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Strafverfolger in Brasilien nehmen laut Insider Minister ins Visier



Der Korruptionsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht zieht einem Insider zufolge weitere Kreise. Demnach will die Generalstaatsanwaltschaft gegen mehrere Minister und möglicherweise auch gegen Präsident Michel Temer ermitteln.

Die Generalstaatsanwaltschaft wolle noch in dieser Woche einen Antrag beim Obersten Gerichtshof stellen, um Ermittlungen gegen hochrangige Minister in der Regierung von Temer einleiten zu können, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Sonntag.

Einem Bericht der Zeitung Folha de S. Paulo zufolge will Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot unter anderem gegen den für Infrastrukturprojekte zuständigen Minister Wellington Moreira Franco vorgehen.

Janot denke zudem darüber nach, ob auch Temer selbst in die Untersuchungen aufgenommen werden solle, hiess es. Zudem stünden die ehemaligen Präsidenten Dilma Rouseff und Luiz Inacio Lula da Silva auf der Liste, berichtete die Zeitung weiter.

Die neuen Ermittlungen gründen dem Insider zufolge auf Vereinbarungen von Odebrecht-Mitarbeitern in einem Strafprozess. Odebrecht und seine Tochter Braskem hatten sich im grössten Schmiergeldprozess der Geschichte zu einer Strafzahlung von mindestens 3.5 Milliarden Dollar bereiterklärt.

Die Ermittler werfen Odebrecht Schmiergeldzahlungen vor, mit denen sich Lateinamerikas grösster Baukonzern milliardenschwere Aufträge des staatlichen Ölkonzerns Petrobras gesichert haben soll. Dieser wiederum soll unrechtmässig Geld an politische Parteien geschleust haben. (sda/reu)

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