Brexit

Die Zeit wird knapp für die Briten: Um die Brexit-Verhandlungen steht es nicht gut

Die Brexit-Verhandlungen sind festgefahren - und in Grossbritannien steigt die Nervosität angesichts der drohenden wirtschaftlichen Folgen. Doch die EU-Staaten bleiben hart.

12.10.17, 22:59 13.10.17, 07:43

Markus Becker, Brüssel

Ein Artikel von

«Hier sind wir wieder, dieselben beiden Leute», sagt Michel Barnier, Brexit-Chefunterhändler der EU, als er mit seinem britischen Kollegen David Davis in Brüssel vor die Presse tritt. Die Botschaft ist im Grunde dieselbe wie zuletzt: In der Frage der Rechte der Bürger und der Grenze in Irland kommt man in Trippelschritten voran, bei der Austrittsrechnung der Briten herrscht dagegen vollkommener Stillstand.

Was aber nach den Eröffnungsworten von Barnier und Davis passierte, war sinnbildlich für das aktuelle Machtgefälle in den Verhandlungen: Fünf Fragen waren erlaubt, für englischsprachige Medien. Und die gingen nicht eben sanft mit Davis um:

Was der Sinn des immer gewagteren britischen Drahtseilakts sei?

Warum London der EU noch immer nicht schriftlich zugesagt habe, sich an seine finanziellen Verpflichtungen zu halten?

Warum man dem Volk eingeredet habe, dass die Verhandlungen leicht würden und die EU unbedingt einen Handelspakt wolle?

Ob Davis eine einzige Firma nennen könne, die den Brexit für positiv hält?

Dass die heimische Presse solche Fragen stellt, erhöht den Druck auf die Regierung in London. Ein Sprecher der Kommission musste sich anschliessend vor laufenden Kameras verärgerte Nachfragen nicht britischer Journalisten zu dem offensichtlichen Manöver gefallen lassen. Seine Antwort: «Das ist unser Presseraum. Wir entscheiden über die Prozeduren.»

Details wie dieses zeigen, wer derzeit in den Verhandlungen die Oberhand hat: EU-Verhandler Barnier pocht auf die Leitlinien, welche die Staats- und Regierungschefs der restlichen 27 EU-Staaten beschlossen haben und denen übrigens auch London zugestimmt hat. Sie besagen: Zunächst werden die Details des Austritts ausgehandelt, und erst wenn darüber «ausreichende Fortschritte» erzielt sind, kann man über die Zukunft und ein Handelsabkommen reden. Diese zweite Phase sollten die EU-27 eigentlich beim Gipfel in der kommenden Woche einläuten. Nun wird es frühestens beim darauffolgenden Treffen Mitte Dezember dazu kommen.

Damit sind zwei weitere wertvolle Monate der ohnehin knapp bemessenen Frist verloren gegangen. Am 29. März 2019 endet die britische EU-Mitgliedschaft, für das Aushandeln eines Austrittsabkommens bleibt damit nur wenig mehr als ein Jahr - und die Nervosität in Grossbritannien wächst, dass es zu einem ungeordneten Brexit kommt.

Am 29. März heisst es für die Briten definitiv Brexit.

43s

Am 29. März heisst es für die Briten definitiv Brexit.

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Spekulationen über britischen Nafta-Beitritt

Am Dienstag berichtete der «Daily Telegraph» - das Hausblatt der Brexit-Hardliner der konservativen Tory-Partei - über einen möglichen Beitritt Grossbritanniens zum Nafta-Abkommen, sollte es keinen Deal mit der EU geben. Mehrere Minister würden über derartige Pläne nachdenken, schrieb das Blatt - freilich ohne Namen zu nennen. Ohnehin sei die nordamerikanische Freihandelszone mit den USA, Kanada und Mexiko grösser als die EU.

