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Trump lobt Putin für «grossartigen Schachzug»

30.12.2016, 23:46

Wladimir Putin verzichtet vorerst auf die Ausweisung von US-Diplomaten als Vergeltung für die diplomatischen Strafmassnahmen der USA. Dafür erhält er nun Lob vom designierten US-Präsidenten Donald Trump.

Donald Trump gratuliert Putin zum «grossartigen Schachzug».
Donald Trump gratuliert Putin zum «grossartigen Schachzug».
Bild: Paul Sancya/AP/KEYSTONE

Auf Twitter rühmt Trump Putin für den «grossartigen Schachzug» und sagt weiter: «Ich habe immer gewusst, dass er sehr klug ist.»

Er werde sich in der kommenden Woche «im Interesse unseres Landes» mit Vertretern der US-Geheimdienste treffen, um sich über die «Fakten» im Fall des möglichen Hackerangriffs aufklären zu lassen, sagte Trump zudem.

Obama hatte am Donnerstag die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten verkündet. Zudem würden zwei russische Anwesen in den USA geschlossen. Er bezeichnete diese Massnahme als Vergeltung für mutmassliche russische Cyber-Attacken zur Beeinflussung der Wahlen in den USA.

Diesem Schritt Obamas folgte Putin aber demonstrativ nicht. Stattdessen lud Putin «alle Kinder von in Russland akkreditierten US-Diplomaten» ein, «die Neujahrs- und Weihnachtsfeiern im Kreml» zu besuchen. Die aus den USA ausgewiesenen russischen Diplomaten könnten nun «die Feiertage mit Freunden und Verwandten in ihrem Vaterland verbringen», fügte Putin hinzu.

Spaltet Trump die Republikaner?

Der Streit um die Hacker-Angriffe hatte zuletzt für eisige Beziehungen zwischen Washington und Moskau gesorgt. Mit dem Amtsantritt von Trump am 20. Januar könnte allerdings eine Tauphase einsetzen. Darauf setzt auch die russische Führung.

Die US-Geheimdienste hatten schon längst deutlich gemacht, dass sie genügend Beweise für den russischen Angriff haben. In Washington fand Obamas Sanktionsankündigung auch bei Vertretern von Trumps Republikanern Beifall.

Paul Ryan und viele Republikaner unterstützen Obamas Sanktionen.
Paul Ryan und viele Republikaner unterstützen Obamas Sanktionen.
Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

Der Chef des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, bezeichnete sie als «überfällig». Die republikanischen Senatoren John McCain und Lindsay Graham kündigten an, im Kongress auf noch schärfere Sanktionen gegen Moskau zu drängen. Die von Trump anvisierte Wende im Verhältnis zu Moskau könnte ihn in Konflikt mit den russlandkritischen Aussenexperten seiner Partei bringen. (blu/sda/afp/dpa)

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