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ZU DEN HALBJAHRESZAHLEN DER SWISSCOM STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 20. AUGUST 2014 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Urs Schaeppi, CEO Swisscom, referiert anlaesslich der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, 6. Februar 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Urs Schaeppi, Chef der Swisscom. Bild: KEYSTONE

Der Swisscom-Chef verspricht: 

«Wir werden die Roamingtarife senken»

30.11.14, 08:06 30.11.14, 08:16

Die Preise fürs mobile Telefonieren sind in der Schweiz laut dem Bund im europäischen Vergleich hoch. Swisscom-Chef Urs Schaeppi verteidigt die Preise und übt Kritik an den Befunden des Bundes. Er erklärt den Unterschied mit «schweizerischen Eigenheiten».

Die Schweiz liege im Mobilfunkmarkt preislich «im Mittelfeld», sagte Schaeppi im Interview mit der «SonntagsZeitung». In der Schweiz sei aber laut Untersuchungen der Bau und Betrieb von Mobilfunknetzen 40 bis 110 Prozent teurer als anderswo – wegen der Topografie und der «sehr strengen Grenzwerten bei Antennen».

Nicht einverstanden ist Schaeppi auch mit dem Befund des Bundes, der Wettbewerb sei in der Schweiz nicht sehr ausgeprägt. «Der Wettbewerb ist mehr als lebendig», sagte er. Er verweist auch darauf, dass die Schweiz europaweit die schnellsten Netze habe. Und schliesslich sei für die Kunden «die Qualität das wichtigste Kriterium, nicht der Preis».

 «Der Wettbewerb ist mehr als lebendig.»

Als verzerrt wertet Schaeppi den Befund des Fernmeldeberichts des Bundes, da darin der Umsatz pro Mobilfunkkunde in der Schweiz markant höher angegeben ist als im restlichen Europa. Schaeppi kritisiert eine Unzulänglichkeit bei der Berechnung: Die in der Schweiz besonders hohe Subventionierung von Handys werde beim Preisvergleich nicht berücksichtigt.

Senkung bei Roaming im nächsten Jahr

Bei den Preisen fürs mobile Telefonieren und Surfen in der Schweiz erwartet Schaeppi in der nächsten Zeit keine grösseren Bewegungen, «weil die Investitionen hoch bleiben».

Allerdings geht er bei den immer wieder kritisierten Roamingtarifen von einer starken Senkung aus. «Wir werden sie nächstes Jahr erneut senken». Warum, wann und um wie viel sagte Schaeppi nicht.

Mit dem Fernmeldebericht hatte der Bundesrat Mitte November Fragen aus parlamentarischen Vorstössen beantwortet. Die Regierung lehnte darin etwa eine Preisobergrenze fürs Roaming ab. Sie sprach sich aber für eine Regulierung aus, mit der die Anbieter ihren Kunden im Ausland die Nutzung eines lokalen Anbieters ermöglichen müssen («local breakout»). Swisscom bietet das bereits an. (feb/sda)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ast1 30.11.2014 12:05
    Highlight Wenn der Wettbewerb so gut funktioniert, wieso kosten dann SIM-Karten bei allen 3 Anbietern genau 40.-? Ein Fantasiepreis für ein Stück Plastik und eine automatisierte Aktivierung!
    8 0 Melden
  • SandroSommer 30.11.2014 11:45
    Highlight Die jährlichen Roaming-Debatten nerven denke ich jeden. Die einen weil sie auch im Ausland wie blöd das Handy brauchen müssen und die anderen, weil sie es sich jedes Jahr aufs neue anhören müssen.
    Dass die Instandhaltung der Netzte in der Schweiz so viel teuerer ist wusste ich nicht. Zeigt die Sache in einem ganz anderen Licht.
    Irgendwie muss ja auch die Swisscom ihre Kosten decken, Mitarbeiter bezahlen und die Aktionäre befriedigen. Und dann soll ja noch Geld für Innovationen bleiben. Verstehe also beide Seiten - habe aber heute etwas mehr Sympathien für die Swisscom.
    2 1 Melden

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