Auf dem Kontinent werden derartige Gedankenspiele dagegen belächelt. «Damit kann man vielleicht besorgten Landsleuten ein wenig Trost spenden, mehr aber auch nicht», meint Daniel Caspary, Chef der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament. Ein Abkommen mit Kanada und Mexiko würde bestenfalls das ersetzen, was die Briten durch den Austritt aus der EU verlören. «Der einzige Mehrwert wäre ein leichterer Zugang zum US-Markt», so Caspary. «Ich wünsche viel Spass dabei, ein multilaterales Abkommen mit Donald Trump zu verhandeln, der immer wieder sagt, dass er solche Abkommen nicht mehr will.»

Wie auf Bestellung kam da der Besuch des kanadischen Premierministers Justin Trudeau in Washington, bei dem US-Präsident Trump einen Nafta-Ausstieg der USA ausdrücklich für möglich erklärte.

Ohnehin würden sich die Briten mit einem Beitritt zu dem Abkommen - sollte er überhaupt möglich sein - «ins eigene Fleisch schneiden», meint Bernd Lange (SPD), Chef des Handelsausschusses im Europaparlament. Zu erwarten wäre dann etwa ein Exodus der Autohersteller, insbesondere der asiatischen, die Grossbritannien vor allem wegen des Zugangs zum EU-Binnenmarkt als Standort ausgesucht haben. Sollte Grossbritannien aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten, würde dieser Handel deutlich erschwert. Sollte das Land obendrein der Nafta beitreten, könnten Firmen wie Nissan oder Toyota den relativ kleinen britischen Markt eventuell von ihren nordamerikanischen Werken aus versorgen. Sie hätten damit gleich zwei Gründe, ihre britischen Fabriken in die EU zu verlegen.

Zudem müssen britische Autohersteller auf Exporte in die USA ohnehin nur 2.5 Prozent Zollgebühren zahlen. Bei Ausfuhren in die EU wären es nach dem Austritt aus der Zollunion ohne neuen Deal dagegen zehn Prozent. «Kein besonders gutes Geschäft», meint ein Manager eines deutschen Autoherstellers.

Keine Hilfe von der deutschen Autoindustrie

Überhaupt, die deutsche Autoindustrie. Bis heute hält sich in Teilen der britischen Politik die Erwartung, dass Daimler, BMW und VW irgendwann Druck auf die Bundesregierung ausüben würden, einen weichen Brexit anzustreben - um ihre Exporte nach Grossbritannien zu schützen. Doch dafür gibt es bisher keinerlei Anzeichen.

Im Gegenteil: Die Priorität der deutschen Exportindustrie ist es, den EU-Binnenmarkt zu schützen. Sollte ein harter Brexit der Preis dafür sein, dann sei es so, meint ein Insider. Die Integrität des EU-Binnenmarkts sei von «überragender Bedeutung», das sei Konsens in der Branche.

Ein britischer Regierungsbeamter meinte nach der Pressekonferenz von Barnier und Davis, man wolle ohnehin mehr als ein einfaches Handelsabkommen wie Nafta. Was genau, wollte er nicht verraten. Aber man sei bereit, über die Zukunft zu reden - «jetzt sofort». Das Problem: EU-Chefunterhändler Barnier betonte auch am Donnerstag mehrfach, dass man erst die Austrittsdetails - darunter die leidige Finanzfrage - klären müsse. An dieses «präzise Mandat» der Staats- und Regierungschefs habe er sich zu halten.

Im britischen Lager deutet man das gar zu einem guten Zeichen um. Es handele sich dabei um eine Art Hilferuf Barniers an die Staats- und Regierungschefs, ihm beim Gipfel kommende Woche mehr Spielraum zu gewähren. Ob das geschehen wird, erscheint allerdings fraglich. Sicher, es sei traurig, dass die Briten die EU verlassen, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag in Hannover. Aber man werde die Verhandlungen «so führen, dass möglichst wenig Schaden für uns hier in Deutschland entsteht».

