Bern
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Berner Fahne, fotografiert auf dem Rathaus Bern waehrend den Regierungsratswahlen des Kantons Bern, am Sonntag, 25. Maerz 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Berner lehnen die Kürzung der Sozialhilfe ab. Bild: KEYSTONE

«Solidarität!»: Berner lehnen Kürzung der Sozialhilfe ab – das sind die Reaktionen

Es ist eine faustdicke Überraschung: Die Berner lehnen die SVP-Pläne ab, die Sozialhilfe zu kürzen - und senden ein deutliches Signal an andere Kantone.



Im Kanton Bern wird die Sozialhilfe nicht gekürzt. Das Stimmvolk lehnte am Sonntag eine Gesetzesänderung mit 52.6 Prozent überraschend ab. Die Revision hätte ermöglicht, den Grundbedarf unter die Skos-Richtlinien zu senken.

«Das ist ein klares Zeichen für die Solidarität», sagte Therese Frösch, Co-Präsidentin der Skos, im watson-Interview. Dies auch mit Blick auf andere Kantone, die mit einer Senkung der Sozialhilfe liebäugelten. «Gerade in einem Wahljahr ist dies ein sehr wichtiges Signal». Die Zivilbevölkerung habe verstanden, dass Armut nicht selbstgewählt sei. Sondern oft «strukturelle Gründe» wie etwa Scheidungen habe.

Der SVP-Regierungsrat Pierre-Alain Schnegg hatte mit viel Einsatz für die Reform der Sozialhilfe gekämpft. «Es wird schwieriger, die Sozialhilfe umzubauen», sagt Schnegg zu watson. Man werde weiter hart daran arbeiten, eine höhere Integrationsquote bei der Sozialhilfe zu erreichen.

Partystimmung herrscht derweil bei den Gegnern von Schneggs Sozialhilfeplänen: «Wir haben es alle zusammen geschafft», jubeln sie auf Twitter.

«Kürzungen in der Sozialhilfe sind endgültig vom Tisch.»

SP Bern

Bei der SP Kanton Bern ist man ebenfalls hocherfreut über das Resultat: «Damit hat die Bevölkerung einmal mehr ein Zeichen gegen bürgerliche Abbaupläne gesetzt. Die Kürzungen in der Sozialhilfe sind mit diesem Verdikt endgültig vom Tisch», heisst es in einer Mitteilung.

Die FDP zeigt sich hingegen enttäuscht: «Die Vorlage hätte zu mehr Gerechtigkeit und besseren Anreizen in der Sozialhilfe geführt. Die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Sozialhilfekosten von Kanton und Gemeinden werden weiter ungebremst ansteigen», so die Freisinnigen in einer Mitteilung.

Volksvorschlag abgelehnt

Zumindest einen Teilsieg konnte Schnegg verbuchen: Mit 56 Prozent Nein lehnten die Bernerinnen und Berner aber auch von einem weitergehenden Volksvorschlag aus linksgrünen und kirchlichen Kreisen sowie Berufsverbänden. Diese wollten nicht nur die Skos-Richtlinien beibehalten, sondern neu Ergänzungsleistungen für über 55-jährige Ausgesteuerte einführen. Der Volksvorschlag wurde mit 164'927 zu 129'336 Stimmen bachab geschickt.

Auszählung Sozialausbau:

Bild

Bild: Kanton Bern

Die Ablehnung der Kürzungsvorlage ist im bürgerlich dominierten Kanton Bern eine faustdicke Überraschung. Vorbehalte gegenüber der «unsozialen» Gesetzesrevision gab es aber auch in ländlichen Regionen.

Die Änderung des Sozialhilfegesetzes ging auf einen bereits 2013 vom Kantonsparlament überwiesenen SVP-Vorstoss zurück, der eine Senkung des Grundbedarfs um gar 10 Prozent verlangte. Die nun verworfene Vorlage sah konkret eine Senkung des Grundbedarfs um acht Prozent für alle Bezüger vor.

Für junge Erwachsene und für vorläufig aufgenommene Asylsuchende wäre der Grundbedarf gar um 15 Prozent tiefer angesetzt worden. Mit einer Kürzung von bis zu 30 Prozent musste rechnen, wer sich nicht genügend um eine Stelle bemüht oder mangelnde Sprachkenntnisse aufweist.

