Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this June 16, 2014 file photo, demonstrators chant pro-Islamic State group slogans as they carry the group's flags in front of the provincial government headquarters in Mosul, 225 miles (360 kilometers) northwest of Baghdad. Branding experts say an unfortunate association with a name, like businesses and brands who share the name

Eine Demonstration von «IS»-Anhängern in Mosul (Archivbild 2014). Bild: AP/AP

Sie reisten aus Frankreich in den Irak – drei «IS»-Mitglieder zum Tode verurteilt



Wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») sind drei Franzosen im Irak zum Tode verurteilt worden. Das am Sonntag verhängte Todesurteil ist das erste gegen französische «IS»-Kämpfer im Irak. Die Verurteilten haben einen Monat Zeit, um die Entscheidung juristisch anzufechten.

Kévin Gonot, Léonard Lopez und Salim Machou waren in Syrien gefasst und in den Irak überstellt worden. Das Land hat tausende Dschihadisten aufgenommen, die bei den Kämpfen gegen das so genannte Kalifat des «IS» festgenommen worden waren. Hunderten von Kämpfern ausländischer Herkunft wurde bereits der Prozess gemacht, gegen sie verhängte Todesurteile wurden bisher allerdings nicht vollstreckt.

Zuvor waren bereits mindestens drei französische IS-Mitglieder zu lebenslanger Haft verurteilt worden sind. Nach irakischem Recht entspricht das einer Haftstrafe von 20 Jahren. Neun weitere inhaftierte Franzosen warten noch auf ihr Urteil.

Der 32-jährige Gonot stammt aus Figeac im Südwesten Frankreichs und war gemeinsam mit mehreren Angehörigen nach Syrien gereist. Vor Gericht gab er an, sein Vater, ebenfalls ein «IS»-Anhänger, sei im Kampf um die Stadt Rakka getötet worden.

Kritik an Prozessen

Der 32-jährige Lopez soll Frankreich im Sommer 2015 mit seiner Frau und zwei Kindern verlassen haben, um zunächst im Irak und dann in Syrien auf Seiten des «IS» zu kämpfen. Dem 41-jährigen Salim Machou wird vorgeworfen, Mitglied einer rund 300 Mann starken «IS»-Untergruppe gewesen zu sein, die Terroranschläge im Irak, in Syrien und in anderen Ländern verübt hat.

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hatte die Prozesse im Irak wiederholt kritisiert: Sie beruhten oft lediglich auf Indizien oder auf Geständnissen, die unter Folter zustande gekommen seien. Kaum ein Land auf der Welt verhängt so häufig die Todesstrafe wie der Irak. Zwischen 2017 und 2018 stieg die Fallzahl von 65 auf 271. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

117
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

117
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

33
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Menel 26.05.2019 23:40
    Highlight Highlight Als Befürworterin der unbedingten Einhaltung der Menschenrechte kann und werde ich niemals ein Rechtssystem, das auf Vergeltung und Rache aus ist, und die Tötung von Menschen als Strafmass führt, etwas positives abgewinnen können. Das ist einfach nur barbarisches und mittelalterlich; und bringen tuts ja eh nichts. Und jeder der unsere Werte hoch hält und schätzt, sollte das auch so sehen.
    • Satan Claws 27.05.2019 01:27
      Highlight Highlight @Menel
      Ich sage immer: Wir sind nur noch einen Steinwurf von der Scharia und Spiegelstrafen entfernt.

      Wie soll etwas so böses gut sein?
    • Gawayn 27.05.2019 06:16
      Highlight Highlight Ich bin schockiert
      Wie Viele Vergeltung berechtigt finden.

      Es gibt sehr gute Gründe, warum wir in Europa, zuerst die Folter, danach die Todesstrafe abgeschafft haben.

      Jedes Strafmass, jedes Rechtsverständnis, sollte die Rehabilitierung, nicht Rache zum Ziel haben.

      Sonst stellen wir uns auf die selbe Stufe wie diese Verbrecher.

