DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04701168 A still CCTV handout photograph made available by the British London Metroolitan Police Service (MPS) on 12 April 2015 showing one of three men outside the Hatton Garden Safe Deposit Ltd, who the police are trying to trace in their investigation into the theft of items from a number of safety deposit boxes at Hatton Garden Safety Deposit Limited (HGSD) in Hatton Garden, City of London, England on 02 - 04 April 2015. A total of 72 safety deposit boxes were opened, out of 999 boxes in the vault.  EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das Bild eines Verdächtigen. Bild: EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE

Bilder sollen Londoner Juwelendiebe zeigen – die Polizei ist gewaltig unter Druck



Der dreiste Juwelendiebstahl in London liefert Stoff für einen guten Krimi. Über Ostern konnten die Täter ungestört 72 Safes aufbrechen und vermutlich eine Millionenbeute machen. Die Polizei muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen.

Nach dem aufsehenerregenden Einbruch im Londoner Juwelier-Viertel hat die Polizei Bilder von Verdächtigen veröffentlicht. Darauf schiebt ein Mann einen blauen Mülleimer, einer anderer trägt rotes Werkzeug, ein dritter hat einen schwarzen Plastiksack über der Schulter. Die Gesichter sind nicht zu erkennen.

epa04701166 A still CCTV handout photograph made available by the British London Metroolitan Police Service (MPS) on 12 April 2015 showing one of three men outside the Hatton Garden Safe Deposit Ltd, who the police are trying to trace in their investigation into the theft of items from a number of safety deposit boxes at Hatton Garden Safety Deposit Limited (HGSD) in Hatton Garden, City of London, England on 02 - 04 April 2015. A total of 72 safety deposit boxes were opened, out of 999 boxes in the vault.  EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Noch ein Verdächtiger. Bild: EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE

Zuvor hatte am Samstag eine britische Zeitung Videobilder veröffentlicht, die mindestens sechs Einbrecher zeigen sollen. Unbekannte hatten über die Ostertage 72 Safes in einer Depotfirma in Hatton Garden aufgebrochen, die hauptsächlich von Diamant- und Schmuckhändlern aus dem Viertel genutzt wurden.

Alarm ignoriert

Scotland Yard steht in dem Fall unter Druck. Am Freitag hatten die Ermittler zugegeben, dass die Polizei bereits am Karfreitag über einen Einbruchalarm in der Firma zur Einlagerung von Wertsachen informiert worden war. Der Anruf hatte aber die Dringlichkeitsstufe «Kein Eingreifen notwendig» erhalten - warum, ist unklar.

Versicherer und Nutzer der Tresore, die der Einbruch viele Millionen Pfund kosten dürfte, erwägen deshalb eine Zivilklage auf Schadenersatz. Was die Diebe genau erbeutet haben, ist noch nicht bekannt. In den Medien werden Zahlen von 60 Millionen Pfund (86 Millionen Franken) bis 200 Millionen Pfund genannt.

Die Polizei war am Dienstagmorgen nach Ostern an den Tatort gerufen worden. Bilder von Überwachungskameras zeigten, dass die Einbrecher zunächst die Nacht zum Karfreitag im Gebäude verbracht hatten, erklärte einer der Ermittler.

«Sie waren sehr kühn»

Am Ostersamstag spätabends seien sie zurück gekommen und am frühen Morgen des Ostersonntags wieder verschwunden. «Sie waren sehr kühn», sagte Kriminaloberkommissar Paul Johnson. Die Untersuchung des Tatorts sei mühsam und werde sich in die kommende Woche ziehen.

Scotland Yard hatte das Videomaterial nach eigenen Angaben vor dem «Daily Mirror», der es am Samstag veröffentlichte. Warum es nicht früher gezeigt worden war, liessen die Ermittler offen. Betroffene kritisieren, dass die Polizei sie über das Ausmass des Diebstahls lange im Dunklen gelassen habe. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Tag der Abrechnung? Johnsons Ex-Berater äussert sich im Parlament

London rüstet sich für ein mögliches politisches Beben. Am Mittwoch (10.30 MESZ) wird der ehemalige Top-Berater von Premierminister Boris Johnson, Dominic Cummings, von zwei Parlamentsausschüssen zur Krisenpolitik der Regierung zu Beginn der Corona-Pandemie befragt. Bisher deutet alles darauf hin, dass Cummings, der einst als mächtigster Mann der Downing Street galt, die stundenlange Aussage in London zum Anlass für eine Generalabrechnung mit seinem einstigen Chef und dessen Ministern …

Artikel lesen
Link zum Artikel