Abstimmung mit Signalwirkung

Die Kürzung hätte dem Kanton Bern Einsparungen von 8 bis 19 Millionen Franken gebracht - je nach Ausgestaltung der Anreizsysteme. Der Volksvorschlag wiederum hätte Mehrkosten von jährlich 17 bis 28 Millionen Franken zur Folge gehabt. Heute betragen die Sozialhilfe-Ausgaben rund 272 Millionen Franken pro Jahr.

Auszählung Sozialabbau:

Bild

Bild: Kanton Bern

Die Abstimmung im Kanton galt als wegweisend: Auch in anderen Kantonen sind Kürzungsvorstösse hängig oder wurden angenommen - so im Aargau und in Basel-Landschaft.

Mit Material von keystone-sda

Der Kanton will mit Sprachkursen bei der Sozialhilfe sparen

Play Icon

Mehr Bern!

Wer diese 7 bärndütschen Ausdrücke nicht kennt, muss zu Büne Huber in den Nachhilfeunterricht

Link zum Artikel

Bist du ein echter Berner? Dann erkennst du diese Orte mit Satellitenbild, aber ohne Beschriftung

Link zum Artikel

19 Berner Rezepte, die du äuä scho ausprobieren solltest

Link zum Artikel

Die Schweiz aus Berner Sicht – bös, bööös, böööööös

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

111
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
111Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spiessvogel 20.05.2019 23:22
    Highlight Highlight Zweimal dürfte Herr Regierungsrat Schnegg am Schweizerfernsehen der Bevölkerung seine unbändige Schaffenskraft vor Augen führen, wie er morgens um 4 Uhr aufsteht. Alle Studien, die sich mit Schlaf und Gehirnleistung befassen, zeigen als eindeutiges Ergebnis, dass man mit einem derartigen Schlafmanko nicht mehr fähig ist, in Gesamtzusammenhängen zu denken.
  • Pro-Contra 20.05.2019 13:22
    Highlight Highlight Das Erschreckende daran ist doch, dass fast jeder Zweite diese Vorlage des Grossen Rates befürwortet hat. Die Vorlage wurde nicht „abgeschmettert“, eher ziemlich knapp angenommen, wenn man mal anschaut, wie wenig Stimmen das Zünglein an der Waage waren. Es gibt noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten.
  • Eh Doch 20.05.2019 08:05
    Highlight Highlight YES!! <3
  • rudolf_k 20.05.2019 00:31
    Highlight Highlight Na ja, ein Etappensieg bestenfalls. Wenn in ein paar Jahren die Migranten der vergangenen Jahren nicht mehr vom Bund, sondern von den Gemeinden finanziert werden müssen wird der Wind bald kehren.
    • Hierundjetzt 20.05.2019 09:31
      Highlight Highlight Der Sozialhilfe-Anstieg ist wegen der EL der AHV Rentner und steigende KK Prämien

      Nix pöse Migranten.

      Denk daran: Sozialhilfekürzungen trifft nicht nur den Penner vorem Denner sondern auch das Grosi von gegenüber....
  • Willy Amport (2) 19.05.2019 23:41
    Highlight Highlight Noch etwas die wo Sozial bleiben wird es in der AHV noch schwieriger werden + schlecht gehen weil das Sozialamt die Niedriegste Einzahlung macht für die AHV,...das heißt das man im Monat nur mit 1'600 Fr. Auskommen muss weil man zu wenig Einbezahlt hat in die AHV ist das klar, die Miete muss man dann auch selber Bezahlen,..nicht so beim Sozialamt da Zahlt das Sozialamt die Miete,..das Pensionsgeld fällt dann auch weg also scheisse Leben immer scheisse Leben so ist das nur das ihr es wisst.
    • Eh Doch 20.05.2019 07:49
      Highlight Highlight Das neue Gesetz hätte dies kaum geändert. Das wo du ansprichst ist ein Problem auf gesellschaftlicher Ebene im System zu verorten
    • Hierundjetzt 20.05.2019 09:28
      Highlight Highlight Willy: komplett falsch. Wenn Du nur die Minimalrente erhältst, dann zahlt dir der Staat Ergänzungsleistungen (EL). Das ist die Sozialhilfe für Rentner.

      In der EL sind auch Miete etc enthalten

      DAS ist eigentlich Allgemeinwissen 😏
  • Willy Amport (2) 19.05.2019 23:11
    Highlight Highlight Super dann kann man so weiter machen wie vorher dennen das Geld in den Hintern schieben wie vorher finde ich gut so,...die Schweiz ist ja Reich bei uns fließt das Geld nur so super super.

