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Glencore steigert Gewinn und Umsatz im ersten Halbjahr

08.08.2018, 09:52
Bild: KEYSTONE

Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore hat im ersten Halbjahr 2018 sowohl mehr Umsatz als auch mehr Gewinn erzielt. Da auch mehr Barmittel erwirtschaftet wurden als im Vorjahr, konnte der Schuldenberg weiter reduziert werden. Für die nähere Zukunft zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

So stieg der Umsatz um knapp 5 Prozent auf 108.6 Milliarden Dollar, wie Glencore am Mittwoch mitteilte. Von den verschiedenen Geschäftsbereichen haben sich laut Glencore insbesondere die Divisionen Metalle and Mineralien sowie das Öl- und Kohlegeschäft gut entwickelt.

Dagegen sei die Landwirtschaftsdivision von tieferen Getreideerträgen in verschiedenen Ländern belastet worden. Hier verspricht sich das Unternehmen aber eine bessere Entwicklung im zweiten Halbjahr.

Gewinn steigt zweistellig

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte sich um knapp ein Viertel auf 8.27 Milliarden. Der den Aktionären zustehende Reingewinn legte um 13 Prozent auf 2.78 Milliarden Dollar zu.

Die Gewinnzahlen sind bei Glencore wie üblich um unregelmässig auftretende finanzielle Schwankungen bereinigt. Das Unternehmen begründet diese Massnahme mit der besseren Vergleichbarkeit, da beispielsweise bei Minenprojekten grosse Vorinvestitionen nötig sind, bis einige Jahre später erst die Einnahmen fliessen.

Ohne Sonderbelastungen hätte der Reingewinn bei 3.3 Milliarden gelegen. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Konzernchef Ivan Glasenberg äusserte sich zufrieden mit dem ersten Semester.

Industrieaktivitäten mit Gewinnsprung

Glencore unterteilt das eigene Geschäft in die industriellen und die Marketing-Aktivitäten. Bei den industriellen Aktivitäten wurde der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen um 26 Prozent auf 6.7 Milliarden US-Dollar verbessert.

Die Marketingsparte konnte den Betriebsgewinn EBITDA um 10 Prozent auf 1.6 Milliarden steigern. Glasenberg bezeichnete das Handels- und Rohstoffpreisumfeld im ersten Semester als «volatil, aber vorteilhaft», und weiter verwies er auf die wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen der eigenen Standorte.

Hohe Kosten für Kupfer- und Zinkminen

Allerdings lagen die Kosten der Kupfer- und Zinkminen über den ursprünglichen Prognosen für das Geschäftsjahr. Schuld waren Projekte in Anlaufphasen, niedrigere Preise für Nebenprodukte und eine mässige Steigerung der Energiekosten. Zudem war die Produktion im zweiten Semester höher.

Dank der Zunahme des Cashflows konnte Glencore die Schulden um 16 Prozent auf 9 Milliarden weiter reduzieren.

Mit Blick nach vorne zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Konzernchef Glasenberg will den Fokus in nächster Zeit auf den Schuldenabbau und die Aktionärsrenditen sowie die Aktienrückkäufe setzen. (awp/sda)

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Video: srf
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