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Lateinamerikanische Staaten beraten über venezolanische Flüchtlinge



In Ecuador sind am Montag Vertreter von 13 lateinamerikanischen Staaten zusammengekommen, um über die Massenflucht aus Venezuela zu beraten. Die Minister wollen über gemeinsame Massnahmen reden und Finanzhilfen einwerben.

Argentiniens Vertreter Darío Giustozzi forderte zu Beginn des zweitägigen Treffens in der Hauptstadt Quito, die Einreisebestimmungen zu «vereinheitlichen». Bisher müssen Venezolaner in jedem Land andere Reisedokumente vorlegen. Einige verlangen nur einen Personalausweis, andere einen Reisepass oder ein Visum.

Nach Uno-Angaben sind seit 2015 etwa 1.6 Millionen Menschen aus dem krisengeschüttelten Venezuela geflohen, die meisten in Staaten in der Region. Allein das Nachbarland Kolumbien gewährte mehr als 800'000 von ihnen einen befristeten Aufenthalt. In Peru leben inzwischen mehr als 400'000 venezolanische Flüchtlinge.

Venezuela steckt infolge von Ölpreisverfall und Misswirtschaft in einer tiefen Wirtschaftskrise. Hyperinflation, Knappheit bei Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung machen vielen Venezolanern zu schaffen. Die Opposition macht Präsident Nicolás Maduro verantwortlich und wirft ihm ausserdem vor, die Demokratie in Venezuela auszuhebeln.

Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez warf am Montag den Vereinten Nationen vor, die Flucht aus Venezuela übertrieben darzustellen, um eine «internationale Intervention» zu rechtfertigen. Die Regierung in Caracas habe sich bei Uno-Generalsekretär Antonio Guterres darüber beschwert, dass «einzelne» Uno-Vertreter einen «normalen Migrationsstrom als humanitäre Krise» dargestellt hätten, sagte Rodríguez. (sda/afp)

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