Zuckerbergs Whatsapp-Kauf

Die wohl verrückteste Übernahme aller Zeiten

19 Milliarden Dollar zahlt Facebook für Whatsapp. Dabei hat Whatsapp gerade mal 50 Mitarbeiter. Dieser Deal irritiert die Hightechindustrie und stellt jeden bisherigen Firmenkauf in den Schatten. Ein Vergleich.

20.02.14, 12:33

Dass Zuckerberg bereit ist, eine solch enorme Summe für Whatsapp zu zahlen, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass ein erbitterter Konkurrenzkampf unter den Technologieriesen herrscht. Bild: Reuters

12.5

Milliarden Dollar beträgt der teuerste je von Google getätigte Übernahme. 2012 zahlte Google die Summe für Motorola Mobility. Das Unternehmen ist immerhin 15000 Mitarbeiter stark.

8.5

Milliarden zahlte Microsoft 2011 für Skype. Damals arbeiteten bereits 900 Menschen weltweit für die IP-Telefonie-Software.

3.5

Milliarden Dollar zahlte Google im Januar dieses Jahres für das Automatisierungsunternehmen Nest Labs. Die Summe galt bis eben noch als gewagt. Nest Labs beschäftigt 130 Mitarbeiter.

Googles teuerste Übernahme kommt nicht an den Facebook-Whatsapp-Deal heran: 2012 liess sich Google Motorola «gerade mal» 12.5 Millionen leisten. Bild: AP

3

Milliarden Dollar bot Facebook letztes Jahr Snapchat an. Es wäre damals noch der grösste Zukauf in der Firmengeschichte Facebooks gewesen. Snapchat lehnte das Angebot jedoch ab. Was letztes Jahr noch arrogant wirkte, gilt heute als kluger Entscheid.

1.6

Milliarden Dollar zahlte Google 2006 für das damals 67 Mitarbeiter starke Videoportal Youtube. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Youtube allein im letzten Jahr schätzungsweise über 5 Milliarden Dollar Umsatz generierte.

1

Milliarde Dollar zahlte Facebook 2012 für Instagram. Es war der bislang grösste Kauf von Facebook. Zum Zeitpunkt des Deals beschäftigte Instagram noch 12 Mitarbeiter und hatte kein Ertragsmodell.

30

Millionen Dollar liess sich Yahoo 2005 Flickr leisten.

5

Millionen Dollar: Für diese läppische Summe kaufte sich Google im Jahr 2004 die Bildverwaltungssoftware Picasa. 

Ihm ist ein guter Deal gelungen: Whatsapp-Gründer Kuom. Bild: EPA/DPA FILES

(dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • chrisko 20.02.2014 16:09
    Highlight Und die Privatsphäre ist nun auch futsch
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    • Adiii 20.02.2014 16:53
      Highlight WA war nie was für die Privatsphäre. FB Messenger ist hier einiges sicherer, es besteht also Hoffnung.
      0 0 Melden