Israel
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epa06754025 Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu (R) shakes hands with Paraguay's President Horacio Cartes during their meeting at the Prime Minister's office in Jerusalem, 21 May 2018. Paraguay opened its new embassy in Jerusalem on 21 May, following in the footsteps of the United States and Guatemala.  EPA/SEBASTIAN SCHEINER / POOL

Horacio Cartes, Präsident Paraguays, und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu bei der Eröffnung der Botschaft in Jerusalem. Bild: EPA/AP POOL

Auch Paraguay verlegt Botschaft nach Jerusalem



Nach den USA und Guatemala hat am Montag als drittes Land auch Paraguay seine Botschaft in Jerusalem eröffnet. Präsident Horacio Cartes nahm zusammen mit Israels Staatschef Benjamin Netanyahu an der feierlichen Eröffnung der diplomatischen Vertretung teil.

Cartes sprach bei der Zeremonie von einem «historischen Tag, der die Beziehungen zwischen Israel und Paraguay stärkt». Netanjahu würdigte Cartes als «wunderbaren Freund». Es sei «ein grossartiger Tag für Israel und ein grossartiger Tag für Paraguay und für unsere Freundschaft».

Die Verlegungen der Botschaften nach Jerusalem sind umstritten. International war es jahrzehntelang üblich, dass Staaten ihre diplomatischen Vertretungen in Tel Aviv ansiedeln.

Der Status von Jerusalem soll nach Auffassung der internationalen Gemeinschaft in zukünftigen Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt werden. Israel beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen künftigen eigenen Staat Palästina.

Proteste nach US-Botschafts-Eröffnung in Jerusalem

60 Tote bei Eröffnung der US-Botschaft

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember mit der bisherigen Praxis gebrochen und den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem angeordnet. Die umstrittene Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem am 14. Mai führte zu blutigen Unruhen.

Im Grenzgebiet zwischen dem Gazastreifen und Israel wurden bei der Niederschlagung der Proteste durch die israelische Armee rund 60 Palästinenser getötet. Dies löste international scharfe Kritik aus. Zwei Tage nach den USA verlegte dann auch Guatemala seine Botschaft in Israel nach Jerusalem.

Der UNO-Menschenrechtsrat setzte eine Untersuchungskommission zur Prüfung der Vorfälle im Gazastreifen ein. Ein Sondergipfel islamischer Staaten forderte den Einsatz einer internationalen Truppe zum Schutz der Palästinenser. (leo/sda/dpa/afp)

«Trumps Entscheid hilft vor allem den Extremisten»

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Royeti 21.05.2018 22:19
    Highlight Highlight Ähm keine Grenzmärsche?
    Keine Proteste?

    = keine Tote.