    Wie schon gesagt im Monat 10 Arbeitsbemühungen machen und zwar schriftlich wie die vom RAV das auch machen müssen ist das klar.
    • Eh Doch 20.05.2019 07:51
      Highlight Highlight Dass die Ausgaben steigen hat nicht mit Schmarotzern und Migranten zu tun sondern vor allem weil Mieten und KK Prämien dauernd ansteigen
    • Charming 20.05.2019 21:40
      Highlight Highlight Am besten wäre, wenn Sie sich zuerst fundiert informieren würden anstatt hier primitiv loszubrüllen...Sie haben nicht die geringste Ahnung vom Thema - also hopp in die Weiterbildung aber auf eigene Kosten bitte!
  • believe 19.05.2019 21:11
    Highlight Highlight Ich bin sehr froh um das Ergebnis schön das es noch Menschen gibt wo weiter denken 👍
  • AllknowingP 19.05.2019 20:39
    Highlight Highlight Ein schönes Zeichen aus Bern !

    Schnegg soll ab jetzt bitte mit seiner Energie gescheiteres tun als die ärmsten der Armen zu bekämpfen.
  • Der Rückbauer 19.05.2019 20:15
    Highlight Highlight Die Berner Cüpli-Sozis können das schon so bestimmen, was die anderen über den NFA zu bezahlen haben.
    Bern und sein Armenkanton wird langsam wie Berlin, arm, aber sexi (nana!?). Fehlt noch ein Megaprojekt für einen Flughafen, der nie fertig wird. Und doch, liebe Berner, ich geniesse Eure Altstadt. Aber Eure Finger, dass die Zuschüsse aus dem NFA etwas runterkommen, könntet Ihr schon rausnehmen, zumal ja der halbe Kanton vom Bund angestellt ist.
    Ein Zürcher grüsst Euch freundlich und miteidgenössisch.
    • Spooky 19.05.2019 20:50
      Highlight Highlight @Der Rückbauer

      Leb mal zuerst ein Jahr lang von 986 Franken pro Monat. Und dann komm wieder und schreib etwas!
    • zorrofarblos 19.05.2019 21:47
      Highlight Highlight habe als berner schon so manche firma in zürich besucht, wo zwar viele gschläcket und gschniglet anwesend waren aber wirklich gearbeitet hat da niemand. nur mit grosser klappe gschnuret und käfelet. das spiegelt sich dann in den preisen/prämien dieser unternehmen wieder. also nur mal ruhig mit der zh arroganz... da unterstütze ich lieber menschen, die von sozialhilfe leben.
    • äti 19.05.2019 22:45
      Highlight Highlight @rückbauer. So zeigt sich Neid, Arroganz und Unkenntnis in wenigen Sätzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Faktenchecker 19.05.2019 19:47
    Highlight Highlight Solange die Wirtschaft nicht den Beweis antritt, dass Schweizer Ü50 auf sichere Arbeitsplätze bis zur Pensionierung zählen können, werde ich IMMER gegen jegliche Art von Sozialkürzung, Steuererhöhung oder AHV Alterserhöhung sein. Und auch gegen Schengen/Dublin, dass nur Ausländer bevorzugt.
    • Eh Doch 20.05.2019 07:53
      Highlight Highlight Inländervorrang schon vergessen?
  • The Unseen Fenian Hand 19.05.2019 19:42
    Highlight Highlight Guter Entscheid. Einziger Wermutstropfen: Den Assis von der Reitschule hätte ich eine Kürzung gegönnt.
    • Mutzli 19.05.2019 20:10
      Highlight Highlight @The Unseen Fenian Hand

      Schön für Sie, dass das mit der Welt teilen wollen, aber eine Kürzung für die Reitschule wäre recht schwer geworden.

      Nicht zuletzt, weil weder die Reitschule, ihre Gelder, Polizei, Was-weiss-ich-was irgendwo auf dem Stimmzettel aufgeführt waren.

      Stattdessen gings in der Stadt um Immobilienkauf, Schulhaussanierung und Gelder für Stadttheater, Vidmarhallen, Dampfzentrale und Historisches Museum.

      Hätt man vielleicht ein eigenes Kästchen von Hand zur Reitschule reinbasteln können, aber weiss nicht, ob das gerne gesehen wird.
  • banda69 19.05.2019 19:22
    Highlight Highlight Ich finde es ein Armutszeugnis.

