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Julian Assange, Founder and Editor-in-Chief of WikiLeaks via video link and Sarah Harrison, a WikiLeaks journalist attend a press conference on the occasion of the 10 year anniversary celebration of WikiLeaks in Berlin, Germany, October 4, 2016.    REUTERS/Axel Schmidt

Julian Assange am Dienstag in einer Live-Übertragung nach Berlin, rechts Wikileaks-Journalistin Sarah Harrison. Bild: AXEL SCHMIDT/REUTERS

Assange kündigt brisante Wikileaks-Enthüllungen vor US-Präsidentenwahl an



Irgendwie war im Netz der Eindruck entstanden, Wikileaks-Gründer Julian Assange wolle am Dienstag eine grosse Enthüllung über Hillary Clinton veröffentlichen. Doch bei der Geburtstags-Feier der Enthüllungs-Plattform in Berlin blieb es bei Ankündigungen.

In den kommenden Monaten werde es eine Vielzahl neuer Veröffentlichungen auf der Enthüllungs-Plattform geben, sagte Assange am Dienstag in einer Live-Übertragung nach Berlin. Insgesamt lägen rund eine Million Dokumente vor, die noch dieses Jahr veröffentlicht werden sollten und die «ganz entscheidenden Einfluss auf aktuelle Geschehnisse haben», sagte Assange.

«Sie müssen verstehen, dass wenn wir etwas mit Bezug zu den Vereinigten Staaten veröffentlichen wollen, wir das nicht um drei Uhr nachts machen würden.»

Julian Assange mit Blick auf die Ortszeit in den USA

Die Dokumente würden Einfluss auf drei mächtige Organisationen in verschiedenen Ländern haben und es werde eben auch um die Wahl in den USA gehen. Assange machte aber keine näheren Angaben dazu, um welche Art von Informationen genau es dabei gehen soll.

Für die Veranstaltung zum zehnten Jahrestag der Registrierung der Web-Adresse von Wikileaks waren im Netz auch Enthüllungen über US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in Aussicht gestellt worden. Sie blieben aus. «Sie müssen verstehen, dass wenn wir etwas mit Bezug zu den Vereinigten Staaten veröffentlichen wollen, wir das nicht um drei Uhr nachts machen würden», sagte Assange mit Blick auf die Ortszeit in den USA.

Warten auf «October surprise»

In Medien wird seit Wochen über eine unerwartete Enthüllung im letzten Abschnitt des Wahlkampfs diskutiert, die Clinton schweren Schaden zufügen könnte. Da in den USA immer Anfang November gewählt wird, werden derartige Ereignisse in der amerikanischen Politik als «October surprise» bezeichnet.

Assange, der seit Jahren in der Botschaft Ecuadors in London festsitzt, wurde zu der Veranstaltung in der Berliner Volksbühne per Video zugeschaltet. Ursprünglich wollte Assange vom Balkon der Botschaft in London sprechen, in dem er Asyl hat, der Auftritt wurde jedoch unter Hinweis auf Sicherheitsüberlegungen abgesagt. Assange machte auf Anfrage keine Angaben dazu, was genau die Sorgen waren.

Vor zehn Jahren, am 4. Oktober 2006, wurde die Website von Wikileaks registriert. Die ersten Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform folgten zum Jahresende.

Merkels Handy abgehört

Seither sorgten die Aktivisten um Assange mit zahlreichen Veröffentlichungen, unter anderem aus den Kriegen im Irak und Afghanistan oder dem US-Gefangenenlager Guantanamo für Aufsehen. In Deutschland deckten geleakte Dokumente auf der Website etwa auf, dass Bundeskanzlerin Angela Merkels Handy abgehört wurde.

Zwischenzeitlich hatte die Aktivität nach einem Zerwürfnis in der Führung von Wikileaks und den juristischen Problemen von Assange nachgelassen. Er lebt seit Sommer 2012 im Asyl in der Botschaft Ecuadors, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo gegen ihn wegen Vorwürfen sexueller Nötigung ermittelt wird. Assange erklärt, er müsse befürchten, von Schweden in die USA ausgeliefert zu werden.

Trump-Sympathie zurückgewiesen

Zuletzt sorgte Wikileaks aber wieder mit Veröffentlichung interner E-Mails aus der Parteizentrale der Demokraten für Aufsehen. Dass Wikileaks damit indirekt den republikanischen Kandidaten Donald Trump unterstützt, wies Assange am Wochenende in einem «Spiegel»-Interview zurück.