In den vergangenen Monaten habe die EU Fortschritte in der Flüchtlings-, Migrations- und Verteidigungspolitik gemacht, die vor einem Jahrzehnt noch undenkbar gewesen wären. Die anderen 27-Mitgliedstaaten seien «wirklich entschlossen», Europa weiterzuentwickeln. Merkels Trauer über den britischen Austritt, so scheint es, hält sich in Grenzen.

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hans Gseh-Cho 13.10.2017 10:10
    Highlight Ich, Links-Wähler, finde die EU ist eine reine "Schönwetter-Allianz". Zieht ein Sturm auf (z.B. Flüchtlingskrise) ist die "Wir sind ein gemeinsames Europa" Stimmung schnell verschwunden und jeder kocht wieder seine eigene Suppe.
    5 3 Melden
  • rodolofo 13.10.2017 08:53
    Highlight Nicht nur die Breit-Verhandlungen sind festgefahren.
    Auch unserer AHV-Reform geht es nicht anders.
    Die meisten "Westlich - Demokratischen" Länder befinden sich in einem solchen Blockade-Zustand, mit widerstrebenden Gesellschaftlichen Interessengruppen, die in zähen Verhandlungen versuchen, Ihre Vorstellungen durchzusetzen.
    Da jede Lebensart Vor- und Nachteile hat, wird der Verstand grosse Mühe haben, sich für die eine-, oder die andere Lebensart zu entscheiden.
    Den Stichentscheid muss darum das Herz fällen!
    Schlägt unser Herz für Europa, oder für Britannien?
    Wo ist das Wetter besser?
    6 1 Melden
  • Max Havelaar 13.10.2017 08:43
    Highlight Wenn schon GB einen solchen „Impact“ auf die EU Staaten hat, begreift vielleicht nun ein bisschen besser, weshalb die Schweiz nie eine Chance auf neue Verhandlungen hatte...
    12 0 Melden
  • Doeme 13.10.2017 08:21
    Highlight Wirklich lächerlich wie die britischen Brexit-Befürworter versuchen, alles positiv zu deuten und dabei verkennen, wie sehr sie eigentlich im Schlamassel stecken. Nun ja, mit Wut im Bauch trifft man selten die richtigen Entscheidungen. Und Wutbürger haben bekanntlich viel Wut im Bauch. Ich wünsche den Briten nur das Beste, wenigstens haben sie ja nach den Neuwahlen eine starke Regierung😂
    44 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.10.2017 07:20
    Highlight Was für "EU Fortschritte in der Flüchtlings-, Migrations- und Verteidigungspolitik"? Wo kann ich mehr darüber lesen?
    20 20 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.10.2017 09:01
      Highlight Nicht via Blitzli rumstänkern! Oder sind die Blitzlis einfach eure Art zu zeigen, dass ihr keine Antworten kennt und euch Antworten nicht interessieren? Überraschen würde mich das ja nicht.
      4 10 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 14:22
      Highlight Wer mit Allgemeinplätzen provoziert, erntet halt Blitze.
      Es gsb keine Verteidigungspolitik weil die bisher national geregelt war.
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.10.2017 14:48
      Highlight Fabio74
      Die von dir angeprangerten "Allgemeinplätze" sind ein wortwörtliches Zitat aus dem Artikel. Eben weil es so allgemein formuliert war, wollte ich mehr wissen.
      Aber hier wird man offenbar abgestraft, wenn man mehr wissen will.
      Herzlichen Dank auch an das Team und die Leser.
      2 1 Melden
    • Tikvaw 13.10.2017 20:22
      Highlight <Aus Sicht der EU> ist bei der Flüchtlingspolitik folgender Fortschritt gemacht worden:
      - Griechenland, Italien und div. Balkanstaaten wurden dazu gebracht konsequent(er) die (Biom.)Daten von neuen Flüchtlingen zu registrieren und sie bis zur Zielbestimmung nicht weiterreisen lassen.
      - Als Gegenleistung erhalten diese Länder Gelder für Aufnahmezentren, Lager, med. Versorgung, Strom, Wasser usw.
      - Ein EU-weiter Verteilungsschlüssel von Flüchtlingen wurde geschaffen.
      - Abkommen mit Türkei; Zurückhalten, Rückübernahmen und Versorgung
      -Verfahren u.A. gegen DE wegen Vertragsverletzungen
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.10.2017 11:11
      Highlight Es gibt also doch jemanden, der mehr weiss.
      Herzlichen Dank für die interessanten Informationen Tikvaw :-)
      2 0 Melden
  • Grundi72 13.10.2017 07:14
    Highlight Medien und Links haben den Brexit noch immer nicht verdaut. Das Täubelen nimmt kein Ende..

