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Goldbach Group trotzt rückläufigem Markt



Die Werbevermarkterin Goldbach Group hat im ersten Halbjahr ihre Stellung im schrumpfenden TV-Werbe-Markt verteidigt. Sie konnte unter anderem die Verträge mit RTL, 3+ und AZ Medien verlängern. Die Gewinnprognose für 2017 wurde erhöht.

Die Gruppe steigerte den Umsatz im ersten Semester um 0.8 Prozent auf 236 Millionen Franken. Die wichtigste Sparte, das Schweizer TV-Geschäft wuchs mit 1 Prozent gegenüber dem Vorjahressemester über dem Markt, wie die Goldbach Group am Mittwoch mitteilte.

Die Werbevermarkterin gewann mit AB3, Swiss 1 und Teleclub Zoom drei neue TV-Sender als Kunden. Die wichtigen Vermarktungspartnerschaften mit RTL, 3Plus und AZ Medien konnten verlängert werden.

Positiv innerhalb des Schweizer Vermarktungsgeschäfts (Ad Sales Schweiz) entwickelte sich auch der Online-Bereich, der 4 Prozent zulegte. Im ersten Halbjahr vereinbarte Goldbach unter anderem eine Partnerschaft mit Tamedia im Bereich der Video Vermarktung.

Automobilbranche zurückhaltend

Die Radiovermarktung hingegen mit der Goldbach-Tochter swiss radioworld büsste 14 Prozent Umsatz ein. Insbesondere Kunden aus der für das Radiogeschäft bedeutenden Automobilbranche seien zurückhaltend gewesen, schreibt die Gruppe. Das kurzfristig buchbare Radiogeschäft sei durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet.

Insgesamt erhöhte sich der Betriebsgewinn (EBITDA) im Schweizer Vermarktungsgeschäft um 1.2 Prozent auf 18.3 Millionen Franken. Im strategischen Wachstumsmarkt Deutschland konnte der Break-Even aus der zweiten Jahreshälfte 2016 knapp bestätigt werden.

Zu den Erfolgen in Deutschland seit Anfang Jahr zählt unter anderem die Vermarktung von Smart TV Apps namhafter Gerätehersteller. Aus einem Umsatz von 5.3 Millionen Franken (plus 50 Prozent) resultierte für Ad Sales Deutschland ein knapp negativer Betriebsgewinn (EBITDA) von 0.2 Millionen nach einem Verlust von 1.3 Millionen Franken im Vorjahr.

Prognose nach oben geschraubt

Zurück in den schwarzen Zahlen ist nach einer tiefgreifenden Restrukturierung das Sorgensegment Marketing Services. Unter dem Strich verbuchte die ganze Gruppe eine deutliche gesteigerte Profitabilität. Der Betriebsgewinn (EBITDA) legte um 23 Prozent auf 16.4 Millionen zu. Der Reingewinn belief sich auf 4.6 Millionen Franken (plus 24 Prozent).

Die Goldbach Gruppe erhöhte nach dem positiven ersten Semester ihre Jahresprognose. Neu rechnet sie für den Betriebsgewinn mit einer Steigerung von rund 10 Prozent, anstelle eines Anstiegs im einstelligen Prozentbereich. Der Reingewinn wird neu zwischen 10 bis 12 Millionen Franken erwartet (bisher: 9 bis 11 Millionen Franken). Die Erwartungen bezüglich Umsatz werden mit einem organischen Umsatzwachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich bestätigt. (sda)

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