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Rheinschiffahrt: Nach vier Monaten Niedrigwasser wieder Normalität auf dem Rhein



Nach einer monatelangen Phase mit Niedrigwasser kehrt beim Gütertransport auf dem Rhein wieder Normalität ein: Dank der Regenfälle der letzten Tage können die Rheinschiffe wieder voll beladen nach Basel fahren.

Möglich ist dies seit vergangenem Wochenende, wie es bei bei den Schweizerischen Rheinhäfen in Basel am Dienstag auf Anfrage hiess. Zuvor konnten die Güterschiffe wegen des Niedrigwassers während vier Monaten nur gerade einen Viertel der üblichen Fracht auf dem Rhein transportieren.

Phasen mit zu wenig Wasser gibt es im Rhein ebenso regelmässig wie solche mit Hochwasser. Eine derart lange Niedrigwasser-Periode habe es jedoch letztmals vor rund 50 Jahren gegeben, sagte Hafensprecher Simon Oberbeck zur sda. Er zeigte sich erleichtert, dass der Pegelstand nun wieder einen normalen Stand erreicht hat.

Wie sich die aussergewöhnliche Situation auf das Jahresergebnis der Rheinhäfen von Basel-Stadt und Baselland auf das Jahresergebnis 2015 ausgewirkt hat, vermag Oberbeck noch nicht zu sagen. Nach dem Rekordjahr 2014 zumindest bei den Containern sei auch in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres ein starkes Wachstum verzeichnet worden. Danach sorgte das Niedrigwasser für einen Dämpfer.

Vorübergehend Kurzarbeit

Froh über den gestiegenen Wasserstand sind auch die Logistikunternehmen, die in den Rheinhäfen tätig sind. Die Ultra-Brag etwa musste wegen des Umschlageinbruchs für ihre 130 Angestellten gar Kurzarbeit einführen. Diese Massnahme solle nun so schnell wie möglich wieder aufgehoben werden, sagte auf Anfrage Geschäftsleitungsmitglied Chris Adam.

Für die Ultra-Brag, die über eigene Schiffe verfügt und auf dem Oberrhein eine eigene Containerlinie betreibt, besteht eines der Hauptprobleme der Niedrigwasserperiode im Verlust von Umschlag an andere Verkehrsträger. Profitiert habe namentlich die Bahn, sagte Adam.

Für ihn gilt es nun, das Vertrauen in die Schifffahrt wieder zurückzugewinnen. Auch Adam kann sich noch nicht konkret zu den Auswirkungen des Niedrigwassers auf das Geschäftsergebnis äussern. Sicher sei jedoch, dass die Ultra-Brag die Budgetziele nicht erreicht hat.

2015 sei ohnehin ein bisschen viel durcheinander geraten, stellte Adam fest. Er spielte damit auf den Frankenschock an, welcher die Branche neben dem tiefen Pegelstand auf dem Rhein ebenfalls schwer zu schaffen machte. (sda)

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