    Let's go 🇬🇧! 💪😎
    21 56 Melden
    • ujay 13.10.2017 08:56
      Highlight Jaja...das täubelen der Rechten und ahnungslosen😂😂😂
      12 2 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 08:57
      Highlight Wie viele feuchte Träume hast du zu dem Thema eigentlich?
      Der Brexit findet wenn überhaupt 2019 statt.
      May liefert ja ausser heisser Luft nichts bisher
      10 2 Melden
    • Jein 13.10.2017 09:15
      Highlight Wenn jemand am "täubelen" ist dann sind es wohl die Tories, die den "föifer und's weggli" wollen und langsam zur Realisation kommen, dass Brexit entgegen deren Erwartung also doch kein Kinderspiel mit Happy End ist.
      11 2 Melden
    • Menel 13.10.2017 09:17
      Highlight Ja, das sind die, die sich um die Bevölkerung Sorgen machen. Unternehmen ist das ja weitestgehend egal, die warten ab und entscheiden danach. Sollte es zu einem harten Brexit kommen, dann sind die einfach weg aus GB und lassen das Land mit Arbeitslosen zurück. Dazu noch die Einbusse bei den Steuern und das marode Sozialsystem von GB geht vor die Hunde. Wollen sie selbst in so einem Land leben?
      10 1 Melden
  • Jein 13.10.2017 07:04
    Highlight Die Zeit läuft zu Ungunsten der UK. Schon nur im Bankensektor hat die regulatorische Unsicherheit tausende Stellen aufs europäische Festland getrieben, die nicht erst abwarten können ob die UK weiterhin Zugriff zum EU-Finanzmarkt bekommt. Auch wenn May durch die Wahlen wertvolle Zeit verloren verloren hat, war von Anfang an klar dass 2 Jahre für all die offenen Fragen nie reichen würden.
    24 4 Melden
  • Stachanowist 13.10.2017 04:41
    Highlight David Davis und H.R. McMaster sollten mal die Hauptrollen in einem Actionfilm übernehmen. Sie haben die coolsten Namen der Weltpolitik :D
    28 1 Melden
  • Juliet Bravo 13.10.2017 02:05
    Highlight Wie wir Schweizer wissen, kann ein gutes umfassendes Regelwerk, das beiden nützt, nur über Jahre gelingen.

