Frankreich
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epa07263314 A protester wears a yellow vest with a slogan reading 'Unemployed walk !' during a 'Yellow Vests' protest march on the Champs Elysees boulevard, in Paris, France, 05 December 2019. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) is a grassroots protest movement with supporters from a wide span of the political spectrum, that originally started with protest across the nation in late 2018 against high fuel prices. The movement in the meantime also protests the French government's tax reforms, the increasing costs of living and some even call for the resignation of French president Emmanuel Macron.  EPA/IAN LANGSDON

Die «Gelbwesten» setzten ihre Proteste fort. Bild: EPA/EPA

Zusammenstösse zwischen den «gilets jaunes» und der Polizei in Paris

Die «Gelbwesten»-Bewegung in Frankreich ist auch an diesem Wochenende auf den Strassen. 



Bei Protesten der «Gelbwesten»-Bewegung hat es in Paris am Samstag erneut Zusammenstösse mit der Polizei gegeben. Aus den Reihen der zunächst friedlich marschierenden Demonstranten in der Nähe des Rathauses wurden etwa Flaschen in Richtung der Polizisten geworfen.

Die Polizei setzte Tränengas ein und wurde später durch Bereitschaftspolizisten verstärkt. Nach dem Vorfall setzten die Demonstranten ihren Protestmarsch vom Rathaus bis zum Parlament fort. Vor dem Sitz der Nachrichtenagentur AFP hatten sich zuvor mehr als tausend «Gelbwesten» versammelt.

Bei der etwa halbstündigen Kundgebung riefen sie Parolen gegen die Regierung von Präsident Emmanuel Macron sowie gegen die Medienberichterstattung über die Protestbewegung. Dann setzte sich der Zug in Richtung Rathaus in Bewegung.

Eine Kundgebung gab es am späten Vormittag auch auf den Champs-Élysées, einige Meter vom Triumphbogen entfernt. Dort sagte eine Rednerin der «Gelbwesten», die bisherigen Zugeständnisse der Regierung reichten nicht aus. Es werde noch das ganze Jahr über Protestaktionen geben.

Kundgebungen in diversen Städten

Kundgebungen der «Gelbwesten» gab es den achten Samstag in Folge unter anderem auch in Bordeaux, Grenoble, Lyon, Nantes, Rouen und Toulouse. Der Nachrichtensender FranceInfo berichtete von Ansammlungen von einigen Dutzend bis zu 1200 «Gelbwesten» in anderen Städten der Republik.

Die «Gelbwesten»-Bewegung setzt der Regierung von Macron seit November zu. Bei ihren landesweiten Kundgebungen demonstriert sie gegen Steuer- und Preiserhöhungen sowie für eine verbesserte Kaufkraft der Franzosen.

Ursprünglich hatte sich die Bewegung gegen hohe Spritpreise und die geplante Ökosteuer auf Diesel gerichtet. Später mischte sich in den Protest allgemeiner Unmut über die Politik der Regierung. Deren milliardenschweren Zugeständnisse, die unter anderem mehr Geld für Mindestlohnbezieher und Entlastungen für Pensionisten vorsehen, weisen die Demonstranten als ungenügend zurück. Viele fordern weitere Steuersenkungen, Volksabstimmungen nach schweizerischem Vorbild sowie den Rücktritt Macrons.

Bei den Protesten gab es mehrfach - auch auf den Champs-Elysées - gewaltsame Zusammenstösse mit der Polizei. Am 17. November beteiligten sich nach Angaben der Behörden landesweit 282'000 Menschen an den Kundgebungen. Mittlerweile sind die Proteste deutlich abgeflaut. (cbe/kün/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 05.01.2019 18:43
    Highlight Highlight Was aus der gutbetuchten Schweiz aus betrachtet gerne vergessen geht: Praktisch in allen westlichen Staaten (exkl. Schweiz) sind die Löhne einer grossen Mehrheit real in den letzten Jahrzehnten gesunken. Die Menschen die heute in den Berufsalltag eingestiegen sind, werden immer weniger Geld haben als ihre Elterngeneration.
    Natürlich wird das von der politischen Elite schön verschwiegen. Aber die Gelbwesten wissen schon weshalb sie auf die Strasse gehen.
    • FrancoL 06.01.2019 00:35
      Highlight Highlight No bei vielen Gelbwesten bin ich mir nicht so sicher. Hört man die diversen Aussagen, so scheinen viele von ihnen noch nicht gemerkt zu haben, dass es für einen Aufschwung auch einen Einsatz von ALLEN Schichten braucht, reines Umverteilen hat noch nie funktioniert.
    • Posersalami 06.01.2019 02:36
      Highlight Highlight Stimmt, umverteilen von unten nach oben funktioniert nicht unbegrenzt. Das merken unter anderem langsam auch die Franzosen.
  • rodolofo 05.01.2019 16:00
    Highlight Highlight Das wird ja langsam zur Gewohnheit...
  • Pitsch Matter 05.01.2019 15:55
    Highlight Highlight Weiter so! Das eizige Volk auf der Welt, das nicht alles mit sich machen lässt. Ihr habt uns vor 200 Jahren mit einer Revolution Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gebracht und ihr werdet uns mit einer Revolution 2.0 den Unsinn der reichsten 1% beenden. 🇫🇷🇫🇷🇫🇷
    • cal1ban 05.01.2019 19:25
      Highlight Highlight Und welche Art von System schlägst du vor? Das würde mich mal interessieren.
    • Pitsch Matter 05.01.2019 19:58
      Highlight Highlight Soziale Marktwirtschaft und keinen Neoliberalismus.
    • FrancoL 06.01.2019 00:37
      Highlight Highlight @PItsch Matter; Auch bei der sozialen Marktwirtschaft gibt es Unterschiede, auch bei der sozialen Marktwirtschaft muss GEARBEITET werden und dies bedingt beim heutigen Schlamassel in Frankreich, dass man sich ZUERST einbringen und einsetzen muss um etwas zu verteilen zu können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 05.01.2019 15:19
    Highlight Highlight Was machen Irina Beller und Vujo?
  • welefant 05.01.2019 14:48
    Highlight Highlight die sollen auf dem gotthard schnee schaufel gehen. oder in sibirien...
  • PC Principal 05.01.2019 14:29
    Highlight Highlight Diese Leute wollen Stillstand. Egal welche Reformen, in Frankreich ist es extrem schwierig, Veränderungen umzusetzen.
    • Skeptischer Optimist 05.01.2019 20:09
      Highlight Highlight Frankreich ist tatsächlich ein schwieriges Pflaster für "Reformen" die die Armen ärmer und die Reichen reicher machen.

      Ich sehe das positiv.
    • FrancoL 06.01.2019 00:41
      Highlight Highlight @PC hat durchaus recht, wer einmal die Forderungen in Frankreich, gleich von welcher Seite betrachtet, der erkennt rasch dass da kaum eine Bewegung avisiert wird. Die Forderungen sind von beiden Seiten derart weit von den Möglichkeiten entfernt, dass nur Stillstand die Folge sein kann.

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