Coronavirus
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iPhones bald ausverkauft? Werden Medis knapp? 4 Folgen der Corona-Krise in der Schweiz

Das Coronavirus hat längst die Weltwirtschaft angesteckt. Das sind die Auswirkungen für die Schweiz.



Egal wie gefährlich das Coronavirus tatsächlich ist: Die wirtschaftlichen Folgen breiten sich nach und nach rund um den Globus aus. Nun ist auch in der Schweiz der erste Fall vom Coronavirus aufgetreten.

Elektro-Gadgets

epa04412195 A costumer holds the latest generation od Apple iPhones in an Apple store in Oberhausen, Germany, 19 September, 2014. A record 10 million iPhones were sold during the first weekend the model's newest generation became available, US technology firm Apple reported 22 September 2014. 'We could have sold many more iPhones with greater supply and we are working hard to fill orders as quickly as possible,' said Apple chief executive Tim Cook. The new iPhone 6 and iPhone 6 Plus were sold out on 19 September at many locations. Online orders will take several weeks. In 2013, Apple sold more than 9 million of its iPhone models 5s and 5c in their first weekend of sales.  EPA/VINCENT JANNINK

Bild: EPA/ANP FILE

Das Coronavirus breitet sich in Italien aus

Medikamente

Generika sind in der Schweiz nach wie vor fast doppelt so teuer wie in anderen europäischen Ländern - hier ein Generikum aus Deutschland. (Symbolbild)

Bild: AP

Nicht nur ein Grossteil der Elektro-Gadgets, sondern viele Grundstoffe für Arzneimittel werden in China hergestellt. Gegen 90 Prozent der weltweiten Produktion des Schmerzmittels Paracetamol stammt aus China. «Die Lager reichen noch für drei Monate», sagt Generika-Spezialist Axel Müller zu SRF.

«Die Lager reichen noch für 3 Monate.»

Axel Müller

Nachschub sei derzeit aber noch auf Containerschiffen Richtung Europa unterwegs, so dass es erst ab Sommer zu Versorgungsengpässen kommen könnte. «Die Entwicklung bereitet mir aber Sorgen. Alles hängt davon ab, wann die Chinesen wieder produzieren können.»

Zur Veranschaulichung: Allein im Januar sind die Importe der Schweizer Pharma- und Chemieindustrie im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent eingebrochen.

Konjunktur

epa08245141 A screen shows the Dow Jones industrial average on the floor of the New York Stock Exchange in New York, New York, USA, 24 February 2020. Stocks around the world are broadly lower as investors are reportedly reacting to news that the coronavirus is spreading to more countries and the Dow Jones industrial average closed down over 1000 points.  EPA/JUSTIN LANE

Bild: EPA

Das Coronavirus drückt auf die Weltwirtschaft und hat die Börsen Anfang Woche auf Talfahrt geschickt. Was sind die Auswirkungen auf die Schweiz? Der Ökonom Martin Eichler von BAK Economics sagt zu watson, dass man bei uns bereits eine leichte wirtschaftliche Abschwächung um 0,1 bis 0,2 Prozent erwarten muss. «Wir sind aber weit von einer Rezession entfernt», so der Konjunktur-Experte.

«Eine Pandemie in Europa hätte erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur.»

Allerdings sei die Unsicherheit gross. Es komme nun darauf an, wie sich das Virus von Norditalien aus weiter auf dem Kontinent ausbreitet. «Europa ist derart vernetzt, dass wir das rasch spüren würden. Eine Pandemie mitten in Europa hätte erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur.»

Tourismus

Auf einen Schlag fehlen die Reisegruppen aus China – und somit die Lebensader für viele Hotels, Juweliere, Attraktionen in der Schweiz. «Wir warten alle, dass die Epidemie vorübergeht», sagt der Besitzer eines Luzerner Souvenirladens zur NZZ. Es sei für ihn der wohl schwierigste Winter in seinen 30 Jahren im Geschäft.

Luzern erlebt chinesische Invasion

Dementsprechend mit Argusaugen verfolgen die vom Tourismus abhängigen Betriebe, wie sich die Corona-Krise weiterentwickelt. Denn die Hochsaison für Touristen aus Asien beginnt im Mai. Fallen dann die tausenden Touristen immer noch weg, kommt es für das Gewerbe knüppeldick.

«Der Tourismus ist besonders betroffen vom Coronavirus», sagt Ökonom Eichler weiter. Die ausbleibenden Reisegruppen aus China spüre die Reiseindustrie sofort.

