Eishockey
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nashville Predators defenseman Michael Del Zotto, left, celebrates with Simon Moser (5), of Switzerland, after Moser scored a goal in the third period of an NHL hockey game against the Winnipeg Jets on Saturday, March 1, 2014, in Nashville, Tenn. (AP Photo/Mark Zaleski)

Bild: AP/FR170793 AP

Finanziell zu wenig attraktiv

Moser lehnt erste Offerte der Predators ab

Die Chancen des SC Bern auf ein Engagement von Simon Moser steigen. Der Nationalstürmer hat die erste Offerte von Nashville abgelehnt.



Im letzten Moment haben die Nashville Predators doch noch die sogenannte «qualifizierte Offerte» («Qualifying Offer») abgegeben, um sich die Rechte von Simon Moser zu sichern. Allerdings nur zum absoluten, reglementarisch vorgeschriebenen Mindesttarif. Neu würde Simon Moser nach der obligatorischen zehnprozentigen Lohnerhöhung in der NHL 605'000 Dollar brutto verdienen. Das Problem ist allerdings das Salär in der AHL. Nashville hat dieses Salär, wie es die Reglemente erlauben, nicht erhöht.

Im Farmteam würde der Emmentaler weiterhin bloss 70'000 Dollar brutto verdienen. Das bedeutet Hockey für rund 30'000 Franken pro Saison. Durch die Steuern gehen rund 50 Prozent verloren, Wohnung und Auto müssen selber bezahlt werden. So viel Geld wie in Nashvilles Farmteam könnte Simon Moser wahrscheinlich auch beim Erstligisten Wiki Münsingen verdienen. Das Risiko, den grössten Teil der Saison im Farmteam zu versauern, ist erheblich. Deshalb hat er diese Offerte abgelehnt. 

Nashville Predators defenseman Michael Del Zotto, left, celebrates with Simon Moser (5), of Switzerland, after Moser scored a goal in the third period of an NHL hockey game against the Winnipeg Jets on Saturday, March 1, 2014, in Nashville, Tenn. (AP Photo/Mark Zaleski)

Mosers Jubel nach seinem bisher einzigen NHL-Treffer. Bild: AP

Was nun? Sofort zum SCB? Ganz so einfach ist es nicht. Simon Moser hat die Möglichkeit, beim Salärschiedsgericht Einspruch zu erheben. Bei der sogenannten «Arbitration» (Schiedsgericht) wird geprüft, ob eine Vertragsofferte eines Spieler seinen Referenzen entspricht. Dabei werden zum Vergleich die Saläre vergleichbarer Spieler herangezogen. 

Eine Erhöhung des NHL-Salärs ist im Falle einer «Arbitration» bei Simon Mosers Statistik (6 Spiele/1 Tor/1 Assist) nicht zu erwarten. Hingegen bestehen gewisse Chancen auf eine ordentliche Aufbesserung des AHL-Gehaltes bis auf 150'000 bis 200'000 Dollar. In diesem Falle würde für Simon Moser Nordamerika noch einmal ein Thema.

Entscheid bis am nächsten Samstag

Bis am Samstag muss Simon Moser entscheiden, ob er das Salärschiedsgericht anrufen will. Kommt es zur Verhandlung, muss er persönlich in Übersee vorsprechen. In der Regel vermeiden die Klubs die «Arbitration» und suchen eine Lösung, bevor es zur Verhandlung kommt. Das würde wahrscheinlich auch im Falle von Simon Moser der Fall sein.

Die Entscheidung des Salärschiedsgerichtes ist nicht anfechtbar und für Spieler und Klub bindend. Simon Moser kann dann die Offerte nicht mehr ablehnen, Nashville behält aber das Recht, den Schweizer jederzeit im Tauschgeschäft zu transferieren.

Sven Leuenberger, Sportchef des SC Bern aeussert sich an einer Medienkonferenz am Montag 16. August 2010 in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

SCB-Sportchef Sven Leuenberger hofft, dass Moser kommt. Bild: KEYSTONE

SCB-Sportchef Sven Leuenberger hat kürzlich die Chancen, dass Simon Moser nächste Saison beim SCB spielen wird, auf «mindestens 50 Prozent» geschätzt. Mit dieser Einschätzung liegt er nach wie vor richtig. Mit der Vertragsofferte am absolut möglichen reglementarischen Minimum hat ja Nashville seine Geringschätzung von Simon Moser dokumentiert.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Patrik Stefan und die Mutter aller verpassten Treffer ins leere Tor

4. Januar 2007: Was für ein Drama! Die Dallas Stars stehen dem Sieg gegen die Edmonton Oilers so nah. Doch weil Patrik Stefan aus zwei Metern das leere Tor verfehlt, erhalten die Oilers eine allerletzte Chance – und die nutzen sie.

Die NHL-Partie zwischen den Dallas Stars und den Edmonton Oilers ist entschieden: Die Stars führen 5:4 und Patrik Stefan kann vierzehn Sekunden vor dem Ende mit dem Puck an der Stockschaufel aufs leere Tor ziehen.

Drei Sekunden lang weiss jeder im Stadion: Jetzt fällt das 6:4 und damit die Entscheidung. Doch als die drei Sekunden vorbei sind, ist auch der Puck am Tor vorbei und die Oilers können noch ein letztes Mal angreifen.

Und es geschieht tatsächlich, was niemand mehr für möglich gehalten …

Artikel lesen
Link zum Artikel