch gelobte, seine Hände jederzeit im Griff zu haben.

Ist zwar lustig, soll aber nicht wieder vorkommen: Löws «Fehlgriff» während dem Spiel gegen die Ukraine.
Ist zwar lustig, soll aber nicht wieder vorkommen: Löws «Fehlgriff» während dem Spiel gegen die Ukraine.

Die Polen, die Löw neben dem historischen Sieg in Testspielen auch noch zwei Unentschieden abgerungen haben (nebst zwei Niederlagen), müssen auf den verletzten Goalie Wojciech Szczesny verzichten. Mit Lukas Fabianski, der bei Swansea spielt, steht allerdings ein kompetenter Ersatz bereit.

Lukas Fabianski wird das polnische Tor hüten.<br data-editable="remove">
Lukas Fabianski wird das polnische Tor hüten.
Bild: EPA/PAP

Der polnische Nationaltrainer Adam Nawalka bleibt vor dem grossen Spiel zurückhaltend: «Wir glauben an uns, aber wir treffen auf eines der besten Teams der Welt, es wird also sehr, sehr schwer.» Innerlich dürfte der 58-Jährige aber doch etwas stärker mit einer neuerlichen Überraschung gegen den Nachbarn liebäugeln.

Mach mit beim grossen EM-Tippspiel von watson!

Allez, allez! So bunt sind die Fans der 24 EM-Teilnehmer

1 / 26
So bunt sind die Fans der 24 EM-Teilnehmer 2016
quelle: epa/epa / oliver weiken
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1