USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erderwärmung scheint saubere Bergseen im Westen der USA grün zu färben

Die globale Erderwärmung färbt klare Bergseen im Westen der Vereinigten Staaten grün – zu diesem Schluss kommt eine Studie.



Die grüne Färbung der früher klaren Bergseen ist auf deren Erwärmung zurückzuführen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Colorado State University, die am Dienstag im Fachblatt «British Royal Society journal Proceedings B» veröffentlicht wurde. Die Autorinnen legten dar, dass sich wegen steigender Temperaturen die Algenkonzentration in zwei abgelegenen Bergseen in den vergangenen 70 Jahren verdoppelt habe.

FILE - In this Sept. 15, 2017, file photo, algae floats on the surface of Lake Erie's Maumee Bay in Oregon, Ohio. Ohio is rolling out a new strategy to save Lake Erie from the toxic algae that overwhelms it in the summer. Beginning in February, the state will start offering financial incentives to farmers who adopt new agriculture practices. Those are designed to reduce farm runoff that feeds the algae in the lake. Ohio's approach is being watched closely by states around the U.S. that are struggling with an increasing number of algae outbreaks in lakes and rivers. (AP Photo/Paul Sancya, File)

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Algenblüte ist immer wieder Thema von Untersuchungen: See in Oregon (Ohio) im September 2017. Bild: AP

Die Forschergruppe um Isabella Oleksy heben die schädlichen Auswirkungen des Klimawandels selbst auf eigentlich unberührte und abgelegene Ökosysteme hervor. Das Wissenschaftlerteam untersuchte die Algenkonzentration in Seen in einer Bergkette etwa 100 Kilometer von Denver entfernt. Dort habe der rasche Temperaturanstieg zu einem erhöhtem Wachstum der Grünalgen geführt.

Im Vergleich zu Messungen aus dem Jahr 1950 hat sich das Algenvorkommen der Studie zufolge stark verändert. «Selbst in relativ abgelegenen Seen in geschützten Gebieten (...) ist der Fingerabdruck der Störung des Erdsystems durch den Menschen klar zu sehen», sagte Oleksy der Nachrichtenagentur AFP.

Das Phänomen des grünen Schnees

Die grüne Farbe der sonst klaren Seen ist auf die Algenblüten, die sogenannten Chlorophyten, zurückzuführen, die vor allem bei warmen Temperaturen gedeihen. Diese sind den Forschern zufolge eigentlich nur in stark verschmutzten Gewässern zu finden, beispielsweise in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen, aber nicht in unberührten Bergseen.

Und obwohl die Veränderung in nur zwei Seen beobachtet wurde, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich nicht um ein isoliertes Phänomen handelt.

Forscher der Cambridge Universität fanden im Mai beispielsweise grünen Schnee in der Antarktis. Auch dieses Phänomen führten sie auf eine Algenblüte durch wärmere Temperaturen zurück.

Die Umweltschutzbehörde der Vereinigten Staaten warnt auf ihrer Webseite, die Verbreitung von Algen bringe Ökosysteme unter Wasser aus dem Gleichgewicht, weil Sonnenlicht nicht mehr durch die Wasseroberfläche dringen könne. Zudem könnten Wildtiere, die die Algen fressen, erkranken. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Braunalgen verpesten Meere von der Karibik bis nach Afrika

Glühwürmchen gibt es auch im Meer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Autobahn der Zukunft: Schweiz unterstützt Solar-Highway-Projekt in Österreich

Das Energiepotenzial ist immens: Mit Solarzellen überdachte Autobahnen könnten in der Schweiz ganze AKWs ersetzen. Das Bundesamt für Strassen unterstützt ein entsprechendes Forschungsprojekt in Österreich. Im Wallis kommt derweil eine geplante Teststrecke nicht vom Fleck.

Das könnte sogar Elon Musk beeindrucken: Künftig sollen mit Solarzellen überdachte Autobahnen den Strom für Elektroautos liefern und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende liefern. Das Potenzial scheint immens: Laut dem Zuger Solar-Unternehmen Servipier könnten 40 Prozent des Schweizer Autobahnnetzes mit Photovoltaik-Anlagen überdacht werden. Das sind 750 Kilometer Autobahn. Damit liessen sich laut der Firma mehrere Atomkraftwerke ersetzen.

Ob in China, Holland oder Frankreich: Rund um …

Artikel lesen
Link zum Artikel