DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
NLA-Playoffs, Viertelfinals, Spiel 4
Biel – ZSC Lions 2:3 n.V.; Stand: 2:2
Davos – Zug 3:4; Stand: 2:2
Servette – Lugano 2:7; Stand: 2:2
Lausanne – Bern 1:2; Stand: 2:2

NLA-Playoffs 2015

Alles auf Anfang! Die ZSC Lions, Zug, Lugano und Bern gleichen in den Playoff-Viertelfinals allesamt ihre Serien aus

Der Kampf um den Halbfinal-Einzug bleibt auf Messers Schneide. Die Favoriten haben auf die 1:2-Rückstände in ihren Serien reagiert und dank Auswärtssiegen wieder ausgeglichen. Vor allem der EHC Biel muss sich darüber ärgern.
07.03.2015, 23:1807.03.2015, 23:47

Biel – ZSC Lions 2:3 n.V. – Stand 2:2

>>> Hier gibt es die Highlights der Partie zum Nachlesen im Liveticker

– Die ZSC Lions haben den Kopf in der Viertelfinalserie gegen Biel fürs Erste aus der Schlinge gezogen. Der Titelverteidiger bezwingt Biel nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 nach Verlängerung und gleicht in der Best-of-7-Serie zum 2:2 aus. Den entscheidenden Treffer für die Gäste erzielt in der 70. Minute Mike Künzle.

– Die Lions zeigen grosse Moral. Denn eigentlich scheint die Partie entschieden, nachdem die Gäste 80 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum dritten Mal eine Zweiminuten-Strafe wegen zu vieler Akteure auf dem Eis kassieren. Der ZSC riskiert jedoch alles, ersetzt Torhüter Lukas Flüeler durch einen Feldspieler und wird belohnt: Genau eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit gelingt dem zuvor enttäuschenden Ryan Keller mit seinem ersten Skorerpunkt in dieser Serie das 2:2. Für das 1:2 hat in der 43. Minute Luca Cunti verantwortlich gezeichnet.

– Damit werden die Gastgeber für eine leidenschaftliche Leistung nicht belohnt. Die beiden Tore zum 2:0 erzielen die Bieler im Mitteldrittel. In der 27. Minute erkämpft sich PostFinance-Topskorer Pär Arlbrandt an der Bande den Puck, passt ihn zu Raphael Herburger, der mit seinem zweiten Tor in den laufenden Playoffs zum 1:0 trifft. In der 33. Minute erhöht Arlbrandt nach einem missglückten Befreiungsschlag von ZSC-Goalie Lukas Flüeler auf 2:0.

Mike Künzle schiesst die ZSC Lions in der Overtime in den siebten Himmel.
Mike Künzle schiesst die ZSC Lions in der Overtime in den siebten Himmel.
Bild: KEYSTONE

Davos – Zug 3:4 – Stand 2:2

– Auch das vierte Spiel der Serie zwischen Davos und Zug endet mit einem Sieg des Gastteams. Der EVZ gleicht die Serie mit einem 4:3-Sieg in Davos zum 2:2 aus und holte sich den «Heimvorteil» zurück. Nolan Diem brilliert bei den Gästen als Doppeltorschütze. Der 21-jährige Center und Schweizer Neo-Nationalspieler beendet eine persönliche Torflaute von 16 Spielen und weist den Gästen mit seinen Saisontoren Nummer 4 und 5 (zur 1:0- und 3:2-Führung) den Weg zum Sieg.

– Ein krasser Fehlgriff von Leonardo Genoni hat Zug das 2:1 zu Beginn des Mitteldrittels durch den früheren Davoser Dario Bürgler eingebracht. Doch der HCD antwortet prompt: Andres Ambühl erzielt aus der Drehung nur 39 Sekunden später den Ausgleich. Für Ambühl ist es der erste Treffer nach zuvor 444 torlosen NLA-Minuten.

– Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich kurz vor Spielmitte: Samuel Erni trifft auf offenem Eis den Davoser Gregory Sciaroni abseits des Spielgeschehens mit einem eher unbeabsichtigten Crosscheck auf Gesichtshöhe. Die Aktion wird von den Schiedsrichtern nicht gesehen oder als tolerierbar eingestuft, zumal Sciaroni danach weiterspielen konnte. Zug nutzt indes die folgende Davoser Verblüffung über die ausgebliebene Strafe mit dem 3:2 und dem zweiten Treffer durch Diem, der mit einem eigentlich verdeckt abgegebenen, gleichwohl eher harmlosen Schuss aus der Distanz den Davoser Keeper Genoni überwindet.