      Es wurde auch immer wieder bewiesen, das die Todesstrafe nicht abschreckt.
      Egal was Faktenresistente sonst behaupten.
    • Militia 27.05.2019 08:07
      Highlight Highlight Gawayn, ich bin ein Gegner der Todesstrafe aber diese Leute kann und soll man nicht wieder in die Gesellschaft integrieren. Play stupid games win stupid prices.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tolgito 26.05.2019 21:56
    Highlight Highlight Sorry mein Mitleid hält sich in Grenzen eh sorry hab eigentlich gar kein Mitleid! Sie hatten ja auch keines... sie selber haben immer Rechtsanspruch. Ihre Opfer hatten dies nicht
  • Chääschueche 26.05.2019 20:07
    Highlight Highlight 🤷‍♀️
  • Butzdi 26.05.2019 18:59
    Highlight Highlight Es ist ja offensichtlich erwiesen und wird auch nicht von den Angeklagten bestritten, dass sie ISIS Kämpfer waren. Daher passt das Urteil in das irakische Rechtsverständnis und ist eine ganz kleine Vergeltung der Vergewaltigungen, Versklavungen, Folter und Morde die durch ISIS Schergen verübt wurden.
  • Magnum44 26.05.2019 18:32
    Highlight Highlight Ins Paradies wollten die doch immer schon?
  • Bowell 26.05.2019 17:51
    Highlight Highlight Die Drei können jetzt ja den Rechtsweg beschreiten. Ganz im Gegenteiln zu den Tausenden die vom IS gefoltert, geköpft und verstümmelt wurden.
  • G.Oreb 26.05.2019 17:22
    Highlight Highlight Wie kann man mit Frau und Kind in den Krieg ziehen? Wie kann man so naiv sein?
    Ich bin gegen die Todesstrafe, aber wer in so ein Land freiwillig reist um in den Krieg zu ziehen, hat von mir aus auch keine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Soll doch der IS mit dem Iran verhandeln, dessen Bürger wollte er ja werden.
  • Musikuss 26.05.2019 17:21
    Highlight Highlight Wer sich *freiwillig* dem IS anschliesst, hatte mindestens die Absicht, andere Menschen zu töten resp. zu versklaven/vergewaltigen, mit der Ausrede, dass Allah diese Verbrechen angeblich gutheisst. Jetzt brauchen sie nicht zu jammern, wenn auf sie zurückkommt, was sie gesät haben...

  • Hierundjetzt 26.05.2019 17:07
    Highlight Highlight Als der IS die Jesiden ermordet, versklavt und verkauft hat, vernahm ich kein Statement von HRW.

    Die in linken westeuropäischen kreisen romantisierte Sicht auf diese edlen, starken und nur es bitz verwirrten IS Kämpfer geht mir so was gewaltig gegen den Strich.

    Alte, du wusstest haargenau was du tatest. Haargenau. Tja, und jetzt gibts die Rechnung für Deinen blutigen Terror gegen die Zivilbevölkerung Syriens. Nope. Du warst nie Soldat, daher gilt auch kein Kriegsrecht gemäss Genfer Konvention

    Voilà. Leben in die Mülltonne geworfen. Für nichts. Toll.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 27.05.2019 08:43
      Highlight Highlight Leicht verwirrt? Definitiv nicht.
      Gefährlich gestörte Geisteskranke trifft es eher.
      Ich bin zwar strikte gegen die Todesstrafe, aber ich habe nicht das geringste Mitleid mit Dschihadisten.
      Sie wollten mit grausamster Gewalt einen eigenen Staat erzwingen. Jetzt bekommen sie die Quittung von den Ländern, die sie mit Terror überzogen haben.
      In den schwarzen Tiefen meines Herzens, würde ich denen noch weitaus schlimmere Schicksale wünschen. Auch mit den IS-Bräuten hab ich kein Mitleid. Sie wollten Action, jetzt bekommen sie mehr sls sie wollten.
  • Militia 26.05.2019 16:25
    Highlight Highlight Human Rights Watch Macht sich lächerlich. Diese Leute sind ja nicht in den Osten gereist um durstigen Hunden in der Wüste Wasser zu geben.
    HRW macht sich selbst zum Komplizen von Terroristen und meint wahrscheinlich selber wirklich etwas für die richtige Seite zu tun.
    • Paul_Partisan 27.05.2019 08:27
      Highlight Highlight Nein. So sehr ich die Daesh-Kämpfer ideologisch und moralisch verabscheue, sie haben trotzdem einen fairen Prozess verdient. Denn genau das unterscheidet "uns" von ihnen.
    • Militia 27.05.2019 09:01
      Highlight Highlight Das ist nicht der Punkt. Sie hatten einen fairen Prozess. Aber wie alle ISIS Kämpfer behaupten sie nun mit der Sache nichts zu tun gehabt zu haben und HRW unterstützt sie noch dabei. HRW ist entweder naiv, blöd oder unterstützt bewusst Terroristen. Wahrscheinlich ist es das 1. und 2.

«Daesh»: Ein Wort im Krieg – ein Wissenschaftler erklärt, wie Sprache Macht ausübt

Westliche Staatschefs beleidigen die Terrormiliz «IS» mit der Bezeichnung «Daesh». Auch mit Worten wird Krieg geführt – wie soll man die Terrormiliz nennen, um sie nicht aufzuwerten? Und welche Wirkung kann das Wort im Krieg überhaupt haben?

Nach den Paris-Attacken macht ein Begriff die Runde – «Daesh». watson hat einen Sprachwissenschaftler der Universität Zürich befragt, warum westliche Staatschefs diese Bezeichnung im Propagandakrieg pushen, welche Wirkung ein Wort oder die Sprache in der Politik haben kann und wieso sich die Welt an «Daesh» gewöhnen sollte.

«Daesh» klingt nicht nur wie ein hingespucktes Schimpfwort, sondern kann auch inhaltlich als Beleidigung eingesetzt werden, es hat im arabischen Sprachgebrauch eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel