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Samsung holt sich den Handy-Thron von Apple zurück – Huawei stürzt ab

30.04.2021, 14:41

Nachdem der Smartphone-Markt durch die Coronakrise ordentlich gebeutelt wurde, steigen die Auslieferungszahlen wieder an. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte der weltweite Absatz in den ersten drei Monaten sogar um 27 Prozent auf 347 Millionen Einheiten gesteigert werden. An der Spitze der Charts steht dabei Samsung, die sich den Smartphone-Thron von Apple zurückholen. Die Daten stammen von den Analysediensten Canalys und Counterpoint.

Weltweite Smartphone-Auslieferungen im ersten Quartal 2021.
Weltweite Smartphone-Auslieferungen im ersten Quartal 2021.
bild: canalys

Chinesische Marken auf dem Vormarsch

Zu den grossen Profiteuren gehören aber ganz klar die chinesischen Marken Xiaomi, Oppo und Vivo. Diese drängen weltweit in immer mehr Märkte vor. Dabei profitierten sie vor allem auch vom Absatzrückgang von Huawei, die weiter unter dem US-Embargo leiden. Auf der Weltrangliste ist Huawei, die noch im August 2020 für kurze Zeit die Spitze der Charts erobern konnten, unterdessen auf Platz 7 abgerutscht.

Das liegt unter anderem daran, dass Huawei seine Billigmarke Honor verkauft hat, was die Marktanteile in gewissen Ländern beträchtlich reduziert hat. In China hat der Marktanteil von Honor-Smartphones rund 15 Prozent ausgemacht. Mittlerweile hat Huawei aber auch immer mehr Mühe, weiterhin Smartphones zu produzieren, da sie gewisse neue Komponenten wie Chips nicht mehr beziehen können. Gerüchten zufolge soll Huawei sein neues Flaggschiff, das P50 Pro, nur in einer Auflage von gerade einmal einer Million Geräten produzieren können. Damit dürfte das Smartphone wohl nur in China erscheinen.

Nachfrage von Huawei-Smartphones bricht ein

Ausserhalb des Heimatlandes ist das Interesse an Huawei-Handys mangels Google-Apps aber sowieso fast zum Erliegen gekommen. Das zeigt sich in Europa, wo die Absatzzahlen gegenüber dem Vorjahresquartal um ganze 77 Prozent eingebrochen sind. Der Marktanteil beträgt noch zwei Prozent, gegenüber neun Prozent im Vorjahr. Entsprechend konzentriert sich Huawei auf andere Geschäftszweige und versucht sich unter anderem als Cloud-Anbieter zu positionieren.

bild: watson | datenquelle: counterpoint

In Europa ist es vor allem Xiaomi, das mit 73 Prozent ordentlich gewachsen ist. Mit einem Marktanteil von 18 Prozent nähert das «Apple Chinas» sich nun immer mehr dem Original, das mit 28 Prozent Platz 2 belegt. Ebenfalls stark gewachsen sind Oppo, OnePlus und Realme, die alle zum Elektronikkonzern BBK Electronics gehören. Während Realme und OnePlus in der Schweiz nicht offiziell erhältlich sind, ist Oppo hierzulande seit 2019 aktiv.

Nokia schafft die Kehrtwende nicht

Vergeblich in der Liste sucht man den europäischen Hersteller Nokia. Nachdem die Marke Anfang 2017 durch das finnische Start-up HMD Global neu lanciert worden war, hatte man grosse Ziele. CEO Florian Seiche sagte damals im Interview mit watson, dass man in spätestens fünf Jahren wieder in den Top 3 sein möchte.

Anfangs schien das zu gelingen, immerhin fand sich Nokia schon kurze Zeit darauf in den Top 5 in Europa wieder. Seither ging es für den Hersteller aber stetig talwärts und mittlerweile ist das Ziel «Top 3» in unrealistische Ferne gerückt: Die Marktanteile sind inzwischen so klein, dass Nokia mit anderen Marken nur noch unter «Restliche Anbieter» zusammengefasst wird. (pls)

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