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Ravens-Kicker Justin Tucker kann selbst kaum glauben, was ihm gerade gelungen ist.
Ravens-Kicker Justin Tucker kann selbst kaum glauben, was ihm gerade gelungen ist.
bild: imago-images.de

Das weiteste Field Goal der NFL-Geschichte – und 7 weitere Aufreger des Weekends

Schon wieder Wahnsinn in der NFL! Zwei Field-Goal-Versuche aus grosser Rekorddistanz sorgen gleich für verschiedene Liga-Bestmarken. Und während Aaron Rodgers mal wieder ein Spiel dreht, erleben zwei Rookie-Quarterbacks ein regelrechtes Waterloo.
27.09.2021, 13:4728.09.2021, 06:52

Die Resultate

Bevor wir zu den Highlights kommen, zunächst die Resultate von Week 3:

» Hier geht's zu den akutellen NFL-Standings.

Die Highlights

Das längste Field Goal der NFL-Geschichte

Die Baltimore Ravens haben die Detroit Lions dank eines Field Goals in allerletzter Sekunde mit 19:17 besiegt. Es war nicht irgendein Field Goal – es war das weiteste Field Goal der NFL-Geschichte! Ravens-Kicker Justin Tucker traf aus 66 Yards zwischen die Pfosten. Wobei: Zunächst prallte der Football noch auf dem Querbalken des Tores auf. Von da aus sprang er dann doch noch zwischen den Stangen hindurch – und das Rekord-Field-Goal zählte. Die bisherige Bestmarke lag bei 64 Yards. Für diese hatte Matt Prater im Jahr 2013 gesorgt.

Tucker hat gemäss ESPN vor allem deshalb Geschichte geschrieben, weil er im letzten Jahr seine Technik leicht angepasst hat. Bei längeren Kicks geht der 31-Jährige ein paar Schritte mehr zurück als üblich und geht wie beim Kickoff an die Sache heran.

«Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Um ehrlich zu sein, hatte ich gerade eine ausserkörperliche Erfahrung», sagte Tucker nach dem Spiel. «Als der Football meinen Fuss verliess, wusste ich, dass die Chance da ist. Vor dem Spiel blieb ich aus 65 Yards noch zweimal zu kurz. Zum Glück habe ich noch etwas gefunden, das dem Ball die eineinhalb Yards extra gab.»

Sein Trainer war natürlich voll des Lobes: «Er ist der beste Kicker der Geschichte», erklärte Ravens-Coach John Harbaugh. «Wenn man so einen Kicker hat, muss man ihm so eine Chance einfach geben. Dass er es geschafft hat, ist schlicht historisch.»

109-Yard-Touchdown nach Praters Rekord-Patzer

Doch damit nicht genug: Beim Duell zwischen den Arizona Cardinals und den Jacksonville Jaguars legte sich der bisherige Field-Goal-Rekordhalter Matt Prater den Football beim Stand von 7:7 kurz vor der Halbzeit gar an der 68-Yard-Linie zurecht. Zunächst sah es nach der grossen Sensation aus: Die Richtung seines Kicks stimmte, doch am Ende blieb der Cardinals-Kicker ein paar Yards zu kurz. Was folgte, war dann die absolute Höchststrafe.

Denn die Jaguars hatten mit Jamal Agnew einen Kickoff-Returner vor die Stangen gestellt. Der wieselflinke Receiver fing den Ball in der eigenen Endzone und lief los. Zunächst schlug er einen Haken nach links, kehrte dann in die Mitte zurück und durchbrach schliesslich auch noch den letzten Tackle-Versuch der Cardinals-Defense. An der Seitenlinie entlang schaffte er es in die Endzone – nach sensationellen 109 Yards. Ein längerer Touchdown ist in der NFL nicht möglich – dementsprechend aus dem Häuschen war TV-Kommentator Gus Johnson.

Das Kunststück gelang erst zwei Spielern vor Agnew: Cordarrelle Patterson und Antonio Cromartie. Patterson lief für die Minnesota Vikings im Jahr 2013 einen Kickoff-Return-Touchdown ebenfalls über 109 Yards und Cromartie schaffte es 2007, als er für die San Diego Chargers einen misslungenen Field-Goal-Versuch über 109 Yards zum Touchdown lief.

Immerhin verkam der Abend für Kicker Prater nicht zum totalen Debakel. Seine Cardinals drehten die Partie nach der Halbzeit noch und gewannen am Ende mit 31:19.

Rodgers und Crosby sorgen für Last-Minute-Wende

Das Sunday-Night-Game zwischen den San Francisco 49ers und den Green Bay Packers wurde zum erwarteten Thriller. Kurz vor Schluss sah das Heimteam trotz eines zwischenzeitlichen 0:17-Rückstands nach einem Touchdown-Pass auf Jimmy Garoppolo auf Kyle Juszczyk schon wie der sichere Sieger aus. 28:27 für die «Niners» hiess es 37 Sekunden vor Schluss.

