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Neuer Swissgrid-Hauptsitz in Aarau: Stromzentrale für die Schweiz



Die nationale Stromnetzgesellschaft Swissgrid steuert das Schweizer Stromübertragungsnetz seit kurzem von ihrem neuen Hauptsitz in Aarau aus. Die 80 Millionen Franken teure Zentrale ist eine gut getarnte Festung mit 380 Mitarbeitenden.

Herzstück des vierstöckigen Gebäudekomplexes mit Innenhof ist die Netzleitstelle. In einem gesicherten, modernen Kontrollraum mit grossen Bildschirmen wird das Schweizer Höchstspannungsnetz gesteuert - rund um die Uhr.

Diese «Autobahn» der Stromverteilung, die als kritische Infrastruktur gilt, transportiert die im In- und Ausland produzierte Energie mit einer Spannung von 380 und 220 Kilovolt. Die Vernetzung in Europa garantiere die Schweizer Versorgungssicherheit, hiess es bei der Besichtigung für die Medien am Donnerstag.

Die Netzleitstelle, neben der sich auch ein Krisenraum für alle Fälle befindet, darf einzig von den Mitarbeitenden betreten werden. Im gesamten Komplex, der gleich beim Bahnhof Aarau liegt, gilt ein Fotografierverbot.

Sicherheit wie bei einem Bunker

Der Hauptsitz ist ein hochtechnologisches, erdbebensicheres Gebäude mit strengen Sicherheitsstandards. Swissgrid, die das Gebäude von einer Credit-Suisse-Anlagegruppe für die Dauer von 20 Jahren mietet, macht aus Sicherheitsgründen keine Angaben über die Kosten für die Inneneinrichtungen.

Die Verwaltungsräume sind als offene Bürolandschaft mit Desk-Sharing konzipiert. Die bisherigen Standorte von Swissgrid waren Laufenburg und Frick im aargauischen Fricktal. Vor mehr als drei Jahren hatte Swissgrid in Prilly VD ihr zweites Kontrollzentrum eröffnet.

Als nationale Netzgesellschaft verantwortet Swissgrid den sicheren und diskriminierungsfreien Betrieb sowie den Unterhalt, die Erneuerung und den Ausbau des Schweizer Höchstspannungsnetzes. Das Umfeld stelle hohe Anforderungen, sagte Swissgrid-Chef Yves Zumwald. (sda)

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