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Rainbow flags hang from the corner post before the international friendly soccer match between Denmark and Germany at Brondby Stadion, Copenhagen, Tuesday, June 6, 2017. The Danish Football Association actively seeks to dissociate itself from any sexual bigotry in the sport. (Jens Dresling/Ritzau Foto via AP)

Regenbogen-Eckfahne – eine Aktion gegen Homophobie im Sport. Bild: AP/Ritzau Foto

Analyse

Die Zeit ist reif, der Fussball nicht – warum sich kein homosexueller Profi outet

Im Männerfussball ist Homose­xualität bis heute ein Tabu. Um Jahre scheint der Sport der westlichen Gesellschaft bezüglich Akzeptanz von Homosexualität hinterherzuhinken. Noch immer gibt es in den grossen Ligen Europas keinen aktiven Profi, der offen zu seiner homosexuellen Orientierung stehen würde. Wieso nur?

moritz marthaler / schweiz am wochenende



Plötzlich war es da, dieses Twitter-Profil, in dem sich ein angeblich schwuler Spieler der 2. Bundesliga anonym Gedanken zu seinem Coming-out macht. Es geht um Scheinfreundinnen, Existenzängste, um Unterstützung der Liga, der Vereine, um das ganz alltägliche Versteckspiel. Quasi über Nacht gewann der Account an die 15'000 Follower, seine Tweets wurden sofort dutzendfach kommentiert.

Nach einigen Ungereimtheiten kamen Zweifel an der Echtheit auf: Warum twittert er am Wochenende während Ligaspielen? Warum wendet er sich via Twitter an den Deutschen Fussballbund? Doch ob echt oder nicht: Die Diskussion war im Gang, das Interesse immens.

Es gibt keinen aktiven schwulen Fussballer

Noch immer ist Homose­xualität im Männerfussball ein riesiges Tabu. Fussball, so gerne als Spiegel der Gesellschaft bezeichnet, erscheint in diesem Fall im Rückspiegel: Um Jahre scheint er der westlichen Gesellschaft bezüglich Akzeptanz von Homosexualität hinterherzuhinken. Noch immer gibt es in den grossen Ligen Europas keinen aktiven Profi, der offen zu seiner homosexuellen Orientierung stehen würde.

Es gibt Pascal Erlachner, den inzwischen zurückgetretenen Schweizer Schiedsrichter. Es gibt Thomas Hitzlsperger, Ex-Profi und heute Sportvorstand bei Stuttgart. Es gibt Corny Littmann, einst Präsident des FC St.Pauli, es gibt Anton Hysen, Profi in Schweden, und Andy Brennan, Profi in Australien. Aber in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, England? Da gibt es – offiziell – keine schwulen Fussballer.

epa00970055 Thomas Hitzlsperger of Germany (L) fights for the ball with Denmark's Christian Poulsen (C) during their friendly soccer match at the MSV- Arena in Duisburg, Germany on Wednesday, 28 March 2007.  EPA/Rolf Vennenbernd

Thomas Hitzlsperger (links) – hier im Zweikampf mit Christian Poulsen – hat sich nach seinem Karrierenende als schwul geoutet. Bild: EPA

Geschlechtsbilder sind im Sport besonders wichtig

«Homosexualität würde im Männerfussball viele Konzepte gefährden», sagt Marianne Meier, Historikerin und Sportpädagogin am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern. Sie recherchiert seit längerem zum Thema Homosexualität im Fussball. Wie in der Gesellschaft herrsche auch im Fussball eine gewisse Heteronormativität, so Meier: die Annahme, dass der heterosexuelle Mensch der Normalität entspricht. Im Gegensatz zur Gesellschaft gibt es aber im Sport, und gerade im Fussball, deutlich weniger Anzeichen mit dieser Norm zu brechen.

«Viele Fussballer müssen deutlich beweisen, dass sie nicht schwul sind.»

Marianne Meier

Meier führt dies auf die Geschlechtsbilder zurück, welche im Sport so wichtig sind. Historisch gesehen sei Sport männlich geprägt, erwartet werden von Sportlern auch männliche Attribute, sie sollen stark, muskulös, mutig sein. «Schwulsein hat da keinen Platz, weil es klischeebedingt eher mit weiblichen Begriffen konnotiert ist.»

