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epa09321388 Jordan Henderson (R) of England celebrates after scoring the 0-4 gaol during the UEFA EURO 2020 quarter final match between Ukraine and England in Rome, Italy, 03 July 2021.  EPA/Ettore Ferrari / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Wieder kein Gegentor: England hat sich endgültig zum EM-Titelfavoriten gemausert. Bild: keystone

«Eine perfekte Nacht für uns» – England marschiert mit Kantersieg in den Halbfinal

England gibt gegen die Ukraine eine weitere Kostprobe seiner Stärke ab und zieht ungefährdet in den Halbfinal ein. Der zu Turnierbeginn hart kritisierte Harry Kane trägt zum 4:0 in Rom zwei Tore bei. Im Halbfinal wartet nun Dänemark.



Nach dem Erfolg gegen Deutschland hatte Gareth Southgate den Viertelfinal gegen die Ukraine zu einer Reifeprüfung für sein Team erhoben. Der Nationaltrainer war die mahnende Stimme in der ganzen Euphorie gewesen. Er wurde von seinen Spielern gehört. Mit einer souveränen und bemerkenswert disziplinierten Leistung marschierte England völlig problemlos in seinen ersten EM-Halbfinal seit 1996.

Der Plan der Ukrainer sah in guter Aussenseiter-Manier vor, hinten gut stehen und vorne Nadelstiche setzen. Doch keine vier Minuten nach dem Anpfiff war das Vorhaben von Nationaltrainer Andrej Schewtschenko schon deutlich erschwert. Raheem Sterling hatte die Fünfer-Abwehr der Ukraine mit einem ersten genialen Pass ausgehebelt und Harry Kane perfekt lanciert. Und falls die Osteuropäer mit neuem Plan aus der Pause gekommen sein sollten, wurde auch dieser gleich über den Haufen geworfen. Innerhalb von fünf Minuten erhöhten Abwehrchef Harry Maguire und erneut Kane (mit seinem dritten Turnier-Treffer) auf 3:0.

Kane trifft nach 3:32 Minuten zum 1:0 für England. Video: SRF

Harry Kane:

«Wir haben in einem grossen Spiel eine grossartige Leistung gezeigt. Der Druck war hoch, die Erwartungen waren hoch. Dann vier Tore und wieder zu null gespielt – es war eine perfekte Nacht für uns. Jetzt sind wir wieder in einem Halbfinal. Wir wollen Schritt für Schritt nehmen, mit Dänemark wartet wieder ein schwieriger Gegner.»

Bild

Harry Kane bringt das Lachen nicht mehr aus seinem Gesicht. bild: screenshot Bbc

Harry Maguire:

«Es ist ein grossartiges Gefühl. Zweimal in Serie bei einem grossen Turnier im Halbfinal zu sein, einfach unglaublich. Aber wir sind noch nicht am Ende unseres Weges, das nächste grosse Spiel wartet bereits auf uns. Alles läuft perfekt, wir verbessern uns von Spiel zu Spiel. Das frühe Tor war das, was wir heute angestrebt haben. Danach zeigten wir ein beinahe perfektes Spiel.»

England zeigte speziell beim dritten Tor, dass es brillant angreifen kann. Aber mehr noch zeichnet diese Mannschaft unter Southgate aus, dass sie mit viel Disziplin und ohne unnötiges Risiko agiert. Sie unterscheidet sich von früheren Ausgaben der «Three Lions», die sich an grossen Turnieren immer wieder mal selber in Schwierigkeiten gebracht hat. Gegen die Ukraine wurde aggressiv und konsequent verteidigt, manchmal mit Pressing tief in der generischen Hälfte, wenn nötig aber auch gut gestaffelt nahe am eigenen Tor.

Der Doppelschlag durch Maguire und Kane nach der Pause. Video: SRF

Für die Ukrainer war die Situation spätestens nach einer guten Stunde und dem 4:0 des kurz zuvor eingewechselten Jordan Henderson aussichtslos. Für den Liverpool-Captain war es im 62. Länderspiel der erste Treffer im Trikot der «Three Lions».

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Henderson setzt mit dem 4:0 den Schlusspunkt. Video: streamable

Die Ukraine, der schlechteste in die K.o.-Runde gekommene Gruppendritte, hatte nie richtig Zugang zum Match, obwohl Schewtschenko sein Mittelfeld verstärkt und Manchester Citys Alexander Sintschenko von links in die zentrale Position verschoben hatte. Die beste Chance blieb bis zuletzt ein Schuss von Roman Jaremtschuk aus der 17. Minute.

Gegen Dänemark wieder in London

Berechnend kühl und gleichzeitig eindrücklich durchschlagskräftig kam England zu seinem fünften Zu-Null-Spiel an dieser EM. Nun kehrt das Team nach London zurück, wo es schon seine ersten vier Partien bestritten hat und am Mittwoch den ersten Finaleinzug seiner Geschichte perfekt machen will. Vor dem Gegner sind die Gastgeber gewarnt: Das letzte Duell mit Dänemark im vergangenen Oktober in der Nations League ging im Wembley mit 0:1 verloren.

Das Telegramm:

Ukraine - England 0:4 (0:1)
Olimpico, Rom. - 11'880 Zuschauer. - SR Brych (GER).
Tore: 4. Kane 0:1. 46. Maguire 0:2. 50. Kane 0:3. 63. Henderson 0:4.
Ukraine: Buschtschan; Sabarni, Krywzow (35. Zygankow), Matwijenko; Karawajew, Sydortschuk (64. Makarenko), Sintschenko, Mykolenko; Schaparenko; Jaremtschuk, Jarmolenko.
England: Pickford; Walker, Stones, Maguire, Shaw (65. Trippier); Rice (57. Henderson), Phillips (65. Bellingham); Sancho, Mount, Sterling (65. Rashford); Kane (73. Calvert-Lewin).
Bemerkungen: Ukraine ohne Malinowski, Besedin und Popow (alle verletzt). England ohne Saka (verletzt). 35. Krywzow verletzt ausgewechselt. (pre/sda)

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Diese Juwele bestreiten an der EM ihr erstes grosses Turnier

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Diese Juwele bestreiten an der EM ihr erstes grosses Turnier
quelle: keystone / ronald wittek / pool
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