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Wieso Stress auf den Magen(-Darm-Trakt) schlägt

Hinter körperlichen Beschwerden können seelische Belastungen stecken. Häufig signalisiert besonders ein Bereich, dass Stress überhand nimmt.
22.06.2022, 08:40
Stress hat viele negative Auswirkungen auf den Körper.
Stress hat viele negative Auswirkungen auf den Körper.BIld: SHutterstock
Ein Artikel von
t-online

Ständige Anspannung kann Menschen auf die Verdauung schlagen und das ist kein Wunder. Starke Emotionen werden immer auch körperlich empfunden, «vor allem im Magen-Darm-Bereich», sagt der Schweizer Psychiater und Neurowissenschaftler Gregor Hasler.

Gestörte Verdauung durch zu viel Stress

Über Nerven und Hormone könne das Gehirn in stressigen Momenten die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt drosseln. Damit haben andere Muskeln mehr Energie zur Verfügung, wie Hasler erklärt. «Das kann hilfreich sein, zum Beispiel wenn man schnell flüchten muss.»

Sei man aber dauernd gestresst, werden Magen und Darm ständig zu wenig durchblutet. Die Folge ist eine gestörte Verdauung. «Das kann verschiedene Beschwerden verursachen – von Bauchdrücken und Übelkeit bis hin zu Durchfall und Erbrechen», sagt Hasler in der Zeitschrift «Apotheken Umschau» (Ausgabe 5/2021).

Der Einfluss des Bauchs auf die Psyche

Umgekehrt trägt ein gesunder Magen-Darm-Trakt nach Angaben des Mediziners und Forschers auch zu einer stabilen Psyche bei. Eine grosse Rolle spielt dabei der Vagusnerv, der unter anderem Infos vom Hirn zum Bauch und vom Bauch zum Hirn leitet.

Dieser Nerv höre den inneren Organen zu, beschreibt der Autor des Buches «Die Darm-Hirn-Connection». «Funktioniert die Verdauung gut, wird der Nerv zum Beispiel positiv stimuliert. Das beruhigt auch die Nervenzellen im Gehirn», erklärt Hasler.

Auch die Zusammensetzung der Darmbakterien habe laut neuen Erkenntnissen Einfluss auf die Psyche, genauso wie das Immunsystem, von dem «80 Prozent» im Darm angesiedelt sei.

Tipps für mehr Wohlbefinden

Haslers Ratschläge lauten: Sich ausgewogen ernähren, möglichst viel selbst kochen, nicht so viel Zucker essen, auf geregelte Mahlzeiten achten und sich mindestens eine halbe bis eine Stunde am Tag bewegen. «Ausserdem anhaltenden Stress vermeiden», sagt er, «und sich und seinem Bauch genug Ruhe gönnen.»

(dpa-tmn)

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Catstopherus
22.06.2022 09:17registriert Dezember 2018
Ist jetzt nicht so neu, hat sich ja bereits lange in der Sprache niedergeschlagen: zB Schiss haben 💩
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MacB
22.06.2022 11:22registriert Oktober 2015
Diese wenigen Zeilen verdienen das Attribut "Artikel" nicht.
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Wegen Streit zwischen den wichtigsten Akteuren herrscht eine Krankenkassen-Blockade
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Jeden Sommer wird spekuliert, wie sich die Prämien entwickeln werden. Der Vergleichsdienst Comparis rechnet mit rund fünf Prozent höheren Prämien. Gemäss dem Beratungsunternehmen Accenture wachsen die Prämien 2023 im Schnitt um 5.4 Prozent. Im Tessin oder Graubünden könnten sie hingegen um acht bis neun Prozent aufschlagen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

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