Lesbische Frauen sind stark, schwule Männer sind schwach

An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro waren so viele LGBT-Athletinnen und Athleten wie noch nie am Start, 66 an der Zahl. Nur 16 davon waren Männer, darunter Pferdesportler, Turmspringer, Sportgymnasten, Geher. Teamsportler? Fehlanzeige. «Schwule brechen im Sport ein noch grösseres Tabu als lesbische Athletinnen», sagt Meier. Die klischierte lesbische Frau ist muskulös und stark und passt so besser in die Sportwelt als der schwach klischierte schwule Mann.

Lara Dickenmann steht auf der Zielgeraden ihrer Fussballkarriere. Die 33-jährige Luzernerin hat die Champions League gewonnen, zig Meisterschaften in Deutschland und Frankreich, sie ist mit 135 Spielen Rekordnationalspielerin für die Schweiz. Sie hat ihr Leben im Frauenfussball verbracht, erst letztes Jahr gab sie offen ihre Homosexualität bekannt.

«Ich wollte nicht die sein, die Fussball spielt und auch noch lesbisch ist», sagt die Mittelfeldspielerin des VfL Wolfsburg. Sie wollte kein Klischee erfüllen, doch im Fussball fand sie Unterstützung und Vorbilder: Nilla Fischer, die heute 35-jährige schwedische Rekordspielerin, seit 2013 verheiratet mit ihrer Ehefrau. Oder Megan Rapinoe, Weltmeisterin mit den USA, seit 2012 offen homosexuell und bei Lyon einst Teamkollegin von Dickenmann.

Während sich im Frauenfussball immer mehr Spielerinnen outen, er sich quasi von innen nach aussen gewandelt hat, fehlt bei den Männern genau das: Coming-Outs von Aktiven. «Lesbische Frauen kommen im Fussballgeschäft vor allem dann gut an, wenn sie sich möglichst weiblich präsentieren», sagt Meier. So blieben sie gut vermarktbar, wie etwa das Glamourpaar Alisha Lehmann und Ramona Bachmann.

«Irgendwann wird der erste berühmte schwule Fussballer kommen und eine Welle auslösen.»

Lara Dickenmann

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Ein Beitrag geteilt von Alisha Lehmann (@alishalehmann7) am

Wie paradox die Tabuisierung von Homosexualität im Männerfussball eigentlich ist, zeigt alleine das Frisurenfaible unter den Kickern, eine der augenfälligsten Ausprägungen eines Körperkults, der lange Zeit eher weiblich konnotiert war. «Deswegen müssen viele Fussballer noch deutlicher beweisen, dass sie nicht schwul sind», sagt Meier. Ronaldo, der personifizierte Körperkult, teilt fast verzweifelt mit: Seht her, ich habe viele Frauen, und schaut, ich habe mehrere Kinder!

Jede Schwachstelle wird angegriffen

Ähnlich konträr ist die heterosexuelle Zärtlichkeitskultur auf dem Fussballplatz. Wäre Homosexualität im Fussball sichtbar, so verlöre sie ihre Unbefangenheit. Die Umarmungen, die Küsschen, die Jubelhaufen – all das geht nur, «weil sich alle einig sind, dass niemand schwul ist», wie es Meier erklärt.

Was würde denn auf einen schwulen Spieler im Profizirkus zukommen? Fussballer werden in ihrem Umfeld ständig beurteilt. Im seriösen Fall nach ihrer Leistung, doch in den grösseren Ligen greifen Fans und gewisse Medien bei schlechten Leistungen jede Schwachstelle an – Homosexualität würde da schnell als eine ausgemacht.

