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Die Fassade des Polizeigebäudes wurde mit Farbbomben beworfen. 
Die Fassade des Polizeigebäudes wurde mit Farbbomben beworfen. 
Bild: KEYSTONE
Polizisten-Verband fordert Konsequenzen

Farbanschlag in Bern: Polizei geht von einem gezielten Angriff aus

21.02.2015, 11:0521.02.2015, 17:43

Eine grössere Gruppe Vermummter randalierte in der Nacht auf Samstag vor der Polizeiwache Waisenhaus in Bern. Die Unbekannten warfen Farbbehälter gegen die Fassade des Polizeigebäudes und verschmierten den Aussenbereich mit Sprayereien. Die Kantonspolizei Bern geht mittlerweile von einem gezielten Angriff aus.

Weiter wurden auf dem Polizeiparkplatz sieben abgestellte Autos demoliert. Es wurden Scheiben eingeschlagen und die Fahrzeuge wurden beschmiert. Ebenfalls von Sachbeschädigungen betroffen war das Regionalgefängnis in der Nähe des Polizeipostens.

Auf diesem Polizeiparkplatz wurden sieben Fahrzeuge demoliert.
Auf diesem Polizeiparkplatz wurden sieben Fahrzeuge demoliert.
Bild: KEYSTONE

Die daraufhin anrückenden Polizeikräfte wurden mit Flaschen, Gläsern und Feuerwerkskörpern angegriffen. Dabei wurde ein Polizist verletzt und musste sich ins Spital begeben. Er konnte dieses nach ärztlicher Versorgung wieder verlassen.

Auf switzerland.indymedia.org bekennt sich der anonyme Autor «für die Anarchie» zur Tat: «Mit Farbe, Sprays und kaputten Scheiben haben wir unsere Wut gegen dieses kranke System ausgedrückt.» Als Grund für den Angriff wird genannt, dass im besagten Regionalgefängnis am Mittwoch ein 24-jähriger Mann aus bisher ungeklärten Gründen verstorben ist. 

Immer wieder Angriffe auf Polizisten

Die Polizei bestätigt gegenüber watson, dass es an besagtem Ort immer wieder zu Übergriffen auf Polizeibeamte komme: «Im Raum Schützenmatte sowie das Areal rund um die Reitschule wurden unsere Einsatzkräfte in der Vergangenheit immer wieder angegriffen oder an ihrer Arbeit gehindert», sagt Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern Corinne Müller.

Die Verfolgung solcher Straftäter gestalte sich jeweils schwierig, da «sie sich nach Angriffen immer wieder Schutz suchend in die Menge unbeteiligter Dritter auf dem Vorplatz mischen oder Zuflucht in der Reitschule suchen», so Müller weiter.

Verband Schweizerischer Polizei-Beamter fordert Konsequenzen

Der VSPB verurteile die Tat aufs Schärfste und fordere politische Konsequenzen. «Zum wiederholten Mal hat sich gezeigt, dass die Reitschule einfach nicht Herr über ihr Sicherheitsproblem wird. Nun ist wirklich höchste Zeit für politische Konsequenzen. Es kann nicht sein, dass in unserem demokratischen Land ein solcher rechtsfreie Raum toleriert und zudem mit öffentlichen Geldern der Steuerzahler finanziell unterstützt wird», sagt VSPB-Generalsekretär Max Hofmann.

Es sei eine Schande und politisch nicht mehr vertretbar, dass die Polizistinnen und Polizisten immer wieder vom Umfeld der Reitschule angegriffen werden und nichts passiere. Ausserdem wünsche man dem verletzten Polizisten gute Besserung. (lhr)

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