    48% befürworten dem Hass der SVP auf Menschen in Not und dass es diesen Menschen noch schlechter geht.
    • dorfne 20.05.2019 10:23
      Highlight Highlight Die Neoliberalos fühlen sich nach dem Zusammenbruch des "realen Sozialismus" 1989 als Sieger. Jetzt glauben sie keine sozialen Zückerchen mehr ans Volk verteilen zu müssen. Und was in Konkurrenz zum realen Sozialismus ab 1945 an sozialen Zugeständnissen gewährt wurde, wollen sie jetzt wieder kassieren. Widerstand wird mit Hass auf die Armen quittiert. Hass mit 5 S. 5S-Hass sozusagen.
  • Gubbe 19.05.2019 19:21
    Highlight Highlight Jetzt lieben uns alle. Wenn von Ausgleichszahlungen die Rede ist, sind wir Schmarotzer.
  • kerZHakov 19.05.2019 19:20
    Highlight Highlight Danke Bern! Gut so! 😊👍
  • dorfne 19.05.2019 19:18
    Highlight Highlight Bin schockiert über den tiefen Ja-Anteil von 52,6%! Die restlichen 47,4% sind offenbar auf die Neiddebatte vom SVP-Schnegg hereingefallen. Den Ärmsten gönnt man nichts, kassiert aber als das Griechenland der Schweiz viel Geld aus dem Finanzausgleich und schimpft dann auch noch über die Städter, die das Geld dafür verdienen.
    • Gubbe 20.05.2019 00:28
      Highlight Highlight Komisch, genau das habe ich fast gleichzeitig geschrieben. Dieser Vorwurf, zum Rückwärtsessen.
  • TingelTangel 19.05.2019 19:00
    Highlight Highlight Nur eine Soziale Gesellschaft ist eine Starke Gesellschaft - Danke Bern !
  • Rumbel the Sumbel 19.05.2019 18:59
    Highlight Highlight Finde ich richtig, aber leider profitiert auch zuviel ....ups Wort ist mir soeben entfallen.
  • AlteSchachtel 19.05.2019 18:55
    Highlight Highlight "Man werde weiter hart daran arbeiten, eine höhere Integrationsquote bei der Sozialhilfe zu erreichen. "

    Hat irgendeiner dieser wirtschaftshörigen Bürgerlichen eigentlich noch eine Ahnung von der Lage der Bevölkerung?

    Ü50ern und gesundheitlich Beeinträchtigte werden von der Wirtschaft ausrangiert,
    Behinderte finden nur noch in geschützen Werkstätten Arbeit,
    Asylanten will keiner (oder nur wenn der Staat den Lohn finanziert)
    Arbeitsbedingungen werden zunehmend amerikanisiert.
    Löhne werden gedrückt, wo und wie man kann

    Wo wollen Schnegg und Co. die Sozialhilfeempfänger integrieren....???
    • Bene86 19.05.2019 21:22
      Highlight Highlight Und was trägt zu einem grossen Teil diesem Dilemma bei?

      Genau, die Globalisierung und auch die Zuwanderung.

      Wer fördert die Globalisierung und die Zuwanderung?
    • karl_e 20.05.2019 00:12
      Highlight Highlight Bene86 und Alte Schachtel: Ihr habt recht.
  • Katzenseekatze 19.05.2019 18:53
    Highlight Highlight Mir fällt ein Stein vom Herzen ♥️
  • T13 19.05.2019 18:47
    Highlight Highlight Höhere steuern für firmen und die top x%
    SVP: "wir das volk sind dagegen"

    Streichen von sozialhilfe leistungen
    SVP: "wir das volk sind dafür"