Und was braucht es, damit sich die starren, homophoben Strukturen im Fussball endlich aufweichen? «Vorbilder», sagt Dickenmann, also: «Coming-Outs. Am besten gleich mehrere zusammen, damit sich der Druck verteilt.» Die lesbische Nationalspielerin ist sich sicher: «Irgendwann wird er kommen und eine Welle auslösen.» Und meint ihn: den ersten berühmten schwulen Fussballer.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dümpelente 18.11.2019 03:28
    Highlight Highlight Wie in eurem letzten Beitrag über schwule Fussballer schon erwähnt:

    Mittlerweile ist Hitzlsperger nicht mehr Sportvorstand, sondern Vorstandsvorsitzender der VfB Stuttgart 1893 AG.
  • Cédric Wermutstropfen 18.11.2019 03:25
    Highlight Highlight Also schön, wenns unbedingt nötig ist: Ich, Cédric W., oute mich als Fussballprofi.
  • Locutus70 18.11.2019 00:42
    Highlight Highlight Warum sollte sich ein homosexueller Fußballer (da gibt es bestimmt einige) outen?
    Es geht doch um Fußball und nicht um sexuelle Neigungen.
  • Schlingel 18.11.2019 00:34
    Highlight Highlight Was mich an der ganzen Diskussion am meisten nervt ist die Sensationsgeilheit der Medien. Sie schreiben hunderte Artikel über das Ausbleiben von Coming-Outs von homosexuellen Sportlern und hoffen angeblich im Namen der Vielfalt und Offenheit, dass es doch einer tut. Dabei geht es bloss darum, dass man anschliessend eine fette Headline drucken und nochmals x Artikel zu dem Thema schreibem kann. Lasst doch homosexuelle Sportler eifach in Ruhe. Schon mal darüber nachgedacht, dass sie einfach keinen Bock haben, ihr Privatleben öffentlichen zu machen und lieber ein ruhiges Leben führen möchten?
  • Gubbe 17.11.2019 23:51
    Highlight Highlight «Irgendwann wird der erste berühmte schwule Fussballer kommen und eine Welle auslösen.»
    Kann es auch einer der endlosen LGBTQIA sein, oder gar ein Hetero. Ich habe ein paar Freunde und Bekannte von denen ich weis, dass sie nicht hetero sind. Jetzt aber hingehen und fragen, was er/sie denn ist, ist mir noch nie in den Sinn gekommen. Ich denke, es sind Menschen. Wenn es sich ergibt ok, sonst finde ich dieses Coming Out dumm.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.11.2019 22:12
    Highlight Highlight Ich denke eher das die Gesellschaft immer noch Homophob ist.
    Wie auch weite Teile der Gesellschaft Antisemitische und Rassistische Tendenzen hat.
    Bis Pegida und AfD war es halt Tabu es offen zu zeigen.

    Wie beim Fussball ist man halt bei dem Milieu durch die Gruppe anonym und kann Balotelli mit Affenlauten eindecken und Neonazis mit Bannern huldigen.
    Jeder für sich alleine würde das nicht tun.

    Fürchte viele sehen die Westliche Gesellschaft zu optimistisch.
    Die ist Rückständiger als man glaubt
  • ursus3000 17.11.2019 22:02
    Highlight Highlight wen interessierst denn , ich renne auch nicht rum und sage allen dass ich mit Frauen schlafe
  • TingelTangel 17.11.2019 21:41
    Highlight Highlight Na ja , wenn man sieht wie Spieler angefeindet werden mit einer Dunklen Hautfarbe, kann ich es verstehen das man sich nicht als Schwul bekennt.
  • Queen C 17.11.2019 21:41
    Highlight Highlight Einfach aufhören!
    Warum sollte sich jemand outen? Warum geht die Sexualität von jemand anderem irgend jemanden etwas an?
    Es hat schlicht niemanden zu interessieren, welche Vorlieben ich im Bett und sonst wie habe, solange sich diese in einem legalen Rahmen bewegen.
  • Daniel Deimel 17.11.2019 21:34
    Highlight Highlight
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    • Frauen Unihockey WM 7.-15.12.2019 Neuenburg 17.11.2019 23:45
      Highlight Highlight "Einer wird es schaffen, aber ich bin es nicht."

