Donald Trump
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05708183 Attorney and United States Federal Election Commission member Don McGahn is seen in the lobby of Trump Tower in New York, New York, USA, 09 January 2017. US President-elect Donald Trump will be sworn in as the US President 20 January 2017.  EPA/ALBIN LOHR-JONES / POOL

Don McGahn, Anwalt des Weissen Hauses, in der Lobby des Trump Towers in New York. Bild: EPA/POLARIS IMAGES POOL

Dieser Mann hat Trump den A... gerettet (vorläufig)

Der Präsident wollte den Sonderermittler Robert Mueller feuern. Doch der Anwalt des Weissen Hauses, Don McGahn, hat sich geweigert, den Befehl auszuführen – und damit ein Impeachment verhindert.



In seinem Skandalbuch «Fire and Fury» zitiert Michael Wolff den ehemaligen Chefstrategen wie folgt: «Wenn er (Trump, Anm. d. Verf.) Mueller feuert, dann bringt ihn das einem Impeachment rasch näher.»

Bisher hat Trump Mueller nicht gefeuert – aber er wollte es. Das hat die «New York Times» enthüllt. Seit der Entlassung von FBI-Chef James Comey ist das die bedeutendste Entwicklung in der Russland-Affäre  

FILE - In this June 21, 2017, file photo, former FBI Director Robert Mueller, the special counsel probing Russian interference in the 2016 election, departs Capitol Hill following a closed door meeting in Washington. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Trump wollte ihn los werden: Sonderermittler Robert Mueller. Bild: AP/AP

Es geschah im vergangenen Juni. Der Präsident war so verärgert darüber, dass sich die «schwarze Wolke» der Russland-Untersuchung nicht verziehen wollte, dass er beschloss, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und den Sonderermittler Robert Mueller zu entlassen.

Trump führte für die Entlassung des Sonderermittlers drei Gründe ins Feld. Alle sind nicht wirklich überzeugend. Er habe mit Mueller einen Streit über den Beitrag zu einem seiner Golfclubs gehabt, lautete der erste. Mueller habe für eine Anwaltskanzlei gearbeitet, die für seinen Schwiegersohn Jared Kushner tätig gewesen war, der zweite. Und Mueller habe sich ebenfalls als Nachfolger für Comey beworben, die dritte.

Trump kann den Sonderermittler nicht direkt entlassen

Der Präsident kann einen Sonderermittler weder direkt ernennen noch entlassen. Dafür ist das Justizministerium zuständig. Trump wies daher Don McGahn an, Rod Rosenstein, den stellvertretenden Justizminister, mit der Entlassung zu beauftragen. Der Justizminister selbst, Jeff Sessions, musste in der Russland-Frage wegen Befangenheit in den Ausstand treten.

Deputy Attorney General Rod Rosenstein speaks before a House Committee on the Judiciary oversight hearing on Capitol Hill, Wednesday, Dec. 13, 2017 in Washington. A day after hundreds of text messages between two FBI officials on the special counsel's Russia investigation revealed a strong anti-Trump bias, the Deputy Attorney General Rob Rosenstein appears on the Hill. (AP Photo/Andrew Harnik)

Hält seine schützende Hand über Mueller: Rod Rosenstein, stellvertretender Justizminister. Bild: AP/AP

Dann geschah etwas, was Trump selten erlebt: Ein Untergeordneter weigerte sich, seinen Befehl auszuführen. Stattdessen drohte McGahn mit Rücktritt. Den Mut, Rosenstein selbst anzurufen, hatte der Präsident offenbar nicht.

Damit war Müllers Job gerettet – und wahrscheinlich auch derjenige des Präsidenten. Wäre der Sonderermittler tatsächlich gefeuert worden, dann hätte das unabsehbare politische Folgen gehabt. Zur Erinnerung: Bei Watergate wurde es Richard Nixon seinerzeit zum Verhängnis, dass er ebenfalls den Sonderermittler entlassen hatte.

