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Der iranische Präsident Ruhani hat US-Präsident Trump vorgeworfen, die Lage in vielen Weltregionen verschlechtert zu haben.
Der iranische Präsident Ruhani hat US-Präsident Trump vorgeworfen, die Lage in vielen Weltregionen verschlechtert zu haben.
Bild: EPA

Iranischer Präsident Ruhani nennt Trump «globalen Unruhestifter»

18.01.2020, 19:3019.01.2020, 12:40

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat US-Präsident Donald Trump als «globalen Unruhestifter» bezeichnet und ihm vorgeworfen, die Lage in vielen Weltregionen verschlechtert zu haben. Es gebe mehr Krisen als vor Trumps Amtszeit, sagte Ruhani am Samstag in einer Rede in Sahedan im Südostiran.

«In den vergangenen zwei Jahren haben er und die amerikanische Regierung weltweit nur Unruhe gestiftet», fügte Ruhani hinzu. «Nicht nur im Iran, sondern auch im Irak, in Syrien, im Libanon, in Afghanistan, überall hat er nur für mehr Ärger gesorgt», warf Ruhani Trump im Nachrichtensender Chabar vor.

Die USA bezichtigen hingegen den Iran, den Nahen Osten zu destabilisieren und Terrororganisationen zu unterstützen. Seit dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen im Mai 2018 haben die Spannungen zwischen beiden Ländern wieder stark zugenommen. Bisheriger Höhepunkt war die gezielte Tötung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani Anfang des Monats und wenige Tage später ein iranischer Vergeltungsangriff auf Militärbasen im Irak, auf denen auch US-Soldaten stationiert waren.

US-Militärschlag gegen Iran-General

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US-Militärschlag gegen Iran-General
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Ruhani betonte, der Iran habe bewiesen, dass er nicht nur zum Widerstand, sondern auch zu diplomatischen Initiativen fähig sei: «Wir werden daher auch weiterhin jede Gelegenheit nutzen, um Differenzen zu überwinden und Lösungen zu finden.» Nur erwarte der Iran von der Gegenseite Respekt für das Land und und die Iraner.

Ruhani hatte mehrmals betont, dass der Iran zu Verhandlungen mit den USA bereit sei. Bedingung sei jedoch, dass die Amerikaner die Sanktionen gegen das Land aufheben und zum Wiener Atomabkommen zurückkehren. Das aber lehnt Trump ab.

Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hatte Trump und dessen Aussenminister Mike Pompeo am Freitag als «Clowns» bezeichnet. Ihre Behauptungen, hinter der iranischen Bevölkerung zu stehen, seien verlogen. «Auch wenn, dann nur, um einen giftigen Dolch in die Brust des iranischen Volkes zu stossen», sagte Chamenei im Freitagsgebet in Teheran. (sda/dpa)

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