      Sie sollten vielleicht eine anonyme Meldestelle einrichten, warten bis sie zehn (?) zusammenhaben und dann gemeinsam rauskommen...
  • Füürtüfäli 17.11.2019 20:47
    Highlight Highlight Schon vor Jahren hat mir ein Bekannter,
    der sich in der deutschen Fussballszene gut auskennt u dort geschäftlich ziemlich vernetzt ist/war, dass in der Bundesliga sehr viele Schwule spielen, aber sich keiner von denen je outen würde... da heiratet man lieber irgendeine Tussi und macht weiter auf super cooler Typ!
    Das ist eine reine Feststellung und keine Wertung! Mehr Ehrlichkeit wäre schön, gerade als Vorbild für viele Jugendliche, die vor einem coming out Angst haben und Vorbilder bräuchten. Aber wer will in unserer Welt schon Ehrlichkeit???
    • Locutus70 18.11.2019 01:08
      Highlight Highlight Von manchen Schwulen und Lesben wird gerade so getan, als ob sich alle outen MÜSSTEN, ansonsten sind sie keine "guten" Schwulen oder Lesben.
      An alle die so oder ähnlich ticken: Sagt mal: Habt ihr euch schonmal überlegt das das vielleicht Menschen mit eigenen Willen sind und für sich selbst entscheiden können?

      Wie sieht es da bei euch mit Toleranz und Respekt aus?
    • Sonnenbankflavor 18.11.2019 03:57
      Highlight Highlight Eine Frau als Tussi zu bezeichnen zeugt aber auch nicht grad von Toleranz. Bin zwar keine Feministin, aber wenn ich sowas höre, echt. Was ist überhaupt ein Tussi?!
  • Frances Ryder 17.11.2019 20:44
    Highlight Highlight Ich würde mich auch nicht outen in einem Sport, in dem die Weltmeisterschaft an ein Land geht, wo schwul sein kriminell ist.
  • Freilos 17.11.2019 20:07
    Highlight Highlight Wahrscheinlich gibt es einfach nur wenige schwule Fussballer. Von denen die es gibt, will wahrscheinlich keiner der erste sein, da sie dann die ganze „Last“ und das Echo haben... Alle weiteren hätten es einfacher denke ich.