Der Vorfall vom vergangenen Juni wurde von vier unabhängigen Quellen bestätigt. Auch die «Washington Post» ist bei ihren Recherchen zum gleichen Ergebnis gekommen. Trump selbst hat den Vorfall in Davos als «fake news» dementiert.

Die Profis als Retter der Demokratie

Ob es tatsächlich Fake News sind, wird sich weisen. Der Präsident muss nämlich davon ausgehen, dass der Vorfall dem Sonderermittler bekannt sein dürfte. Damit hat Mueller einen weiteren und bedeutenden Mosaikstein in Sachen Justizverhinderung in der Hand.

Eine Verfassungskrise konnte Don McGahn im vergangenen Sommer verhindern. Damit zeigt sich einmal mehr, dass es nebst den unabhängigen Medien vor allem die parteiunabhängigen Profis in der Verwaltung sind, welche die amerikanische Demokratie vor dem Schlimmsten bewahren.

Das könnte dich auch interessieren:

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

Empörung nach Landung am Mont-Blanc

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Khashoggi-Mord: Hinweise belasten Saudi-Kronprinz

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Slavoj Žižek 27.01.2018 00:20
    Highlight Highlight Wann erklärt P. Löpfe, warum er alle Impeachment Prognosen falsch gestellt hat?
  • olmabrotwurschtmitsenf aka Pink Flauder 26.01.2018 22:36
    Highlight Highlight Generelle Anmerkung: Da Trump meinen politischen Vorstellungen in fast keinem Punkt entspricht, wäre ich nicht unglücklich, wenn seine Amtszeit vorzeitig endet.

    Die mediale Berichtserstattung erweckt trotzdem manchmal den Eindruck, dass der Wunsch Herr des Gedankens ist. Den Grund, der zu einer Amtsenthebung führen müsste, habe ich noch nicht gefunden. Nun spekulieren wir darüber, was Trump eigentlich wollte, aber nicht gemacht hat... Das führt zu nichts.

    Wenn man sich in jedes mediale Nebelgefecht stürzt, bestätigt man doch nur jene, die nur noch Trump und Breitbart vertrauen.






    • HabbyHab 27.01.2018 07:35
      Highlight Highlight Der Grund: Mit einer anderen Nation zusammenarbeiten, um Wahlen zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen.. Mehrfache Justizbehinderung..
    • olmabrotwurschtmitsenf aka Pink Flauder 27.01.2018 21:21
      Highlight Highlight @ HabbyHab

      Das wird ja eben untersucht. Das Ergebnis steht aber noch nicht fest.
    • olmabrotwurschtmitsenf aka Pink Flauder 28.01.2018 21:59
      Highlight Highlight @ Gregor Hast

      Sie teilen in den Kommentaren sehr oft mit, dass Sie Trump toll finden. Nun wäre es schön, wenn Sie uns auch inhaltlich auf die Sprünge helfen, was Sie dazu bewegt...
  • Maria B. 26.01.2018 22:36
    Highlight Highlight Kaum ist Trumps eher moderater Auftritt in Davos Geschichte, beginnt die Linkspresse auf bewährten Nebengleisen weiter zu hetzen, schliesslich ist man dem clickbite und den Auflagen verpflichtet ;-/ !

    Während CNN für einmal objektiver über Trumps Auftritt berichtet und seine oekonomischen Erfolge im Hinblick auf die gewaltige Börsenhausse erwähnt.