    As simple as that.
  • ZHighlander 21.05.2018 21:20
    Highlight Highlight Niederschlagung der Proteste durch die israelische Armee? Was für ein absoluter Laie hat denn diese Zeilen verfasst?! Die Hamas hat erklärt, dass 50 der Toten ihre Leute waren und sie versuchten die Grenze zu überwinden. Das waren Angriffe und keine Proteste!
  • Ragnar E. Rhett 21.05.2018 18:28
    Highlight Highlight Puah krasse Fotografie, was ist denn mit diesem Cartes los ? Ferngesteuert ?
  • dcfk51 21.05.2018 17:44
    Highlight Highlight Die USA zahlen dafür. Das gehört zur bekannten Moral von Trump...
  • Bivio 21.05.2018 17:06
    Highlight Highlight Es sind ja nicht nur die "Vasallenstaaten" der USA, welche allmählich die Botschaften verlegen. Es sind auch EU Staaten dabei ihre Vertretungen nach Jerusalem zu verlegen (Tschechien, Ungarn und Rumänien).
    Und last but not least: Russland. Russland hat am 6.4.17 klar gesagt, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist und sie nur diese annerkennen. Also nur ein weitere "Vasallenstaat"? ;)
    Es geht viel mehr darum, Tatsachen anzuerkennen: Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Und Israel wird diese nicht aufgeben. Man kann es mögen oder nicht. Es bleibt jedoch Tatsache.
    • Donalf 21.05.2018 21:10
      Highlight Highlight Wenn die Umstände so sind, wie sie zurzeit sind, hat Israel weder ein politisches noch ein moralisches Recht, Jerusalem auch noch zu annektieren. Warum muss eigentlich Israel immer in Schutz genommen? Zuerst sollen alle Annektionen rückgängig gemacht werden und die Siedler aus den gestohlenen Gebieten zurück, dann kann Israel wieder auf irgend ein Recht pochen.
    • Fabio74 22.05.2018 09:22
      Highlight Highlight Falsch Ostjerusalem ist völkerrechtswidrig annektiertes Territorium wo entgegen geltendem Recht Siedlungen gebaut werden
  • KnechtRuprecht 21.05.2018 16:19
    Highlight Highlight Schade ich wollte Paraguay immer mal bereisen... Nun leider von der Liste gestrichen!
  • gianny1 21.05.2018 14:45
    Highlight Highlight Es wird Zeit, dass auch die Schweiz die Tatsache anerkennt, und die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt! Jedes Land hat das Recht, seine Haupstadt selber zu bestimmen!
    • Sebastian Wendelspiess 21.05.2018 14:52
      Highlight Highlight Also Palästina auch?
    • gianny1 21.05.2018 15:12
      Highlight Highlight Welches Palästina? Es gibt noch kein Staat Palästina... dafür müssten sie erstmals Israel anerkennen...
    • Ursus ZH 21.05.2018 15:19
      Highlight Highlight Die Schweizer sollten ihre Vertretung für Palästina nach Jerusalem verlegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • me myself 21.05.2018 14:19
    Highlight Highlight Allesamt Amerikanische Vassallenstaaten
    • Saraina 21.05.2018 19:34
      Highlight Highlight Allesamt dankbar für einen kleinen Zustupf.
  • rodolofo 21.05.2018 14:04
    Highlight Highlight Die nach Lateinamerika geflüchteten Nazis lassen aus ihrer Gruft heraus grüssen...
    Verrückt, was heutzutage abgeht!
    Du weisst gar nicht mehr, wo jetzt "die Bösen" stecken und wo "die Guten"! Oder Du siehst, wie ehemals "Gute" mit ehemals "Bösen zu Kampf-Allianzen zusammen finden.
    Diese Totale Verunsicherung ist aber auch eine Chance, denn sie führt zu eine Art brodelnder "Ursuppe", aus der ganz Neues entstehen kann und auch bereits entsteht!
    • Ueli der Knecht 21.05.2018 19:33
      Highlight Highlight rodolofo:

      1. Wir sind die Guten. Das gilt stets für alle!

      2. Leider kann Vernünftiges erst entstehen, wenn keine der kriegstreibenden Parteien mehr etwas durch die Fortführung des Krieges gewinnen kann, also erst, wenn die Ressourcen total erschöpft sein wird, und sich dann endlich eine allgemeine Kriegsmüdigkeit ausbreiten wird. Das wird leider noch eine Weile dauern, weil a) noch einige Ressourcen vorhanden sind, und b) gegenwärtig eher eine allgemeine Kriegslüsternheit herrscht; weltweit, auch bei vielen Schweizern und Europäern.
    • rodolofo 21.05.2018 21:45
      Highlight Highlight @ Ueli der Knecht
      Ich glaube nicht, dass wir Alle Kriegslüstern sind.
      Im Grunde wollen wir einfach dieses einmalige Leben auf diesem einmaligen, wunderbaren Planeten geniessen und feiern!
      Aber es gibt eben auch solche, die gelernt haben, dass sie mit einflussreichen Chef-Positionen und mit der Androhung von Gewalt andere Menschen ausbeuten und unterdrücken können, was ihnen eine sadistische Befriedigung verschafft.
      Was man aber mit solchen Mafia-Methoden nicht gewinnen kann, ist echte Liebe und Zuneigung!
      Die lässt sich eben nicht erzwingen und macht sich sogleich aus dem Staub.
  • Thurgauo 21.05.2018 14:00
    Highlight Highlight Nicht mehr wie Handlanger der USA.
    • Ursus ZH 21.05.2018 15:18
      Highlight Highlight ...und höchst abhängig von den USA. Ihre korrupten Regierungen könnten sich sonst nicht halten.
      Es wird nun immer transparenter, welche Staaten sich auf die Achse des Bösen begeben.

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