    Nach SVP meinung besteht das "volk" nur aus gutverdienenden personen und profitablen firmen.
    Alle anderen sind nur schmarozer die sich gefälligst zu fügen haben.
  • Markus Casmark 19.05.2019 18:41
    Highlight Highlight Hätte bei der Abstimmung auch Nein gestimmt….es ging um die Bemerkung von plaga v. ‚ An die ländlichen Bewohner: Was ist es, dass ihr immer das Gefühl habt, zu kurz zu kommen?'...es bringt‘s nichts, am Wahlverlierer auch noch rumzulästern…dadurch wird niemand von der anderen Seite die Meinung ändern….obwohl das ja schliesslich das Ziel wäre.
  • ThePower 19.05.2019 18:24
    Highlight Highlight Die schönsten Siege sind die, die man nicht erwartet. Hätte niemals gedacht, dass diese Abstimmung so ausgeht. Jetzt wird gefeiert. Danke Bern, vielen vielen Dank👍
  • Ouch ohne Stern 19.05.2019 18:18
    Highlight Highlight Sozialhilfe. Alles andere is(s)t Schnegg.
    • dorfne 19.05.2019 19:06
      Highlight Highlight Der Schnegg muss wegg.
    • Ouch ohne Stern 19.05.2019 19:37
      Highlight Highlight 🙌🏼
  • Mutbürgerin 19.05.2019 18:15
    Highlight Highlight 52% sind kein deutliches Zeichen. In anderen Kantonen wird das problemlos durchkommen. Ich befürworte, dass die sozialistischen Kantone die Attraktivität für Bedürftige erhöhen. Jetzt muss man nur noch den Finanzausgleich kippen, damit die Spendabeln auch ihre Rechnungen selber bezahlen.
    • Roman Loosli 19.05.2019 18:45
      Highlight Highlight Das man die Löhne anheben könnte kommt ihresgleich nicht in den sinn. Krass...
    • reactor 19.05.2019 18:48
      Highlight Highlight Tauschen sie doch dieses M endlich gegen ein W aus. Es ist alles andere als mutig hinter den Rechten rumzuplantschen. wie wir ja eben in Österreich gesehen haben, sie die alles andere als anständig. Hoffe sie feiern mit uns Wutbürgerin 🤣😘
    • olmabrotwurschtmitsenf aka Pink Flauder 19.05.2019 18:57
      Highlight Highlight Wo bitte gibt es in der Schweiz "sozialistische Kantone"? Habe ich etwas verpasst? 🤔

      Und die Abstimmung im Kanton Bern besagt nichts anderes, als dass man sich weiterhin an dieselben Spielregeln hält, wie im Rest des Landes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • reactor 19.05.2019 18:01
    Highlight Highlight Ich bin sowas von stolz auf die umsichtigen Berner StimmbürgerInnen!
  • Mike Minder 19.05.2019 18:00
    Highlight Highlight Krass wie die Städte jede Abstimmung dominieren. Aber jede Stimme hat gleiches Gewicht und das ist in unserer Demokratie gut so. Frage mich nur: warum das Resultat gemäss Watson “überraschend“ sein soll... ist doch logisch?!
    • Ueli_DeSchwert 19.05.2019 18:39
      Highlight Highlight Leider war es bei weitem nicht so logisch.
      Weniger Geld bei gleichbleibendem minimal-bedarf ist zwar eine Rechnung, die nur bei einer Partei aufgehen kann.

      Trotzdem war es bei weitem nicht klar, wie diese Abstimmung ausgeht. Und das ist ein wenig bedenklich...
  • violetta la douce 19.05.2019 17:53
    Highlight Highlight Wer nun Sozhilfe bezieht, sich aber weigert, an wiedereingliederungs-Massnahmen teilzunehmen, oder sich weigert, die Sprache zu erlernen, hat nun absolut nichts mehr zu befürchten.