    Und wer BP Berset gehört hat, dass man einen wirklich positiven Austausch auf Augenhöhe gepflegt habe, fragt sich, wen die unsachliche und de facto unergiebige Kritik denn in diesen Zusammenhängen interessiert...
    • ujay 27.01.2018 08:12
      Highlight Highlight @Maria...was ist am Mueller Fall unsachlich berichtet, bitte um Aufklärung...Fakenews wie dieses Märchen über die ökonomischen Erfolge lassen mich ab deiner Wahrnehnung zweifeln.
  • sowhatopinion 26.01.2018 22:34
    Highlight Highlight Russia-Gate ist ihr Lieblingsthema und langsam langweilig, aber die Aufruhr vor allem auch unehrlich, wenn man bedenkt wie oft diverse U.S.- Administrationen schon unzählige Regimes gestützt, gestürzt, eingesetzt, Wähler manipuliert haben und Kriege unter gefakter Beweislage geführt haben, wenn die Wahrung eigener Interessen im Vordergrund stand. Das Sie Trump und Putin nicht mögen ist ihr gutes Recht und sogar absolut nachvollziehbar, aber bitte hüben wie drüben gleivh verfahren.
  • c_meier 26.01.2018 22:34
    Highlight Highlight Könntet ihr nicht etwas mehr über die Politik der Regierung berichten anstatt NUR immer über den Präsidenten?
    Da wird doch im Hintergrund regiert und entschieden und gegen aussen weiss man nur über den Präsidenten bescheid...
  • Butzdi 26.01.2018 21:54
    Highlight Highlight Solange sehr viele Republikaner alles schlucken, passiert gar nix. Es ist klar, dass viele sehen was passiert und hinter vorgehaltener Hand rummotzen, aber sie haben haben ihre Seele bereits verkauft.
    Man darf nicht vergessen, dass das DNC und der RNC gehackt wurden und nur die DNC emails bei Wikileaks landeten. Die RNC emails hat jemand und das erklärt wohl die Narrenfreiheit Trumps: Kompromat gegen viele Republikaner lässt diese schweigen. Mitschuldig.
  • Roland Strauss 26.01.2018 20:07
    Highlight Highlight Es gibt keine Russsland Affäre. Nur eine von den Demokraten angestiftete Hexenjagd.
    • Baba 26.01.2018 20:35
      Highlight Highlight Haben Sie das Robert Muller schon mitgeteilt? Ich glaube, mit solchem Wissen sollten Sie gegenüber den US-Behörden wirklich nicht hinter dem Berg halten!
    • DrLecter 26.01.2018 22:06
      Highlight Highlight @Baba
      Made my day🤣👍🏻
    • FrancoL 26.01.2018 23:55
      Highlight Highlight @Informant; Ich stelle mir bei solchen lapidaren Aussagen, wie die Deine, immer die Gegenfrage: zB was hätte Trump mit einem solchen Wissen über Kontakte von HC gemacht? Wenn ich sehe was er mit der Mail-Geschichte von HC alles aufgeblasen hat könnte ich mir bestens vorstellen, dass Trump um umgekehrten Fall die verschiedenen Meineide und Kontakte zu RU, die nun nachgewiesen sind, bei HC als Landesverrat erster Güte taxiert hätte und das FBI gedrängt hätte auf schuldig zu plädieren.
      Also ist da mehr als nichts auf dem Teller, aber um Trump zu Fall zu bringen muss noch mehr auf den Tisch.
    Weitere Antworten anzeigen

Nationalrat spricht 12,89 Milliarden für Bahnverkehr – diese 6 Grossprojekte sind geplant

Einstimmig hat sich der Nationalrat am Dienstag für den Ausbau des Schienennetzes ausgesprochen. Im Vergleich zum Ständerat legte er noch eine Schippe drauf und bewilligte zwei zusätzliche Projekte für 69 Millionen Franken. Der Ständerat hatte den bundesrätlichen Vorschlag im März bereits um über 919 Millionen Franken aufgestockt. Hier findest du alle Änderungen und ein Überblick über sechs geplante Grossprojekte für die nächsten 15 Jahre.

Vom Ständerat hinzugefügt

Ob die vom Nationalrat hinzugefügten Projekte in Winterthur und Thun tatsächlich ins Paket aufgenommen werden, muss nun der Ständerat entscheiden. Doch wohin soll der Rest der insgesamt 12,89 Milliarden Schweizer Franken fliessen? Unter anderem in diese sechs Grossprojekte:

Das teuerste Projekt betrifft die Verbindungen zwischen Zürich, Winterthur, Stein am Rhein und dem Tösstal. Jeden Tag verkehren zwischen Zürich und Winterthur 100’000 Personen. Das sind 550 Züge …

Artikel lesen
Link zum Artikel