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epa05688402 A Filipino teen wades through flood water in the typhoon-hit town of Pamplona, Camarines Sur, Philippines, 26 December 2016. According to an Office of Civil Defense (OCD) report on 26 December, hundreds of thousands of villagers spent their Christmas day in evacuation centers in Bicol region, many flights were cancelled at Manila's international airport, and scores of sea vessels have reportedly sunk as Typhoon Nock-ten brought howling winds and strong rains in central Philippines.  EPA/FRANCIS R. MALASIG

Ein Junge watet durch die Wassermassen: Mindestens fünf Menschen sind durch den Taifun Nock-Ten auf den Philippinen ums Leben gekommen.  Bild: FRANCIS R. MALASIG/EPA/KEYSTONE

Fünf Tote durch Taifun Nock-Ten auf den Philippinen



Mindestens fünf Menschen sind durch den Taifun Nock-Ten auf den Philippinen ums Leben gekommen. Mehr als 380'000 Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht – sie harrten über Weihnachten in Notunterkünften aus.

Heftiger Wind und starker Regen führten zu Schäden. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, da die Orkanböen die Überlandleitungen zerstört hatten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Strassen unpassierbar.

Nach Angaben der philippinischen Polizei starben drei Menschen in der Provinz Albay. Eine 57-jährige Frau wurde demnach am Sonntagabend von einer Mauer in ihrem Haus erschlagen. Ein älteres Paar sei ausserdem am Montagmorgen in einem Fluss ertrunken.

epa05688386 Filipino villagers stand insde a damaged home in the typhoon-hit town of Polangui, Albay province, Philippines, 26 December 2016. According to an Office of Civil Defense (OCD) report on 26 December, hundreds of thousands of villagers spent their Christmas day in evacuation centers in Bicol region, many flights were cancelled at Manila's international airport, and scores of sea vessels have reportedly sunk as Typhoon Nock-ten brought howling winds and strong rains in central Philippines.  EPA/ZALRIAN SAYAT

Der Taifun brachte heftigen Wind und starken Regen. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, da die Orkanböen die Überlandleitungen zerstört hatten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Strassen unpassierbar. Bild: ZALRIAN SAYAT/EPA/KEYSTONE

In der Gemeinde Mulanay in der Provinz Quezon wurde ein Mann von einer umstürzenden Palme erschlagen, als er versuchte, seine Familie in Sicherheit zu bringen, wie der Gouverneur der Provinz, David Suarez, sagte.

Nock-Ten traf zwischen Sonntagabend und Montagmittag (Ortszeit) in verschiedenen Teilen des Inselstaates sieben Mal auf Land, wie es von der Wetterbehörde hiess. Als der Taifun am Sonntag die Gemeinde Bato in der Provinz Catanduanes erreichte, fegten die Böen mit teils 225 Kilometern pro Stunde über Land.

Millionen Haushalte wurden inmitten der Weihnachtsfeierlichkeiten von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Stadt Ligao waren viele Strassen und Felder überschwemmt. Einige Häuser waren von einer Schlammschicht umschlossen.

Wasser bis zur Brust

Sie habe aus Angst vor dem Sturm kein Auge zugemacht, sagte die Masseurin Erna Angela Pintor. Das Dach des Hauses ihrer Familie sei durch den starken Wind teilweise abgedeckt worden, das Wasser habe ihnen bis zu den Knien gestanden.

Noch schlimmer habe es ihre Nachbarn erwischt: Sie seien aus ihrem Haus geflohen, als ihnen das Wasser bis zur Brust gereicht habe. «Das ist ein trauriges Weihnachtsfest für uns. Viele Häuser unserer Nachbarn wurden weggespült», sagte Pintor.

Hunderte Menschen in der Region Bicol feierten nach Angaben des Zivilschutzes Weihnachten in Notunterkünften. Mancherorts wurde ihnen Spanferkel serviert, das traditionelle philippinische Weihnachtsessen.

Als nächstes Manila

Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes sollte der Taifun im Laufe des Montags die Hauptinsel Luzon mitsamt der Millionenmetropole Manila erreichen.

Der Zivilschutz warnte vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und starkem Wind. Die Küstenwache sperrte die Strände südlich der Hauptstadt ab. Die Bewohner der Armenviertel an der Küste wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen.

Die Philippinen werden regelmässig von heftigen Stürmen heimgesucht. Im Jahresdurchschnitt gibt es rund 20 starke Taifune. Im November 2013 waren durch den Super-Taifun «Haiyan» 7350 Menschen auf den Philippinen ums Leben gekommen. Ganze Städte wurden zerstört. (sda/dpa)

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