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Luxusartikel bei Razzia bei Malaysias Ex-Regierungschef entdeckt



Dutzende mit Bargeld und Schmuck gefüllte Designer-Handtaschen sind im Zuge der Korruptionsermittlungen gegen Malaysias Ex-Regierungschef Najib Razak beschlagnahmt worden. Das teilte Chefermittler Amar Singh am Freitag mit.

Die malaysische Nachrichtenagentur Bernama berichtete, sechs Immobilien seien durchsucht worden, darunter Najibs Büro und Luxuswohnungen in Kuala Lumpur. Nach Angaben von Amar fanden Polizisten bei den Durchsuchungen die reichlich gefüllten Handtaschen von Designern wie Hermès oder Louis Vuitton.

Über den Gesamtwert des Fundes konnte er zunächst keine Angaben machen. Laut Amar enthielten die 72 Handtaschen jedoch grosse Mengen an Bargeld in unterschiedlichen Währungen, darunter US-Dollar, sowie Uhren und Schmuck. «Es ist eine grosse Menge Schmuck», sagte Amar.

Fernsehbilder zeigten Kisten und Koffer, die mit Klebeband versiegelt waren und in einen schwarzen Polizeilastwagen getragen wurden. Berichten zufolge waren fünf solcher Fahrzeuge nötig, um die beschlagnahmten Güter abzutransportieren.

Milliarden zweckentfremdet?

Najib hatte vergangene Woche bei der Parlamentswahl in Malaysia eine schwere Niederlage erlitten. Der 92-jährige neue Regierungschef Mahathir Mohamad hatte versprochen, Ermittlungen gegen seinen Vorgänger einzuleiten. Am vergangenen Wochenende verhängten die Behörden gegen Najib und seine Ehefrau Rosmah Mansor eine Ausreisesperre.

Rosmah ist für ihre Vorliebe für teure Einkaufstouren und Luxus-Handtaschen bekannt und in der Bevölkerung äusserst unbeliebt.

Najib ist in einen Skandal um den von ihm gegründeten Vermögensfonds 1MDB verwickelt. Dem 64-jährigen wird vorgeworfen, aus dem Staatsfonds umgerechnet mehr als vier Milliarden Franken zweckentfremdet zu haben. Mehr als eine halbe Milliarde landeten demnach auf einem Konto, das ihm selbst gehört.

Verwandte und Vertraute des ehemaligen Regierungschefs sollen mit Geld aus dem Fonds unter anderem Luxuswohnungen in New York und Gemälde von Van Gogh gekauft haben. Mehrere Milliarden Dollar verschwanden in dunklen Kanälen. Najib und der Fonds weisen alle Vorwürfe zurück. (sda/afp/dpa)

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