    Für solche Leute ist die Fürsorge, meiner Ansicht nach, aber nicht gedacht.
    • Roman Loosli 19.05.2019 18:46
      Highlight Highlight Das ist ein Prozent. Man streicht auch nicht allen Bauern die Subventionen wegen einem Tierquäler...
    • Matti_St 19.05.2019 18:46
      Highlight Highlight Bis jetzt wurde in solchen Fällen die Sozialhilfe gekürzt. Und so wird es weiter gehen.
    • Corny 19.05.2019 18:47
      Highlight Highlight Kürzungen sind jetzt schon möglich und werden auch angewandt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 19.05.2019 17:40
    Highlight Highlight Herzlichen Dank der Berner Bevölkerung.
    Wir müssen die Ursache von Sozialhilfebezug und Armut bekämpfen nicht die Bedürftigen.
    Die Ursachen liegen in Arbeitsmarkt-Disparität, ungenügende Versicherungsleistungen, strukturelle Probleme und einer Wirtschaft welche Gewinne Privat / Verluste und Kosten dem Staat praktiziert.
    Schweizweit sind mehr als 50'000 über 50 jährige ausgesteuerte in der Sozialhilfe...
    50'000 weiter werden es im Laufe der Zeit werden und jeden Monat werden weiter 4'000 Personen ausgesteuert.
    • violetta la douce 19.05.2019 18:40
      Highlight Highlight Gerade bei den 50 Jährigen zeigt sich die Schattenseite der PFZ am besten.
      Die Öffnung des Arbeitnehmer-Marktes ist das Hauptübel.
    • dorfne 19.05.2019 19:25
      Highlight Highlight Mit 977 Fr. Grundbedarf kann man keinen Luxus finanzieren. Keine Freunde zum Essen einladen, keine Blumen für den Balkon kaufen. Kein Konzertticket kaufen. Viele müssen vom Grundbedarf auch noch Geld für die Miete abzweigen, weil das Wohngeld, das die Gemeinde zahlt nicht reicht.
    • Thomas Bollinger (1) 19.05.2019 20:09
      Highlight Highlight @dieFreiheit: Hafechäs. Ich bin 55 und fürchte mich vor keinem Zuwanderer, sondern vor seelenlosen HR-Prozessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 19.05.2019 17:16
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • P. Silie 19.05.2019 18:35
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Makatitom 19.05.2019 20:47
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Markus Casmark 19.05.2019 17:07
    Highlight Highlight Bravo Bern!
  • Nelson Muntz 19.05.2019 17:06
    Highlight Highlight Schlaue Berner, merkten, dass es auch sie resp. das hart arbeitende Volk treffen könnte und nicht nur „faule Ausländer“ „linke Taugenichts“ und andere Sozialschmarotzer.
  • plaga versus 19.05.2019 17:05
    Highlight Highlight Ich bin sehr froh um dieses Abstimmungsergebnis.
    Was immer wieder eindrücklich ist, ist dieser grosse Stadt-Land-Graben. Faktisch bleibt alles beim Alten, weil Bern und Biel oft das Zünglein an der Waage spielen.
    An die ländlichen Bewohner: Was ist es, dass ihr immer das Gefühl habt, zu kurz zu kommen?
    • Matti_St 19.05.2019 17:20
      Highlight Highlight Man kann es auch so sehen, die Region, die am meisten von Subventionen lebt, sagt beim Sozialabbau ja.
    • Pro-Contra 19.05.2019 17:32
      Highlight Highlight So, wie ich das hier im Berner Oberland erlebe, ist es schlichtweg rechte Propaganda. Dabei scheint komplett ausgeblendet zu werden, dass Alleinerziehende Mütter-, von der IV abgelehnte chronisch Kranke-, oder Ü50 ohne reale Chancen am Arbeitsmarkt der grösste Teil in dem letzten Auffangnetz namens Sozialhilfe landen. Stimmung gemacht wird aber mit dem Thema Asylsuchende und Ausländer. Dass in erster Linie sogenannte „Eidgenossen“ von den Kürzungen betroffen gewesen wären, wird ignoriert. Es braucht mehr Geld für die Arbeitsintegration, aber sicher nicht durch Kürzungen finanziert.
    • Markus Casmark 19.05.2019 17:33
      Highlight Highlight Nicht nett, wenn der Verlierer am Boden liegt, noch eins draufzuhauen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dan Rifter 19.05.2019 16:57
    Highlight Highlight So wichtig!!
  • Der Soziale 19.05.2019 16:48
    Highlight Highlight Danke liebe Berner, dass ihr dieses Menschenunwürdige Sozialhilfegesetz abgeschmettert habt!
    Es gibt doch noch Menschen die sich an die Bundesverfassung erinnern.
    „Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen“.

Warum Berns Abstimmung über die Sozialhilfe Auswirkungen auf die ganze Schweiz hat

Stimmt der Kanton Bern am 19. Mai über die Zukunft der Sozialhilfe ab, hat das Auswirkungen auf das gesamte Land.

Wie weiter? Darum geht es eigentlich immer im Internetcafé Power-Point in Bern. Und in diesen Tagen erst recht. Das Café ist keines wie die anderen in der Innenstadt, es liegt in einem Keller, die Einrichtung ist karg: ein paar Laptops, Tische, Stühle, das ist alles.

Mehr braucht die Klientel des Cafés auch nicht, sie kommt nicht wegen des Ambientes. Sondern wegen des Internets, das es zu Hause nicht gibt. Die Ärmsten der Stadt organisieren im «Power-Point» ihr Leben. Eine Wohnung suchen, das …

Artikel lesen
Link zum Artikel