Doch diese 37 Sekunden reichten Packers-Quarterback Aaron Rodgers noch für den Game-Winning-Drive: Mit zwei perfekt getimten Pässen auf Davante Adams, der zuvor hart von einem Helm am Oberkörper getroffen wurde, aber weitermachen konnte, brachte er sein Team innert kürzester Zeit in Field-Goal-Distanz. Kicker Mason Crosby erledigte schliesslich aus 51 Yards den Rest und sicherte den Packers den 30:28-Sieg.

Die komplette Schlussphase des Duells 49ers vs. Packers.

Eine spektakuläre Mahomes-Interception

Nach der bitteren 35:36-Pleite gegen die Ravens am letzten Wochenende haben die Kansas City Chiefs erneut verloren. Gegen die Los Angeles Chargers setzte es eine überraschende 24:30-Pleite ab. Quarterback Patrick Mahomes leistete sich gleich zwei Interceptions. Vor allem die erste von Asante Samuel Jr. nach einem abgelenkten Pass war unfassbar spektakulär.

Dass der MVP von 2018 in seinem 49. NFL-Spiel die Pass-Marke von 15'000 Yards so früh knackte wie kein Quarterback in der nordamerikanischen Profiliga vor ihm, half da auch nicht. Dass die Chiefs erstmals seit 2015 wieder bei einer Siegquote unter 50 Prozent liegen, bereitet Mahomes aber keine Sorgen: «Ein bisschen Gegenwind schadet nie. Wir sind bald wieder da!», twitterte er kurz nach dem Spiel.

Einen kurzen Schock gab es nach dem Spiel aber doch noch für die Chiefs. Coach Andy Reid fühlte sich plötzlich nicht gut und wurde deshalb ins Spital gebracht. Die Chiefs gaben wenig später aber bekannt, dass es nichts Schlimmes und eine reine Vorsichtsmassnahme war.

Brady allein genügt nicht

Die Los Angeles Rams bodigten Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers mit 34:24 und blieben damit auch im dritten Spiel siegreich. Quarterback Matthew Stafford warf für 343 Yards und ingesamt vier Touchdown-Pässe, während sein Gegenüber Tom Brady nur bei einem Touchdown seine Finger im Spiel hatte. Diesen besiegelte der siebenfache NFL-Champion per Quarterback-Sneak.

Vor allem die Rams-Defense um Superstar Aaron Donald machte Brady und Co. das Leben schwer. Zwar übertraf der «GOAT» am Ende dank seinen starken 432 Yards die 80'000-Yards-Marke, doch in den Big Plays wurde die «Bucs» von den Rams immer wieder gestoppt. Insgesamt wurde Brady dreimal gesacked.

Wilson vom Regen in die Traufe

Letzte Woche wurde Rookie-Quarterback Zach Wilson von den New York Jets nach vier Interceptions von den eigenen Fans ausgepfiffen und an diesem Wochenende erwischte der Nummer-2-Pick des diesjährigen Drafts erneut einen rabenschwarzen Tag. Beim 0:26 gegen die Denver Broncos warf Wilson zwar «nur» zwei Interceptions, dazu wurde er aber fünfmal gesacked. Am Ende kam er auf 160 Yards und ein unterirdisches Quarterback-Rating von 42,6.

Wilson lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. «Ich wusste, dass es eine Herausforderung werden würde. Aber ich bin aus einem bestimmten Grund in dieser Position und ich werde definitiv immer besser werden», erklärte er nach seinem zweiten Katastrophen-Spiel in Serie.

Horror-Debüt für Bears-Hoffnung

Noch schlechter als Wilson lief es Justin Fields. Der Erstrunden-Pick der Chicago Bears durfte für den verletzten Andy Dalton erstmals von Beginn an ran, erlebte aber ein absolutes Horror-Debüt. Beim 6:26 gegen die Cleveland Browns brachte der Rookie-Quarterback nur 6 von 20 Pässen für 68 Yards an den Mann und am Ende stand bei den Bears netto nur ein einziger Passing Yard zu Buche. Ausserdem wurde Fields, der von seiner O-Line immer wieder im Stich gelassen wurde, neunmal gesackt, wobei Clevelands Myles Garrett allein auf 4,5 Sacks kam.

Nichts zu machen für Justin Fields bei seinem Debüt als Starting-Quarterback.

Kicker erobert seinen eigenen Kickoff

Das Washington Football Team hatte beim 21:43 gegen die Buffalo Bills nichts zu bestellen: Bills-Quarterback Josh Allen lieferte mit vier geworfenen und einem erlaufenen Touchdown sowie 358 Yards eine absolute Galavorstellung ab. Für das Highlight der Partie sorgte aber ein anderer – Washington-Kicker Dustin Hopkins.

Nach dem ersten Touchdown seines Teams drosch er den Football in Richtung gegnerische Hälfte, wo Returner Isaiah McKenzie wegen des starken Winds den Ball aber nicht fassen konnte. Im darauffolgenden Tohuwabohu eroberte schliesslich ausgerechnet Hopkins das Ei für Washington zurück und sorgte damit für eine gute Field-Position für seine Mannschaft.

Die bisherigen Highlights:

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