Klima
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Klimaaktivisten besetzten Büros von Rohstofffirmen im Genferseeraum



epa08224088 Following up on several protests in Geneva and Lausanne on the same day, activists from the global environmental movement Extinction Rebellion, XR, march to stage a protest in front of the headquarters of Nestle, Swiss food giant, in Vevey, Switzerland, 17 February 2020.  EPA/VALENTIN FLAURAUD

Extinction Rebellion in Genf. Bild: EPA

Mitglieder der Klimabewegung Extinction Rebellion haben am Montag die Räumlichkeiten mehrerer Rohstoffhandelsunternehmen in Genf und Lausanne besetzt. Sie beschuldigen die Branche, das Klima zu schädigen und die Umwelt zu zerstören.

Nach Angaben von Extinction Rebellion beteiligten sich insgesamt etwa 500 Menschen an der gleichzeitig an verschiedenen Standorten durchgeführten Aktion. Sie besetzten Büros der Firmen Vitol, Cargill und Mercuria in Genf und Ifchor in Lausanne.

Die Bewegung wirft diesen Firmen vor, «mit undurchsichtigen Geschäften die massive Abholzung, die intensive Landwirtschaft und eine zunehmend invasive Rohstoffausbeutung» zu fördern. Mit der Aktion wolle Extinction Rebellion die Aufmerksamkeit auf einen Sektor lenken, der in Öffentlichkeit nur wenig bekannt sei.

Die Polizei griff an den verschiedenen Standorten ein. Die meisten Räumlichkeiten wurden noch vor dem Mittag widerstandslos wieder verlassen. Die längste Aktion – auf dem Gelände von Vitol – dauerte etwa drei Stunden.

Fortsetzung bei Nestlé

Am Ende des Nachmittags setzten einige Aktivisten ihre Kundgebung am Nestlé-Hauptsitz in Vevey VD fort. Sie bezichtigten auch den Nahrungsmittelmulti, den Planeten zu zerstören.

Aktivistinnen der Klimabewegung Extinction Rebellion in den Räumlichkeiten der Rohstoffhandelsfirma Cargill in Genf.

Bild: KEYSTONE

«Schaut uns nicht an, schliesst euch uns an», riefen die Aktivisten vor den verschlossenen Toren des Firmengeländes.

Reise mit Bussen

Extinction Rebellion hat hierzulande bislang vor allem mit Blockaden von Brücken, Strassen und Parkhäusern in der Romandie Aufmerksamkeit erzielt. Am Montag reisten die Aktivisten jedoch selber mit Bussen zwischen Lausanne und Genf hin und her.

«Dies geschah aus taktischen Gründen. Mit dem Zug wären wir zu leicht entdeckt worden», rechtfertigte ein Mitglied der Umweltbewegung die Wahl des Verkehrsmittels. (aeg/sda)

Grüne Limmat in Zürich

Extinction Rebellion blockiert Strasse in Lausanne

Play Icon

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MarGo 18.02.2020 08:47
    Highlight Highlight dazu aktuell eine arte Reportage...
    Man kann von denen ja halten, was man will... ich persönlich bin da etwas gespalten, vor allem, wenn sie Strassen blockieren und so eigentlich nur die Masse gegen sich aufbringen... Auch das eine Gründungsmitglied, dass doch arg radikal ist, würde ich nicht unterstützen...
    Aber grundsätzlich sind diese Menschen aller Altersklassen und Strukturen genau mein Ding... macht weiter so, aber werdet professioneller! In der Reportage versuchen sie das zumindest ansatzweise...
    Kommt schon gut mit XR... erst mal mussten sie für Aufmerksamkeit sorgen...
    Play Icon
  • Barthummel 17.02.2020 22:00
    Highlight Highlight So lange alles dem Geld untergeordnet ist, wird sich nichts auf diesem Planeten ändern.
    Da ein anständiges Leben nur mit dem nötigen "Kleingeld" erreicht werden kann und der Mensch immer bestrebt ist, mehr und besseres zu haben, wird eine Mehrheit der Weltbevölkerung alles tun, um mehr Wohlstand zu erreichen. Auf Kosten unserer Lebensgrundlage, unseres Planeten. Das kann man leider niemandem verübeln. Darum sind solche Aktionen langfristig gesehen nichts wert. Es gilt das Problem bei den Wurzeln zu packen und dem Geld die ungeheure Macht zu nehmen. Die Frage ist nur, wie?!? 🤷‍♂️
  • stillerMitleser 17.02.2020 18:57
    Highlight Highlight Wieso nehmen die den Car für die Strecke Lausanne-Genf, wenn sie doch so klimafreundlich sind??? https://twitter.com/xrlausanne/status/1229370266054201344
    • MarGo 18.02.2020 08:44
      Highlight Highlight haben sie doch gesagt... musst nur zu Ende lesen... ;)
    • stillerMitleser 18.02.2020 17:14
      Highlight Highlight "Anreise mit Öv zu auffällig"
      Ja und du glaubst diese billige, offensichtliche Ausrede?
    • MarGo 19.02.2020 07:40
      Highlight Highlight ja?! Warum auch nicht?
      Es ist das wohl nervigste Argument von Klimagegnern (oder in deinem Fall XR-Gegnern), dass sie immer zu meinen haben, dass wer sich für das Klima einsetzt auch absolut klimaneutral zu leben hat!!
      Diese Menschen jeden Alters bewegen ihren Arsch wenigstens, um auf Missstände aufmerksam zu machen! Ob sie da mit dem Car oder mit dem Zug hingehen, ist völlig irrelevant!
      Wenn sie einzeln im Pick-Up auftauchen würden - ja, da hätt ich auch ein Problem... aber als Gruppe im Car... weil sie an Bahnhöfen nicht die besten Erfahrungen gemacht haben... who cares??

Mit Drohnen gegen Corona: Genfer Polizei überwacht aus der Luft

Das gibt's nicht nur in China, Italien oder Frankreich: Auch der Kanton Genf setzt Drohnen ein, um die Corona-Massnahmen zu überwachen. Folgen weitere Kantone?

Dass manche Vögel ganze Sätze nachplappern können, ist bekannt. Doch das schwarze Etwas, das da über die Boulevards der französischen Stadt Nizza kreist, ist kein Vogel. Sondern eine Drohne.

Weltweit schicken die Behörden ihre Drohnen in die Luft, um die Ausgangssperren während der Coronakrise zu überwachen oder die Bevölkerung auf Verhaltensregeln hinzuweisen. «Verlassen Sie das Haus nur, wenn es absolut nötig ist», erklärt eine Stimme aus dem Lautsprecher des Fluggeräts in Frankreich, …

Artikel lesen
Link zum Artikel