Ganz anders sah es im Vorjahr aus: Im Mai 2019 erlebte Luzern eine regelrechte Invasion der Chinesen. 4000 Mitarbeiter einer Firma pilgerten damals durch die Schweiz und machten in der Zentralschweiz halt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Antinatalist 26.02.2020 05:32
    Highlight Highlight Paracetamol. 🙄 Wenn's denn überhaupt irgendwie gegen Schmerzen wirken würde. Ausser, dass es die Leber schädigt, passiert da nichts. Wenn, dann darf's schon was sein, das wirkt. Wie Metamizol.
    Aber mal ehrlich. Was soll diese Hysterie? Wenn's keine iPhones mehr gibt, dann dürfte das kaum ein Problem sein. Haben ja alle mindestens ein Smartphone rumliegen. Und überhaupt. Dieses Virus ist ja ein lachhafter Versuch der Natur, etwas Ordnung auf den Planeten zu bringen. Wenn sämtliche Fabriken in China brach liegen, dann kann das für die Umwelt nur von Vorteil sein.

    Kommt mal wieder runter!
  • Swen Goldpreis 26.02.2020 02:57
    Highlight Highlight Immerhin werden wir wohl dank des Virus in diesem Jahr das erste Mal unsere Klimaziele erreichen.
  • EAI 26.02.2020 00:52
    Highlight Highlight Man könnte der ganzen Corona-Sache auch Positives abgewinnen:

    Nämlich die Möglichkeit , gewisse globale Notfallszenarien anhand dieser letztlich doch einigermassen harmlosen Krankheit den Ernstfall zu proben und wichtige Lehren daraus zu ziehen. Zum Beispiel was die (ungesunde?) Abhängigkeit von China betrifft oder wie rasch sich das Reiseverhalten von Touristen gegebenenfalls verändern kann.

    Ich wünsche allerseits viel Erkenntnis und entsprechende sinnvolle Anpassungen im alltäglichen europäischen Leben!
  • Samurai Gra 25.02.2020 22:38
    Highlight Highlight Da bekommen Leute mit Immunerkrankungen kein Desinfektionsmittel mehr usw. weil gehammstert wird aber wegen einem Banalen Konsumgut wie Smartphones wird Drama gemacht?
  • Mamasita 25.02.2020 21:27
    Highlight Highlight Bis heute Morgen galt bei meinem Arbeitgeber ein Reisestopp für China, Japan und Südkorea. Alle Personen, die sich in den vergangenen 4 Wochen in einem Land mit Corona-Fällen aufhielten, wurden zu Wochen Home-Office verdonnert. Seit heute Morgen gilt dies zudem auch für alle, die in Italien waren. Da jetzt auch die Schweiz betroffen ist, machen ab morgen wohl alle Home Office 😝
    • Mamasita 25.02.2020 22:26
      Highlight Highlight *zu 3 Wochen Home-Office verdonnert
  • Flox 25.02.2020 21:14
    Highlight Highlight ... geht auch anders... wir produzieren 50% unserer Produkte für den Chinesischen Markt und können seit 4 Wochen nicht ausliefern. Die Lage verbessert sich aktuell wieder, jedoch sind die Frachtpreise hoch (Luftfracht).

    Speziell ist das unsere Kunden in China munter weiter Bestellen, jedoch auch nur aus dem Zwang heraus das sie es sich ebenso wenig leisten können Ihre Firma still zu legen wie wir auch nicht.
  • tinette 25.02.2020 20:53
    Highlight Highlight Wieso liest man eigentlich nie, dass sich die Lage in grossen Teilen Chinas **langsam** aber sicher normalisiert. In Kunming beispielsweise öffnen wieder mehr Geschäfte und Fabriken, es hat wieder mehr ÖV-Angebot... aber hey, unsere iPhones werden knapp.
  • danny34a 25.02.2020 20:46
    Highlight Highlight „Diversifizieren“ heisst es doch so schön.
    Da haben sie aber dann in der Touribranche ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Kann doch nicht sein das gleich alle Angst haben Hopps zu gehen wenn mal die Chinesen nicht kommen!?
    Oder verstehe ich da etwas Falsch?
  • The Count 25.02.2020 20:42
    Highlight Highlight Haha, alles nur wegen diesem künstlich erzeugten Drama. Viel Spass den Leuten die dieses Spiel mitspielen, ich hol mir nochmal Popcorn.
    • MartinZH 25.02.2020 23:46
      Highlight Highlight @Count: Haha... – OK, Du wünschst Dir ein dramatische Spiel und Spass? – Kein Problem!