Man verstehe sich als unabhängige Organisation und könne keine Rücksicht nehmen, wenn in einem Land gerade Wahlen anstehen, sagte Assange. Er habe keinerlei Affinität für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump, erklärte er am Dienstag.

In den USA hatten IT-Sicherheitsexperten erklärt, dass die E-Mail-Server von Hackern mit Verbindung zu russischen Geheimdiensten geknackt worden seien. Das brachte Wikileaks auch den Vorwurf ein, sich zum Instrument Moskaus zu machen – was Assange zurückweist. (whr/sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • äti 04.10.2016 20:24
    Highlight Highlight Ich habe kein gutes Gefühl mehr betreffs Wikileaks. Anfangs war es die Bombe und spitzbübisch habe ich es gelesen. Inzwischen sind nicht nur die Erwartungen gestiegen, sondern auch die "Abwehr-Strategien" potentieller Opfer. Es würde mich nicht wunder, es würden auch Fake-Infos "bereitgestellt". So oder so, der Aufwand zur Qualitätssicherung dürfte heute wesentlich höher sein als vor 10 Jahren. Die Ankündigung der Veröffentlichung von relevanten Informationen vor den Wahlen lässt bei mir den Erpressungs-Alarm läuten. In etwa: hopp Trump, hopp Clinton meldet euch mit Summe
    • D(r)ummer 06.10.2016 16:08
      Highlight Highlight Verständlich die Skepsis. Dem Inhalt von Dokumenten (von Wikilieaks veröffentlicht), welche von den betroffenen Regierungen als Echt bestätigt werden, kann man mit gutem Gewissen glauben.
      Wer weiss, ob die Hacker/Journalisten für Wikileaks, schon auf falsche Fährten gelockt wurden.
      Trotzdem, grundsätzlich begrüsse ich Aufklärungsarbeit durch dritte...
  • Ton 04.10.2016 18:23
    Highlight Highlight Man munkelt, es wird jetzt jede Woche einen Wikileaks Document Dump geben für 10 Wochen - bis zum 8. November. Siehe #wikileaks10

    Natürlich schade, dass heute nichts Neues kam. Allerdings wurde ja schon sehr viel geleakt. Zudem macht das House Committee das FBI schon so zum Affen:

    Play Icon
  • dmark 04.10.2016 18:19
    Highlight Highlight Die Prämie auf seinen Kopf dürfte recht hoch sein?
  • mortiferus 04.10.2016 15:12
    Highlight Highlight Irgendwo gibt es eine Rakete, da steht "Assange" drauf. Um die chinesische Botschaft in Belgrad dem Erdboden gleich zu machen genügte ein kleines Teil eines Flugzeugs das man dort vermutete. Ok, eine Hellfire wird sich nicht nach London verirren, aber Pläne um Assange zu entführen oder sonst wie zu "neutralisieren" existieren mit aller höchster Wahrscheinlichkeit jede Menge. Ich drück all diesen Menschen ob Assange, Snowden oder die man nicht kennt die Daumen, denen die irgendwo schmachten oder kalt gestellt wurden wünsche ich Gerechtigkeit und Genugtuung.
    • Madison Pierce 04.10.2016 17:26
      Highlight Highlight Clinton hat sich diesbezüglich schon recht eindeutig geäussert: https://twitter.com/wikileaks/status/782906224937410562
    • Citation Needed 05.10.2016 12:35
      Highlight Highlight Radiochopf: und RT hältst Du für vertrauenswürdig? Als die Air Malaysia-Maschine über der Ukraine abgeschossen wurde, berichtete RT unablässig, man habe ein (ukrainisches) Kampfflugzeug aufsteigen sehen und es handle sich ergo um einen Air-to-Air-Abschuss. Die Spuren an den Wrackteilen lassen aber nur den Schluss zu, dass es eine Boden-Luft-Rakete war. RT ist nicht unabhängig. DESHALB berichten die wohl als einzige über einen Assange-Angschlag. Habe gegoogelt und finde v.A. Heise und der Wächter. Gehen bei solchen Quellen keine Alarmlichter an bei Dir? Sollten sie auf jeden Fall, imho.
    • Kyle C. 05.10.2016 13:12
      Highlight Highlight Ein Anschlag hätte nur zur Folge, dass sein Status noch weiter zementiert werden würde. Er würde quasi als moderner Märtyrer gelten. Ebenso Snowden. Das wäre wohl die noch grössere Bedrohung als er aus dem Exil ist. Darüber hinaus hiesse ein Tod/Festnahme von Assange nicht zwingend, dass Wikileaks am Ende wäre...Im Gegenteil, das würde den Dienst wieder auf die Titelseiten katapultieren.

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