    Im Frauensport gibt es wahrscheinlich einen wesentlich höheren Anteil an homosexuellen als im Männersport. Sportliche Frauen haben teilweise etwas maskulines an sich.
    • Michele80 17.11.2019 20:30
      Highlight Highlight Ehm was? Homosexuelle Frauen, sportlich, maskulin? 🤔 Spielst du tic tac toe der Klischees?
    • Simsalabum 17.11.2019 21:13
      Highlight Highlight Da mit Klischees zu argumentieren, macht keinen Sinn. Es gibt viele Fussballklischees, aber wohl nicht gerade das einer sonderlich männlichen Sportart.
  • Heini Hemmi 17.11.2019 20:04
    Highlight Highlight Es wird hier so dargestellt, als ob es nur im Fussball keine Coming Outs geben würde. Dabei gibt es die praktisch in der ganzen Sportwelt nicht bzw. nur sehr wenige, ausser vielleicht im Synchronschwimmen.
    • Locutus70 18.11.2019 07:05
      Highlight Highlight @Heini Hemmi - Warum sollte es auch? Es geht ja um Sport und nicht um die sexuelle Neigung.
  • IHaveNoBetterName 17.11.2019 19:38
    Highlight Highlight Ein Homosexueller Mann soll nicht hart genug für Fussball sein? Aber bei jeder leichten Berührung weinend am Boden liegen wie ein sterbender Schwan ist es dann? Ich werde diese herumschreienden, und gruppenstarken Fussballfans wohl nie verstehen.
    • Lümmel 17.11.2019 19:56
      Highlight Highlight Dazu noch bei Toren sich gegenseitig Küssen und beim Auswechseln auf den Arsch hauen. 😂
  • fandustic 17.11.2019 19:32
    Highlight Highlight Vielleicht interessier es ausser den Medien und der LTGB Bewegung halt einfach auch niemanden. Als Fussballinteressierten ist es mir ehrlich gesagt *******egal ob ein Spieler schwul, hetero, gerne den Minirock seiner Frau trägt, vegan oder nur Fleisch isst, etc....sondern es geht einzig um den Sport an sich. Ein geiles Spiel und Emotionen. So was braucht es. Schlussendlich will ein jeder Sportler für die Leistungen in seiner Sportart berühmt sein...und wohl eher nicht für seine sexuelle Orientierung, weil wie gesagt: Nicht von Interesse.
    • Chris Olive 17.11.2019 19:52
      Highlight Highlight Die letzten Vorfälle in Italien und in der Ukraine zeigen leider deutich, dass es eben NICHT nur um ein geiles Spiel oder Emotionen geht.
    • henk 18.11.2019 09:43
      Highlight Highlight Wenn es wirklich niemanden interessieren würde, dann gäbe es auch mehr geoutete Fussballer. Dann würde man am Spielfeldrand nicht nur die Spielerfrauen sehen, sondern auch die Spielermänner. Ich finde ihre Argumentation ziemlich schwach. Ich glaube der LGBT Community wäre es auch am liebsten, wenn es niemanden mehr interessieren würde, aber offensichtlich ist dies nicht der Fall.
  • w'ever 17.11.2019 19:24
    Highlight Highlight das ganze fussball umfeld ist so rückstandig, da kann ich es nur zu gut nachvollziehen, dass sich kein aktiver profispieler outet.
  • Glenn Quagmire 17.11.2019 19:19
    Highlight Highlight Im Fussball ist es hat en Vouge, andere als schwul zu beschimpfen, egal ob sie es sind oder nicht, wie Cantaluppi früher.
    Benutzer Bild
    • Wurst Hans 17.11.2019 19:47
      Highlight Highlight "en vouge" hat absolut keine Bedeutung, "en vogue" hingegen schon.
    • Glenn Quagmire 17.11.2019 20:18
      Highlight Highlight Danke Hans, für deine Aufmerksamkeit 😘
  • Was ist das 17.11.2019 19:12
    Highlight Highlight Ohne zusätzliche Worte.
    Play Icon
  • beaetel 17.11.2019 19:04
    Highlight Highlight Solange es Rassisten gibt, welche Menschen mit anderer Hautfarbe als minderwertig betrachten, ist es auch nicht schlau, seine sexuellen Präferenzen zum Thema zu machen. Das geht nämlich niemand etwas an.
  • Herr Kules 17.11.2019 18:52
    Highlight Highlight Das Argument mit der Männlichkeit versteh ich nicht. Schwul sein ist doch das männlichste überhaupt, weil nur Männer schwul sein können.
  • Snowy 17.11.2019 18:45
    Highlight Highlight Gross wäre, wenn sich zum Bsp Roger Federer offiziell outen würde.
    • Natürlich 17.11.2019 21:28
      Highlight Highlight Das wäre heftig, ja.
      Inoffiziell ist es ja bereits länger kein Geheimnis mehr.
    • Sonnenbankflavor 18.11.2019 03:59
      Highlight Highlight Echt jetzt?
  • Faceoff 17.11.2019 18:44
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob die Fussballer selber so rückständig sind. Wahrscheinlich sind es wohl eher die Klubfuntkionäre, die mit den Spielern ihr Geld machen und Angst haben vor der noch rückständigeren Meute in den Fankurven, ein paar wenige alternative Vereine mal ausgenommen.

    Der Moment wird kommen und ich bin sehr gespannt, wie das dann ausgeht.
    • Eiswalzer 17.11.2019 19:13
      Highlight Highlight Doch doch, bei Spielern selber gibt es auch genügend Homophobie. Leider. Vielen wird die ohnehin grosse Nähe zu anderen Männern suspekt, wenn dann noch Homosexualität ins Spiel kommt. Diffuse Ängste: davor, was andere denken, was in der Kabine noch geht und was nicht, wann man selber als schwul angesehen werden könnte...
    • Glenn Quagmire 17.11.2019 19:21
      Highlight Highlight Der Asiatische, Arabische und Afrikanische Markt wäre sofort tot für den Club mit Spielern, welche an „schwul sein erkrankt sind“. bis der Spieler „wieder gesund wird“, wird er in offen homophopen Ländern geächtet werden.

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