Nordkorea
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nordkorea nennt Trump einen «Irren» und «tollwütigen Hund»

16.01.18, 12:38 16.01.18, 13:01


Nordkorea hat mit Verzögerung auf den Atomknopf-Vergleich von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Parteizeitung «Rodong Sinmun» bezeichnete die Twitter-Botschaft Trumps von Anfang Januar am Dienstag als «Zuckung eines Irren» und «Gebell eines tollwütigen Hundes».

Trumps Atomknopf-Tweet sei Ausdruck des «geistigen Zustands eines Versagers», der unter «Aggressionsstörungen und Schizophrenie leidet». Trump hatte am 2. Januar in einer Reaktion auf die Neujahrsansprache Kim Jong Uns geschrieben, er habe einen «viel grösseren und mächtigeren» Atomknopf als der nordkoreanische Machthaber.

In Trumps Tweet hiess es: «Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch.» Der Präsident schrieb weiter: «Kann jemand aus seinem ausgelaugten und ausgehungerten Regime ihm bitte sagen, dass ich auch einen Atomknopf habe. Aber er ist viel grösser und mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!»

In seiner Neujahrsansprache hatte Kim zuvor allerdings nicht nur einen Einsatz von Atomwaffen angedroht, sondern gegenüber Südkorea auch Dialogbereitschaft signalisiert.

Die Spannungen auf der seit Jahrzehnten geteilten koreanischen Halbinsel hatten sich in den vergangenen Monaten verschärft. Grund dafür waren unter anderem mehrere Raketentests und der bislang gewaltigste Atomtest Pjöngjangs sowie ein heftiger verbaler Schlagabtausch zwischen Trump und Kim. Unter anderem hatte Trump Nordkorea mit Vernichtung gedroht.

Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt, nachdem Kim in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte.

Am vergangenen Dienstag trafen sich erstmals seit mehr als zwei Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Neben der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Südkorea verständigten sich die seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten auf Schritte zur militärischen Deeskalation. (sda/afp)

Otto Warmbier stirbt nach 17 Monaten Haft in Nordkorea

Video: watson/Helene Obrist

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 16.01.2018 17:33
    Highlight Dass Trump wieder eins auf die Birne gekriegt hat, freut natürlich die Mainstream!
    5 7 Melden
  • Therealmonti 16.01.2018 16:09
    Highlight Ziemlich treffende Ferndiagnose aus Nordkorea.
    10 2 Melden
  • Dä_Dröggo 16.01.2018 14:33
    Highlight Den Aussagen bezüglich Trump kann ich mich nur anschliessen. Es ist irre auf dem roten Knopf einen Penisvergleich anzustreben und erzeugt das Bild eines kläffenden Köters.

    Kim Jong Un muss jetzt noch lernen seine Kritik an Trump nach innen zu kehren und schon hat man eine kleine aber existente Basis für Friedensverhandlungen in Korea.

    Sogar die Kinder an Silvester gehen verantwortungsbewusster mit Raketen um als die beiden Komplexhaufen in West und Ost.
    6 3 Melden
  • Sophia 16.01.2018 14:04
    Highlight Da hat der Trump was losgetreten. Jetzt bin ich mal gespannt, wo dieser Wettbewerb der Ausdrücke noch endet. Früher folgte dem gegenseitigen beschimpfen bis zum verbalen Notstand immer ein Krieg.
    Vielleicht sollten sich die Trumpisten mal überlegen, welchen Irren sie sich da gewählt haben. Beim Koreaner gab es ja keine Wahl, daher kann man von dort nichts anderes als Dummgeschwätz erwarten, denn Diktatoren sind immer dumm, sie haben sogar vor freien Gedanken Angst, ja und Angst macht dumm und so dreht sich hat bei denen immer alles im Kreise. Demokraten sollten da drüber stehen. Was ist Trump?
    5 4 Melden

Sie will die Politik mit Frauen fluten – Meg Wolitzer, die Feminismus-Autorin der Stunde

#MeToo, die Brett-Kavanaugh-Hearings und Trump: Meg Wolitzers Roman «Das weibliche Prinzip» passt perfekt in die heutige Zeit.

An der Frankfurter Buchmesse von vergangener Woche hatte sie Auftritte auf prominenten Bühnen. Meg Wolitzer hat das Buch der Stunde geschrieben. Auch wenn das gar nicht ihre Absicht war. Dass sie sich mit weiblicher Macht, Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit, mit Deutungshoheit und dem Erlangen einer weiblichen Stimme auseinandersetzt und dass es die MeToo-Bewegung gibt, sei kein Zufall, sagt sie. Dass ihr Buch genau in diesem zugespitzten und beschleunigten Moment erscheine, hingegen schon.

Frau …

Artikel lesen