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Der Goalie geschlagen, Lukaku jubelt.
Der Goalie geschlagen, Lukaku jubelt.
Bild: keystone

Belgien-Goalgetter Lukaku: «Ronaldo hätte sicher gerne meine Power»

Der Achtelfinal zwischen Belgien und Portugal (heute, 21 Uhr) ist das Duell der Superlative: Die Nummer 1 der FIFA-Weltrangliste trifft auf die Nummer 5; der WM-Dritte von 2018 auf den amtierenden Europameister.
27.06.2021, 14:3127.06.2021, 14:53

3 Spiele, 9 Punkte, 7:1 Tore: Belgien war nach Italien das statistisch zweitbeste Team der Vorrunde. Der Effort der Mannschaft von Roberto Martinez, die unter dem Spanier nur vier von 59 Spielen verloren hat, wurde aber nicht belohnt. Mit dem Titelverteidiger Portugal wartet der auf dem Papier klar stärkste Gruppendritte auf die «Roten Teufel», bei denen sich eine aussergewöhnliche Generation endlich vergolden will.

Wie stark der EM-Finalist von 1980 tatsächlich ist, wird sich erst in der K.o.-Phase weisen, denn noch wurde Belgien an diesem Turnier erst in der Partie gegen Dänemark gefordert. Kevin de Bruyne sorgte in Kopenhagen nach seiner Einwechslung in der Pause für die Wende und stellte dabei seine Unverzichtbarkeit unter Beweis. Axel Witsel und Eden Hazard, die auch zu Beginn des Turniers noch nicht fit genug waren, standen gegen Finnland in der Startaufstellung. Das Timing könnte perfekt aufgehen.

Rechtzeitig fit geworden: Kevin de Bruyne.
Rechtzeitig fit geworden: Kevin de Bruyne.
Bild: keystone

Portugals wackelige Defensive

Im Gegensatz zu Belgien wurde Portugal in allen drei Partien getestet, wobei der Titelverteidiger verschiedene Gesichter zeigte. Beim 3:0 gegen Ungarn kam er dank einem Schlussspurt doch noch zu einem komfortablen Sieg. Beim 2:4 gegen Deutschland funktionierte die Defensive für einmal überhaupt nicht, und beim 2:2 gegen Frankreich wechselten sich Aufs und Abs ab. Zwischenzeitlich drohte sogar das Ausscheiden.

Portugals Trainer Santos hatte einigen Grund zu hadern.
Portugals Trainer Santos hatte einigen Grund zu hadern.
Bild: keystone

Gerade in der Partie gegen Deutschland schien Fernando Santos an der Seitenlinie zu verzweifeln. Alle paar Minuten verwarf der ansonsten so stoische 66-Jährige die Hände, drehte sich zur Ersatzbank um und sah seine Assistenten fragend an. Santos erlebte etwas, das ihm während seiner knapp siebenjährigen Amtszeit als portugiesischer Nationaltrainer noch nie in dieser Form widerfahren war: Die Defensive war heillos überfordert und kassierte im 85. Länderspiel unter ihm erstmals vier Gegentore.

Ronaldo: «Ich fühle mich so frisch, als sei es meine erste EM»

Im hoch dotierten Angriff war Cristiano Ronaldo die bislang einzige Konstante. Die Rolle des Captains war vor dem Turnier von einigen Experten kritisch beäugt worden, auch wenn der 36-Jährige meinte: «Ich fühle mich so frisch, als sei es meine erste EM.» Geblufft hat der Torschützenkönig der Serie A dabei nicht. Mit seinen EM-Toren 10 bis 14 und inzwischen 109 Treffern in der Nationalmannschaft setzte Ronaldo zwei weitere Rekordmarken, die nicht so schnell gebrochen werden dürften.

Die Belgier sind nicht nur deshalb gewarnt. Bereits vor fünf Jahren «mogelten» sich die Portugiesen durch die Vorrunde – und eliminierten dann im Achtelfinal die zuvor so stark aufspielenden Kroaten. Seit 1996 standen die Portugiesen an jeder EM unter den letzten acht, an vier der sechs Turnieren erreichten sie mindestens die Halbfinals. Und 2019 gewannen sie auch die Premiere der Nations League.

Jubelt und jubelt ohne Ende: Cristiano Ronaldo.
Jubelt und jubelt ohne Ende: Cristiano Ronaldo.
Bild: keystone

Die Zuschauer im Olympiastadion von Sevilla erwartet im ersten Aufeinandertreffen der beiden Nationen an einer Endrunde ein Stelldichein der Superstars. Besonders im Fokus stehen die beiden Topskorer Romelu Lukaku und Cristiano Ronaldo. Die besten zwei Torschützen der abgelaufenen Serie-A-Saison drückten auch dem Turnier bislang ihren Stempel auf.

Portugal hofft auf CR7 – wie immer

«Ich hätte gerne seine Fähigkeiten im Dribbling und seine Schusstechnik», sagte Lukaku über Ronaldo. «Und er hätte sicher gerne meine Power.» Der belgische Sturmtank traf in der Vorrunde wie Emil Forsberg, Patrik Schick, Robert Lewandowski und Georginio Wijnaldum dreimal. Übertroffen wurden sie alle nur von Ronaldo. Der 36-Jährige ist dank seiner fünf Treffer Führender der Torschützenliste.

Trainer Santos weiss, was er an seinem Superstar hat: «Um Ronaldo mache ich mir keine Sorgen. Ronaldo ist der Ronaldo, der er immer war, mit der gleichen Bereitschaft, dem Nationalteam zu dienen.» (ram/sda)

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