    Auch wenn die Britische Demokratie nicht halbdirekt ist, und eine "starke" - sprich breit abgestützte Regierung - rascher erfolgreich wäre... Es sieht derzeit alles andere als danach aus. Maya Kurs ist hoch umstritten. Und auch nicht von Erfolg gekrönt.
    28 1 Melden
  • Libertas 13.10.2017 01:15
    Highlight Für was Verhandeln? Austreten und gut ist! Die EU soll von den Briten keinen Cent mehr erhalten. Der EU muss ihre Grenzen aufgezeigt werden. Die EU muss sterben, damit Europa leben kann.
    10 56 Melden
    • W wie Wambo 13.10.2017 08:57
      Highlight Damit man sich wieder gegenseitig alle 50 Jahre in Stücke bomben kann?
      10 0 Melden
    • ujay 13.10.2017 08:57
      Highlight ...so spricht jemand, der eine riesige Ahnung vom Thema hat und denkt, die EU sei ein Kegelklub😂😂😂
      8 0 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 08:59
      Highlight Markige Worte. Dafür sind die Briten zu feige. Wie es auch der gesamte Chor der Rechtsnationalen hier ist.
      Die Briten haben bis zum letzten Tag der Mitgliedschaft zu zahlen. Oder kann man deinen Lohn auch sparen ab dem Tag der Kündigung und die Kündigungsfrist arbeitest gratis?
      10 0 Melden
    • Dr. Zoidberg 13.10.2017 09:01
      Highlight dümmer gehts wirklich nimmer. oder soll das satire sein?

      mal abgesehen davon, dass die briten verträge unterschrieben und zusagen zb finanzieller art ggü der eu gemacht haben, die sie jetzt halt einhalten müssen, mit wem glaubst du, macht die britische wirtschaft wohl geschäfte? mit den lofoten? oder den kolonien?
      6 0 Melden
    • Stichelei 13.10.2017 10:15
      Highlight @Libertas: Vertragsbruch auf allen Ebenen als Maxime der internationalen Politik? Im Ernst jetzt?
      8 0 Melden
  • sslider 13.10.2017 00:09
    Highlight Ich fühle mich immer mehr an George
    Orwell"1984"erinnert
    18 71 Melden
    • Juliet Bravo 13.10.2017 01:44
      Highlight Wieso an George Orwells 1984?
      16 1 Melden
    • Blutgrätscher 13.10.2017 01:56
      Highlight Hab ich da das Kapitel zu den Multilateralen Binnenmarktanschlüssen überlesen?
      39 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.10.2017 07:21
      Highlight Warum?
      16 0 Melden
    • Anam.Cara 13.10.2017 07:32
      Highlight Mich erinnert es eher an Göthes Zauberlehrling: Die Geister die ich rief, die werd ich nun nicht los...

      Ein nicht zwingendes Referendum (in GB ist das das Volk nicht die Legislative, sondern das Parlament) wurde von Populisten mit offensichtlichen Falschinformationen beeinflusst. Das Volk hat seinen Unmut (über alle möglichen Themen) bei diesem Referendum als Protestsimme geäussert. Als das knappe Resultat gegen die EU ausfiel, haben die Populisten den Schwanz eingezogen und sind abgehauen. Die anderen müssen jetzt etwas aushandeln, das ggf. gar niemand wirklich will...
      41 2 Melden
    • Jein 13.10.2017 09:28
      Highlight 1984 spielt doch in London, vielleicht sieht er eine düstere Zukunft für das Vereinigte Königreich? The Shard ware ideal um das Ministry of Truth einzuquartieren...
      8 0 Melden
  • Alnothur 12.10.2017 23:55
    Highlight Fazit: Protektionismus und Abschottung ist voll geil, wenn er von der EU ausgeht.
    43 120 Melden
    • Hierundjetzt 13.10.2017 00:34
      Highlight UK ist ausgetreten. Nicht die EU.

