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Klima: Ban und Hollande begrüssen 150 Staatschefs zu UNO-Klimagipfel



Mit Klimaverhandlungen der UNO wollen Vertreter aus 195 Staaten Wege zu weniger Treibhausgasen und einer geringeren Erwärmung suchen. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen trafen dazu am Montag rund 150 Staats- und Regierungschefs in Le Bourget bei Paris ein.

Begrüsst wurden sie von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und Frankreichs Präsident François Hollande. Für die Schweiz reiste Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag nach Paris.

Die französischen Gastgeber der UNO-Verhandlungen erhoffen sich vom Auftritt der höchsten Repräsentanten gleich zu Beginn der Konferenz einen Schub für die komplizierten Gespräche. Vertreter der Länder wollen bis zum 11. Dezember einen Weltklimavertrag aushandeln.

Damit soll der Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase verringert und die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 unter zwei Grad gehalten werden. Für Entwicklungsländer, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, ist finanzielle Unterstützung vorgesehen.

Diplomaten und Umweltschützer äusserten sich vor Konferenzbeginn vorsichtig optimistisch zu den Erfolgschancen. Unklar ist unter anderem, wie verbindlich und ehrgeizig das geplante Abkommen ausfallen wird.

Bisher haben nach UNO-Angaben 183 Staaten ihre jeweiligen Klimaziele vorgelegt. Laut UNO-Klimachefin Christiana Figueres sind diese Pläne nicht ausreichend, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen.

Initiative zur Förderung grüner Technologien

Die Staats- und Regierungschefs sollten am Montag in zwei verschiedenen Sälen jeweils für drei Minuten ihre Klimaziele formulieren. Am Rande der Konferenz wollen zahlreichen Länder auch eigene Initiativen zum Klimaschutz vorstellen.

So präsentieren US-Präsident Barack Obama, Microsoft-Gründer Bill Gates und zahlreiche Regierungschefs am Nachmittag eine Initiative, mit der 20 Staaten ihre Mittel für Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien für fünf Jahre verdoppeln wollen. Auch private Investoren um Gates wollen dafür Mittel bereitstellen. Die Schweiz figuriert nicht unter den Teilnehmern.

Nach der jüngsten Serie von Terroranschlägen in Paris und Saint-Denis herrscht in Frankreich ein Ausnahmezustand mit extrem verschärften Sicherheitsbestimmungen. Zudem war zu Beginn der UNO-Klimakonferenz der Verkehr in der Millionenmetropole deutlich eingeschränkt, wichtige Autobahnabschnitte zu den Flughäfen waren zeitweise für die Delegationen reserviert. Demonstrationen im Grossraum Paris sind während der gesamten Zeit verboten. (sda/dpa)

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