– Den Gamewinner realisiert Robbie Earl mit dem Treffer zum 4:2 in einer 4:3-Überzahlsituation in der 38. Minute. In der Schlussphase kann sich Zug beim Davoser Ansturm auf seinen herausragenden Nationalgoalie Tobias Stephan verlassen, der das Duell mit seinem Davoser Pendant Leonardo Genoni zu seinen Gunsten entscheidet.

Zugs Nolan Diem darf sich gleich zweimal als Torschütze feiern lassen.
Zugs Nolan Diem darf sich gleich zweimal als Torschütze feiern lassen.
Bild: KEYSTONE

Servette – Lugano 2:7 – Stand 2:2

– Das zweite Drittel mit fünf Treffern innerhalb von gut sieben Minuten zur 5:0-Führung ebnet Lugano den Weg zum zweiten Sieg in Folge. 20 Minuten lang hatten sich die beiden Teams gegenseitig neutralisiert. Dann entscheidet Lugano das Duell zwischen der 22. und 29. Minute. Erst schiesst Fredrik Pettersson das Team von Trainer Patrick Fischer innerhalb von 29 Sekunden 2:0 in Führung. Der PostFinance-Topskorer, der seine ersten beiden Tore in diesen Playoffs erzielt, profitiert von zwei Nachlässigkeiten in der Genfer Defensive.

– Vier Minuten später erhöhen die «Bianconeri» mit einem zweiten Doppelschlag ihren Vorsprung: Alessandro Chiesa und Ilari Filppula treffen innerhalb von 47 Sekunden. Servettes Trainer Chris McSorley reagiert und ersetzt seinen Torhüter Robert Mayer durch Gauthier Descloux. Die Massnahme nützt nicht viel: Der 18-jährige Junior muss nur knapp zwei Minuten danach ebenfalls ein erstes Mal hinter sich greifen.

– Die Hypothek ist für Servette vor 7135 Zuschauern in der ausverkauften Les-Vernets-Halle nicht mehr wettzumachen – auch wenn Taylor Pyatt im Powerplay und Daniel Vukovic mit einem Shorthander bis in die 32. Minute und innerhalb von 68 Sekunden auf 2:5 verkürzen. In den Schlussminuten stellt Lugano mit zwei Treffern in doppelter Überzahl den Fünftore-Vorsprung wieder her.

Schwarzer Abend für Robert Mayer – nach vier Gegentoren wird der Servette-Keeper durch den Junior Gauthier Descloux ersetzt.
Schwarzer Abend für Robert Mayer – nach vier Gegentoren wird der Servette-Keeper durch den Junior Gauthier Descloux ersetzt.
Bild: KEYSTONE

Lausanne – Bern 1:2 – Stand 2:2

– Die Serie zwischen Bern und Lausanne bleibt eine ausgeglichene Angelegenheit. Das vierte Duell in Lausanne entscheidet der SCB mit 2:1 für sich. Im vierten Spiel ist es der Lausanner Keeper Cristobal Huet, dem in der 48. Minute der entscheidende Lapsus passiert. Huet, der Baumeister des Lausanner Auswärtssieges am Donnerstag in Bern (2:1 nach Penaltyschiessen), kann einen Schuss von Jesse Joensuu nicht festhalten. Der Puck gleitet dem französischen Internationalen aus dem Handschuh und kullert zum Siegtreffer ins Tor.

– Torschütze und «Ersatzausländer» Joensuu kommt nur zum Einsatz, weil Chuck Kobasew sich im dritten Spiel verletzt hat. Auch wenn er etwas glückhaft zustande kommt, der zweite Berner Treffer hat sich abgezeichnet. Denn nach dem Ausgleich in der 34. Minute durch Bud Holloway – der Kanadier lenkt einen Schuss Beat Gerbers noch entscheidend ab – tut Bern offensiv deutlich mehr für die Partie. Der knapp Sieg ist deshalb nicht unverdient.

– Die Partie hätte aber durchaus auch auf die Seite von Lausanne kippen können. Nach dem ersten Drittel hätte Lausanne gemessen an den Chancen führen müssen. Die Waadtländer gehen in der 27. Minute durch den ehemaligen Berner Etienne Froidevaux zwar in Führung, hätten aber mehr herausholen müssen. Auch in der Schlussphase steht Lausanne dem Ausgleich mehrmals nahe. Allein PostFinance-Topskorer Ossi Louhivaara scheitert zwischen der 53. und 55. Minute dreimal an Marco Bührer.

Lausanne-Keeper Cristobal Huet muss die Niederlage gegen bern auf seine Kappe nehmen. 
Lausanne-Keeper Cristobal Huet muss die Niederlage gegen bern auf seine Kappe nehmen. 
Bild: KEYSTONE
    National League
    AbonnierenAbonnieren
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

Artikel lesen
Link zum Artikel