      Aber das kann man ja mal verwechseln...
      39 5 Melden
    • Cityslicker 13.10.2017 01:28
      Highlight Ab"schotten" möchte sich ja wohl eher UK (die Schotten wiederum sehen das eventuell ganz anders... ;-) )
      27 4 Melden
    • Amadeus 13.10.2017 05:39
      Highlight @Alnothur
      Der Wille, sich von der EU abzuschotten kam von den Briten.
      27 2 Melden
    • Yolo 13.10.2017 06:42
      Highlight Die EU tut genau das, was die Briten auch versuchen: sie schützen ihre Wirtschaft und ihre Interessen.
      28 3 Melden
    • Jein 13.10.2017 06:49
      Highlight Dass die EU Marktzugang von der Personenfreizügigkeit abhängig macht ist altbekannt. Die Briten sind selber Schuld.
      29 3 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 06:52
      Highlight Falsch. Wer Mitglied ist, profitiert vom Binnenmarkt etc. Wer austritt, ist draussen.
      Ist eigentlich ganz simpel, wie das Leben funktioniert.
      25 4 Melden
    • Markus86 13.10.2017 07:49
      Highlight Süss. Die Briten wollen Abschottung und Protektionismus. Aber das weiss du selber.
      28 3 Melden
    • Hoppla! 13.10.2017 08:22
      Highlight Ich male mir die Welt wie sie mir gefällt, na?

      Zunächst werden die Details des Austritts ausgehandelt, und erst wenn darüber «ausreichende Fortschritte» erzielt sind, kann man über die Zukunft und ein Handelsabkommen reden.

      Das sind die Regeln. Dass es kein Abkommen geben kann steht nirgends.
      20 2 Melden
    • Alnothur 13.10.2017 12:01
      Highlight @Fabio und co.: falsch, die EU erhöht gegen aussen die Abgaben und Zölle, um die "Binnenwirtschaft" zu schützen; eigentlich nennt man sowas ja schon fast Merkantilismus ^^
      2 6 Melden
    • rodolofo 13.10.2017 13:29
      Highlight Die Schotten wollen sich von den Briten abschotten, weil diese gegenüber der EU die Schoten dicht macht.
      3 1 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 14:25
      Highlight @alnotur den 5er und das Weggli gibts nicht
      4 1 Melden
    • Alnothur 13.10.2017 19:08
      Highlight @Fabio74 die Mitglieder zu zwingen, auf Importe höhere Zölle zu erheben als sie es sonst täten, um den Eindruck zu erwecken wie viel besser es doch sei, Mitglied zu sein (wer nicht dabei ist wird bestraft), hat nichts mit dem 5er und dem Weggli zu tun, sondern mit schon fast mafiösem Vorgehen.

      Ja, richtig, ich habe "wird bestraft" geschrieben, nicht "hat die Vorteile nicht". Letzteres ist logisch, ersteres aber ganz und gar nicht.
      1 4 Melden
    • Alnothur 14.10.2017 11:39
      Highlight Auch interessant, kommen statt Argumente nur abgedroschene Phrasen und Blitze...
      1 2 Melden
  • stamm 12.10.2017 23:49
    Highlight Nur Geld regiert die EU! Aber das wird sich ganz sicher wieder legen..... Jetzt alles schlecht schreiben und in ein paar Jahren den Briten nachtrauern. Ich find es super, haben sie diesen Schritt gewagt.
    54 129 Melden
    • Hierundjetzt 13.10.2017 00:36
      Highlight Als Schweizer mit den Bilateralen I + II im Rücken sowas toll finden ist extrem arrogant.
      26 2 Melden
    • phreko 13.10.2017 01:03
      Highlight 6 Zeilen, ohne ein einziges Argument für den Brexit.
      25 2 Melden
    • Yolo 13.10.2017 06:44
      Highlight ... das finde ich auch. So zeigt es der Schweiz und den Täubeler, was uns nach der Kündigung der Bilateralen droht. Auch ein schlechtes Beispiel ist ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte.
      28 1 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 06:51
      Highlight Lächerlich dieses einseitige EU-Bashing
      Warum darf die EU ihre Interessen nicht verteidigen? Wie kommt man auf die Idee, ein nicht-Mitglied könne alles haben was es will?
      28 6 Melden
    • manuel0263 13.10.2017 08:37
      Highlight Und was bitte regiert die Schweiz, wenn nicht Geld? GB ist mit dieser irrwitzigen Abstimmung von David Cameron in eine absurde Situation geraten...und jetzt sollen für GB die Regeln nicht mehr gelten, die es zuvor mitvertreten hatte? Die Wähler wurden belogen, dass sich die Balken biegen!
      26 3 Melden
    • stamm 13.10.2017 23:52
      Highlight Ok, das mit den Briten sehen wir ja in ein paar Jahren......ich glaube, dass es gut kommt. Was sich die EU erlaubt mit einem ``Aussteiger``, zeigt, wie sie selber auf einzelne Mitglieder angewiesen ist. Nicht umgekehrt. Wer kommt nur auf die Idee, dass ganz Europa gleich tickt, wie Deutschland? Dümmer wie die EU geht kaum.... Oder anders: wem geht es seither besser?
      0 1 Melden
  • Bonzino 12.10.2017 23:41
    Highlight Ich frage mich schon, was es zu diskutieren gibt bei der Frage: Welchen Status ein in GB wohnender EU-Bürger künftig haben sollte? Er ist Ausländer! Basta!
    65 39 Melden
    • Hierundjetzt 13.10.2017 00:34
      Highlight Aha. Und der Rentenanspruch, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld wird dann wie errechnet? Und muss ich jetzt einen neuen Arbeitsvertrag haben? Welche Arbeitnehmerrechte gelten ab 2019?

