Grossbritannien
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Hier wohnte der russische Geschäftsmann, der an diesem Dienstag auf bisher ungeklärte Weise in London zu Tode kam. Spezialisten riegelten den Ort unterdessen ab. Bild: AP/AP

Zweiter Russe tot in London aufgefunden – jetzt greift die Regierung ein

13.03.18, 20:56


Grossbritannien lässt etwa 14 Todesfälle in Grossbritannien mit einer möglichen Verbindung nach Russland erneut untersuchen. Das kündigte Innenministerin Amber Rudd am Dienstag in London an. Die Todesfälle reichen teils mehr als zehn Jahre zurück. Darunter sind auch prominente Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, etwa der Oligarch Boris Beresowski.

Ein Vertrauter Beresowskis, der Geschäftsmann Nikolai Gluschkow, wurde jetzt tot in seinem Haus in London entdeckt. Die Todesursache war am Dienstag noch unklar. Die Anti-Terror-Polizei übernahm aber vorsichtshalber die Ermittlungen.

Unter anderem hatte Gluschkow für die russischen Grosskonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. 2004 war er zu drei Jahren und drei Monaten Haft nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäscherei verurteilt worden. 2010 erhielt er in Grossbritannien Asyl. Angebliche Steuervergehen, Geldwäscherei und ähnliches gibt die russische Regierung gerne vor, um politische Gegner unschädlich zu machen.

Im Fall Gluschkow sieht die Polizei derzeit keine Verbindung zum Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter. Die beiden waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden.

Sie befinden sich nach britischen Angaben in einem kritischen Zustand. Bei dem Attentat war das in der Sowjetunion in den 1970er und -80er Jahren produzierte, extrem gefährliche Nervengift Nowitschok verwendet worden. (sda/dpa)

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Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 13.03.2018 23:57
    Highlight Das waren sicher die USA, die den lieben Putin diskreditieren wollen <Ironie Off>
    3 5 Melden
  • Posersalami 13.03.2018 22:39
    Highlight Laut Bericht im 10vor10 wurde das äusserst seltene und schwer herzustellende Nervengift über die Klimaanlage des Wagens des Opfers verbreitet.

    Ich werde daraus nicht schlau. Wenn ich als Staat jemanden umbringen lassen möchte, dann mache ich das doch so, dass das möglichst schwer zurück zu verfolgen ist. Das ganze würde in dem Fall ja von langer Hand durchdacht und geplant werden, man muss den Kampfstoff sicher nach England schleusen, usw. Das geht doch wirklich subtiler.
    5 4 Melden

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