Israel
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Israels Armee tötet an Gaza-Grenze fünf bewaffnete Palästinenser



Fünf Palästinenser aus dem Gazastreifen sind am Wochenende bei Attacken an der Grenze zu Israel getötet worden. Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, ein Palästinenser habe sich dem Sicherheitszaun genähert und auf israelische Truppen geschossen. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert.

Ausserdem habe ein israelischer Panzer auf einen Militärposten der im Gazastreifen herrschenden Hamas geschossen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza teilte kurz darauf mit, die Leiche eines 26-jährigen Palästinensers aus Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen sei in ein Spital gebracht worden.

Es war bereits der zweite Vorfall dieser Art an diesem Wochenende. Schon am Samstag waren an der Gaza-Grenze vier Palästinenser getötet worden.

«Es wurde wohl ein sehr grosser Anschlag auf Israel verhindert», sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus zu dem Vorfall, für den er die radikal-islamische Hamas verantwortlich machte. Alle vier Angreifer hätten Uniformen getragen und seien mit Kalaschnikow-Sturmgewehren des Typs AK-47 bewaffnet gewesen.

Die Gruppe habe auch eine Panzerfaust, Handgranaten, eine Erste-Hilfe-Box und Snacks bei sich gehabt. Es sei zu einem Schusswechsel gekommen, einer der Palästinenser habe auch eine Granate auf die Soldaten geworfen. Auf der israelischen Seite gab es bei beiden Vorfällen keine Verletzte.

Israel hatte vor zwölf Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitsinteressen. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

Sie hatte nach ihrem Wahlsieg 2006, der international nicht akzeptiert wurde, 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen und hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben. Unter Vermittlung Ägyptens hatten Israel und die Hamas sich zuletzt allerdings auf eine Waffenruhe geeinigt.

Ausschreitungen auf dem Tempelberg

In Jerusalem kam es am Sonntag zudem vor der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei. Zehntausende Muslime versammelten sich anlässlich des Feiertages Eid al-Adha zum Gebet. Die Polizei versuchte, die Menge zu zerstreuen.

Die Polizei teilte mit, nach nationalistischen Rufen und Ausschreitungen muslimischer Besucher habe man mit der Räumung des Tempelbergs begonnen. Nach Medienberichten setzte die Polizei dabei auch Blendgranaten ein.

Bei den Zusammenstössen zwischen palästinensischen Gläubigen und der israelischen Polizei am Tempelberg wurden Dutzende Menschen verletzt. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond sprach von 61 verletzten Palästinensern, die israelische Polizei zählte vier Verletzte in ihren Reihen.

Der Tempelberg ist für gläubige Muslime und Juden gleichermassen eine heilige Stätte und immer wieder Ort teils heftiger Auseinandersetzungen. Eid al-Adha fällt in diesem Jahr mit dem jüdischen Fastentag Tischa B'Av zusammen, der die Zerstörung der beiden biblischen Tempel auf dem Tempelberg markiert.

Festnahmen nach Anschlag auf Soldaten

Am Samstag hatten israelische Soldaten bei Hebron im Westjordanland zwei Palästinenser festgenommen, die nach Geheimdienstinformationen für den tödlichen Anschlag auf einen israelischen Soldaten verantwortlich sein sollen. Am Donnerstag war im Bereich Gusch Etzion südlich von Jerusalem die Leiche des 19-jährigen Soldaten gefunden worden. (kün/sda/dpa/reu/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • GurMadh 12.08.2019 07:33
    Highlight Highlight Wer`s glaubt wird selig. Genozid, alltäglicher Terror und Kolonialismus, aber wir hören seit 60 Jahren nur wie die Opfer angebliche Terroristen seien. Die Propaganda geht weiter und weiter und weiter und weiter.
    • Albi Gabriel 12.08.2019 08:47
      Highlight Highlight Du gehst ja auch immer schwerbewaffnet und handgranatenwerfend auf einen friedlichen Sonntagsspaziergang? Das sind Terroristen!
    • Kruk 12.08.2019 10:47
      Highlight Highlight "Du gehst ja auch immer schwerbewaffnet und handgranatenwerfend auf einen friedlichen Sonntagsspaziergang?"
      Auf unserem Boden wurde auch kein Kolonialsiedlerstaat gegründet, und ob wir das würden.
      "Das sind Terroristen!" das sind terrorisierte die sich, wenn auch ungeschickt, zu wehren versuchen.
    • Roterriese #DefendEurope 12.08.2019 19:16
      Highlight Highlight Einmal mehr grüsst der linke Antisemitismus
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