      nur ein kleiner Ausschnitt.

      Basta sagen nur gaaaanz kleine Kirchenlichter aus der Schweiz
      27 2 Melden
    • LandeiStudi 13.10.2017 00:58
      Highlight Ja und die Briten haben jetzt gemerkt, dass das auch umgekehrt so ist
      18 0 Melden
    • phreko 13.10.2017 01:03
      Highlight Rauswerfen?
      2 1 Melden
    • Blutgrätscher 13.10.2017 01:59
      Highlight Sind Botschafter, Secondos und Leute ohne Aufenthaltsbewilligung jetzt auf derselben legalen Ebene nur weil sie Ausländer sind, oder wie?
      9 1 Melden
    • derEchteElch 13.10.2017 06:10
      Highlight Den gleichen Status wie wir Schweizer; Ausländer. Zum glück bin ich dennoch Bürger der EU, doch dieses Konstrukt aus Bürokratie muss weg.

      Reisefreiheit und wirtschaftliche Abkommen sind ok. Die ganzen Vorschriften, welche die EU erlässt und sich in alle Angelegenheiten einmischt sind aber zuviel..!
      3 28 Melden
    • Jein 13.10.2017 06:54
      Highlight Kommt schon drauf an ob EU-Bürger zukünftig Ausländer vom Status von z.B. Kanadier sind (bis zu ein Jahr Aufenthalt ohne Bewilligung) oder eines Drittstaates sind. Und was z.B. mit EU-Bürgern passiert die seit Jahren in der UK wohnen, denn für die reicht die Zeit zur Einbürgerumg bis zum Brexit wohl nicht mehr. Und dann gibt es noch die paar Mio. Briten in der EU die sich die gleiche Frage stellen.
      22 0 Melden
    • Fabio74 13.10.2017 09:02
      Highlight @Elch Nenn doch Vorschriften die stören. Sagen wir 10 Stück.
      Wer Mitglied wird in einem Staatenbund gibt Kompetenzen ab, weil sinnvollerweise Regeln auf gemeinsamer Ebene gemacht werden. Sonst ist es kein Bund
      3 0 Melden
    • ujay 13.10.2017 09:03
      Highlight @Elch. Klar, für alle nicht EU Länder dieselben Rechte wie für EU Mitgliedsländer, aber ohne Pflichten....dream on😂😂😂
      4 0 Melden
    • Bonzino 13.10.2017 10:21
      Highlight Hierundjetzt: Haben Sie auch schon gehört, dass es auch in der Schweiz Ausländer haben soll, die Rente beziehen? Ich bin übrigens kein Kirchengänger, Sie wohl schon...
      1 2 Melden

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