      Ja, iss' bitte so viel Popcorn, wie überhaupt nur möglich! 🌽👍

      Wenn Du so richtig vollgefressen bist, darfst Du Dich gerne in eine Fledermaus zurückverwandeln, in Richtung China fliegen und dann dort – vorzugsweise in einem Teller "Fledermaus-Suppe" – Deine wahrhafte Bestimmung finden..! – Ich hoffe, das wird kein grosses Drama für Dich sein, oder? 🤔👍😂
  • Freethinker 25.02.2020 20:31
    Highlight Highlight Paracetamol könnte man problemlos in Europa herstellen. Es ist schon lange an der Zeit, dass man die Produktionstätten wieder vermehrt nach Europa verlegen sollte.
    • The Count 25.02.2020 20:45
      Highlight Highlight Es ist schon lange an der Zeit dass die Menschen nur noch dann Medikamente zu sich nehmen wenn es absolut nicht anders möglich ist. Ich finde dieses Konsumverhalten zum kotzen. Produktion verlagern ist Pflasterpolitik.
    • Bobby_B 26.02.2020 00:14
      Highlight Highlight @the count.
      Ganz deiner Meinung, wenn ich gesund wäre.
  • Chrigu91 25.02.2020 20:08
    Highlight Highlight Es geht um unser aller Gesundheit und das scheinbar grösste Problem ist, dass die iPhones knapp werden. OMG! 😱😱😱
    • Normal 25.02.2020 21:02
      Highlight Highlight Naja, es scheint wirklich so, dass der Virus in etwa gleich gefährlich ist wie jede Grippewelle der letzten Jahre. Demnach kann der Wirtschaftliche Schaden schlussendlich das grössere Problem sein.
    • Chrigu91 25.02.2020 23:12
      Highlight Highlight Da hast du wahrscheinlich recht. Aber warum zum Teufel gerade wegen iPhones ein Drama machen?
    • Antinatalist 26.02.2020 05:38
      Highlight Highlight Das Leben ist endlich. Ob's nun etwas früher oder später endet, macht in Relation zur Zeit, die das Universum schon existiert, keinen Unterschied. Es ist nicht mal ein Furz in einem Hurrikan. Weltweit knapp 80k Infizierte in 3 Monaten. Lachhaft! Und manche schieben eine Panik und sülzen etwas von "es geht um unsere Gesundheit". Steigen aber Tag für Tag in ein Auto und vergasen und feinstäubeln unsere Atemluft und den Planeten. 🤦🏻‍♀️🤦🏻‍♂️
  • TheRealDonald 25.02.2020 19:55
    Highlight Highlight Digitec hat nur noch einige Tausend iPhones an Lager! Das ist ja schrecklich!
    • Triumvir 25.02.2020 20:54
      Highlight Highlight Oh mein Gott Neiiiiiiinnnnn!!!!
  • Adi S.! 25.02.2020 19:41
    Highlight Highlight Wow megaschlimm! Keine iPhones mehr am Lager...
  • sweeneytodd 25.02.2020 19:35
    Highlight Highlight Jetzt bekommt man die Quittung, wenn man uas Profitgier selbst schon Medis in China herstellen lässt. Vielleicht rüttelt der Corona-Virus die Wirtschaft und den Bund wach. Es ist schlichtwegs ein Risiko wenn man die Produktion in nur ein Land verlegt. *kopfschüttel*
    • kasivogra 25.02.2020 19:58
      Highlight Highlight Nun, mit einem Engpass lassen sich auch wider die Preise erhöhen und grössere Margen generieren. Das rüttelt wohl dann niemanden wach. Falls der Bund sich für eine Pflicht zur Inlandsherstellung entscheidet, kosstet das den Steuerzahler und den Konsumenten. Jaja du schöne neue Welt. 😏
    • Faethor 25.02.2020 20:16
      Highlight Highlight Du glaubst aber nicht wirklich das darum etwa aufgerüttelt wird? Da läuft alles weiter wie bisher. Leider
    • Nelson Muntz 25.02.2020 20:58
      Highlight Highlight wir (leider) nicht passieren. wird schnell vergessen sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meyer Andrej 25.02.2020 19:28
    Highlight Highlight Wenn Bucherer seine Rolex nicht wegbringt, ich würde eine 126660 zum Listenpreis erwerben. Komme sie auch in Luzern abholen bezahle bar.
    • Suchlicht 25.02.2020 20:52
      Highlight Highlight Batmans Freunde sind auch meine Freunde 👍
  • MartinZH 25.02.2020 19:21
    Highlight Highlight Wichtig ist in diesem Kontext auf das aktuelle Marktversagen auf dem Medi-Markt hinzuweisen:

    Pharmafirmen verdienen an verbreiteten, nicht mehr patentgeschützten Medikamenten kaum etwas. Sie entscheiden sich daher oft, aus dem Markt auszusteigen, was die Anzahl der Anbieter reduziert und die Abhängigkeiten erhöht.

    Ausserdem wird die Produktion der Wirkstoffe vermehrt in asiatische Länder ausgelagert. Wenn dort Probleme auftreten, z.B. weil Fabriken wegen unzulänglicher Umweltschutzmassnahmen geschlossen werden, spitzt sich die Versorgungslage weltweit zu.

    Mehr (ZHAW): https://bit.ly/2OXrnel
    • mrmikech 26.02.2020 04:03
      Highlight Highlight Warum soll an medis eigentlich geld verdient werden?
  • Garp 25.02.2020 19:06
    Highlight Highlight Das sind halt die Konsequenzen der Globalisierung. Ein höchst anfälliges System, auch im Falle eines ausgedehnten Krieges.

    Ich muss mir wohl noch schnell ein Spiel für die Switch bestellen, um eine allefällige Quarantäne gut zu überstehen ;-) .

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