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Hurrikane drücken Swiss Re in die Verlustzone



Die Hurrikan-Saison in den USA und der Karibik sowie die Erdbeben in Mexiko haben dem Rückversicherer Swiss Re über die ersten neun Monate des Jahres ein Loch in die Kasse gerissen. Unter dem Strich fuhr Swiss Re einen Verlust von 468 Millionen Dollar ein.

Im Vorjahreszeitraum hatte Swiss Re noch rund 3 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Die schwerwiegenden Naturkatastrophen dieses Jahr hätten das Ergebnis stark beeinflusst, sagte Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler laut einer Mitteilung vom Donnerstag. Swiss Re könne diese Verluste aber absorbieren.

Der Rückversicherer hat die Gesamtkosten für die Naturkatastrophenschäden bereits Mitte Oktober auf rund 3.6 Milliarden Dollar für das dritte Quartal beziffert. Die Zahl sei vor Steuern und nach Abzug von Retrozessionen, also der Weitergabe von Kosten an andere Rückversicherer, berechnet worden. Ob dies zu einem Verlust führt, gab Swiss Re damals aber noch nicht bekannt.

Mumenthaler bekräftigte in der Mitteilung erneut, dass er nun steigende Preise erwartet, nicht nur in der Rückversicherung, sondern auch bei der Versicherung von Endkunden.

Die Bruttoprämien von Swiss Re gingen von Januar bis September um 5.1 Prozent auf 26.7 Milliarden Dollar zurück. Dies erklärt Swiss Re damit, dass der Rückversicherer angesichts der «herausfordernden Marktbedingungen» nur zurückhaltend Verträge abgeschlossen hat.

Am 25. August traf «Harvey» auf die texanische Küste, wobei die massiven Niederschläge vor allem in der Region Houston zu schweren Überschwemmungen geführt hatten. Schätzungen zufolge dürfte «Harvey» versicherte Kosten von 25 bis 35 Milliarden Dollar verursacht haben. Ein Grossteil davon fällt jedoch dem nationalen Flutschutzprogramm zu.

Hurrikan «Irma» traf am 10. September in Florida auf Land. Und auch hier rechnen Experten mit einer Belastung von 25 bis 35 Milliarden Dollar für die Versicherer. Die Karibik wurde nach «Irma» noch von Hurrikan «Maria» heimgesucht. Die Schadensschätzungen für die Region bewegen sich zwischen 10 und 20 Milliarden Dollar. Stark betroffen ist das US-Aussengebiet Puerto Rico. Zahlreiche Menschen kamen bei den Wirbelstürmen ums Leben.

Bei den schweren Erdbeben in Mexiko wurden im September mehr als 300 Menschen getötet. Dutzende Gebäude stürzten ein und Tausende weitere wurden schwer beschädigt. (sda)

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