Digital
Blaulicht

Bombendrohung: Schweizer Polizei warnt vor diesen Erpressermails

Unbekannte drohen hiesigen Firmen mit Bombenanschlägen.
Unbekannte drohen hiesigen Firmen mit Bombenanschlägen.bild: shutterstock

«Hör mir besser zu!!!» – Schweizer Polizei warnt vor diesen Erpressermails

03.09.2020, 06:3803.09.2020, 06:38

Cyberkriminelle verschicken derzeit Erpressermails vornehmlich an Unternehmen. Verbunden sind die Emails mit der Drohung, in der Liegenschaft eine Bombe zu platzieren, falls kein Lösegeld gezahlt werde, wie dem Internet-Portal polizei-schweiz.ch zu entnehmen ist.

Die Erpressermails seien in englischer oder deutscher Sprache verfasst. In der Betreffzeile heisse es «Better Listen To Me» oder «Hör mir besser zu!!!» Die Betrüger forderten 20'000 US-Dollar in Bitcoin. Sollte die Forderung nicht erfüllt oder die Polizei informiert werden, gehe die Bombe hoch.

Wie verhalten?

Die Polizei empfiehlt betroffenen Personen oder Unternehmen, auf keinen Fall das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Die Betroffenen sollten im Internet recherchieren, ob bereits gleiche oder ähnliche Vorfälle bekannt seien. Ferner sei ein Eintrag der Bitcoin- Wallet-Adresse auf www.bitcoinabuse.com empfehlenswert.

Sollten wider Erwarten konkrete Verdachtsmomente bestehen, dass es sich nicht um Spam handle, sei unverzüglich die Polizei zu kontaktieren. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, sollte die örtliche Polizeistelle informiert und Anzeige erstattet werden.

Konkrete Hinweise von Unternehmen, die solche Erpressermails erhalten haben, haben die Kantonspolizeien in Schaffhausen und Basel-Landschaft in den letzten Tagen erhalten. Sie warnen ihrerseits vor dieser neuen Betrugsmasche.

Quellen:

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten
1 / 16
Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten
Der Lösegeld-Trojaner «WannaCry» geht als bislang grösste Ransomware-Attacke in die IT-Annalen ein. Früher war aber nicht alles besser, im Gegenteil! Wir zeigen dir eine Auswahl der schlimmsten Malware-Attacken ...
Auf Facebook teilenAuf X teilen
SwissCovid-App noch nicht installiert? Wir helfen dir
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Es ist eine Zumutung, was Eltern machen müssen, um ihr Kind zu schützen»
In sadistischen Online-Netzwerken treiben Täter jugendliche Opfer bis in den Suizid – auch in der Schweiz. Welche Warnzeichen Eltern und Bezugspersonen erkennen und was sie besser lassen sollten.
Recherchen von SRF und des Tagesanzeigers zeigen, dass in mehreren Kantonen Verfahren wegen digitaler Gewaltnetzwerke laufen oder gelaufen sind: Haben auch Sie Meldungen dazu erhalten?
Regula Bernhard Hug: Bei unserer Beratungs- und Meldestelle sind mehrere Fälle eingegangen, bei denen wir den Verdacht hatten, dass ein Gewaltnetzwerk im Spiel ist. In einem Fall ging es etwa darum, dass jemand eine Person verprügeln und dies filmen sollte. Wenn wir den Eindruck haben, dass Druck ausgeübt wird und eine Gruppierung dahintersteht, übergeben wir die Fälle an die Polizei.
Zur Story